Manchmal fragt man sich ja, warum die Nachbarn immer so riesige Tomaten ernten, die Gurken wie aus dem Bilderbuch haben und die Paprika richtig prall am Strauch hängen, während bei einem selbst irgendwie nur so ein kümmerliches Pflänzchen wächst. Aber weißt du was? Oft liegt’s einfach an ein paar Kleinigkeiten, die den Unterschied machen. Deshalb erzähl ich dir heute, wie ich’s mache – so, wie ich’s von meiner Oma gelernt hab, und so, wie’s bei mir jedes Jahr gut klappt.
Erstmal: Die richtige Sorte ist schon mal die halbe Miete. Bei Tomaten nehm ich zum Beispiel gerne die Sorte „Harzfeuer“, die ist robust, bringt gute Erträge und schmeckt auch richtig gut. Oder die „Black Cherry“, das sind so kleine, dunkle Cocktailtomaten, die sind süß und saftig. Bei Paprika schau ich immer, dass ich Sorten nehme, die in unserem Klima gut zurechtkommen, also keine, die viel Wärme brauchen, weil die Sommer hier ja nicht immer so warm sind. Und Gurken – da nehm ich gerne Freilandgurken, die sind unkompliziert.
Frühzeitig vorziehen ist super wichtig. Ich fang immer im März an, meine Tomaten- und Paprikasamen im Haus vorzuziehen, auf der Fensterbank oder in so kleinen Mini-Gewächshäusern. Das ist ein bisschen Arbeit, aber es lohnt sich, weil die Pflanzen dann schon stark sind, wenn sie rauskommen. Und Paprika brauchen eh länger, also lieber früh starten.
Beim Auspflanzen draußen unbedingt auf genug Abstand achten. Ich weiß, der Platz ist manchmal knapp, aber wenn die Pflanzen zu eng stehen, gibt’s schnell Probleme mit Pilzen, und die Blätter trocknen nicht richtig ab. Ich pflanz die Tomaten immer so 50–60 cm auseinander, Paprika etwa 40 cm, Gurken noch mehr, weil die sich richtig ausbreiten.
Gießen ist auch so ein Thema. Viele denken, viel hilft viel, aber das stimmt nicht. Ich gieß lieber einmal richtig durchdringend und dann ein paar Tage gar nicht, anstatt jeden Tag so ein bisschen. Das regt die Pflanzen an, tiefe Wurzeln zu bilden, und das macht sie insgesamt robuster. Bei Hitzezeiten muss man natürlich öfter ran, aber generell lieber seltener, dafür mehr.
