Den fertigen Teig fülle ich in die vorbereitete Form und streiche ihn glatt. Dann wandert der Kuchen in den Ofen. Die Backzeit liegt bei etwa 55 bis 70 Minuten. Ich mache gegen Ende immer die Stäbchenprobe. Wenn kein Teig mehr kleben bleibt, ist der Kuchen fertig.
Nach dem Backen lasse ich den Kuchen etwa zehn Minuten in der Form ruhen. In dieser Zeit bereite ich die Buttersauce zu. Dafür gebe ich Zucker, Butter und Wasser in einen kleinen Topf und erhitze alles langsam, bis die Butter geschmolzen und der Zucker vollständig aufgelöst ist. Es soll nicht kochen. Dann nehme ich den Topf vom Herd und rühre Vanille- und Bittermandelaroma unter.
Jetzt kommt der wichtigste Teil: Ich stürze den warmen Kuchen auf ein Gitter, steche mit einem Holzstäbchen viele kleine Löcher in die Oberfläche und löffle einen Teil der warmen Sauce langsam darüber. Der Kuchen saugt sie regelrecht auf. Danach lasse ich ihn etwas stehen und gebe nach und nach weitere Sauce darüber, bis sie eingezogen ist. So wird der Kuchen unglaublich saftig, ohne matschig zu sein.
Tipps und Variationen
Dieser Butterkuchen schmeckt pur am besten, vielleicht mit etwas Puderzucker bestäubt. Wer mag, kann ihn mit frischen Beeren servieren, aber eigentlich braucht er nichts dazu.
Er hält sich gut mehrere Tage frisch, am besten luftdicht verpackt. Oft finde ich sogar, dass er am zweiten Tag noch besser schmeckt.
Wenn Kinder mitessen, kann man das Bittermandelaroma weglassen und nur Vanille verwenden. Der Geschmack bleibt trotzdem rund und angenehm.
Für mich ist dieser Kuchen ein echtes Wohlfühlrezept. Er ist nicht modern, nicht leicht, nicht trendy – aber ehrlich, zuverlässig und genau richtig für gemütliche Nachmittage. Und manchmal ist genau das alles, was man braucht.
