Warum ich diesen Salat so liebe? Weil er zu allem passt. Ich serviere ihn oft als Beilage zum Grillen, wenn wir im Sommer draußen sitzen und die Nachbarn schon von weitem das Fleisch auf dem Rost riechen können. Aber auch als leichtes Abendessen funktioniert er, besonders wenn man ihn mit einem Stück Brot isst oder etwas Feta-Käse darüber bröselt. Ich habe sogar Freundinnen, die schwören, dass er mit gebratenem Hähnchenstreifen ein perfektes Mittagessen ist. Für mich ist es aber auch einfach ein Salat, den man pur essen kann – eine Schüssel, eine Gabel, und ich bin glücklich.
Meine Kinder mögen ihn unterschiedlich. Der Kleine fischt sich meistens nur die Gurken heraus und lässt den Kohl liegen. Meine Tochter hingegen liebt Paprika über alles, sie knabbert schon während ich schneide. Manchmal muss ich sie regelrecht bremsen, sonst bleibt am Ende gar nichts mehr für den eigentlichen Salat übrig. Und mein Mann, wie gesagt, freut sich jedes Mal, wenn er den großen Schüssel auf dem Tisch sieht. Er sagt immer: „Das ist so ein richtiger Wohlfühlsalat, macht satt, aber nicht schwer.“
Einmal hatte ich Gäste zu Besuch, und ich habe den Salat spontan gemacht, weil ich nichts anderes da hatte. Ich dachte mir: „Naja, besser als gar nichts.“ Aber die Reaktionen waren so begeistert, dass ich das Rezept danach fünf Mal aufschreiben musste. Eine Freundin hat ihn sogar bei einer Familienfeier mitgebracht und meinte später: „Alle wollten wissen, wie ich den gemacht habe.“ Ich musste lachen und habe gesagt: „Das ist doch nur ein einfacher Gurken-Kohl-Paprika-Salat!“ Aber genau das ist das Schöne: Oft sind es die einfachen Dinge, die am besten ankommen.
Natürlich kann man den Salat auch variieren. Wenn ich Lust auf etwas mehr Frische habe, gebe ich ein paar Apfelstücke dazu – das klingt vielleicht ungewohnt, aber die leichte Süße passt wunderbar zu den knackigen Gurken und dem Kohl. An heißen Tagen gebe ich manchmal sogar ein paar Eiswürfel in die Schüssel, bevor ich den Salat serviere, dann bleibt er extra kühl. Und wenn ich eine Low-Carb-Variante möchte, dann lasse ich das Brot weg und genieße ihn einfach pur.
Mein Tipp: Macht den Salat ruhig ein bisschen früher, bevor ihr ihn servieren wollt. Er zieht gut durch und schmeckt dann noch aromatischer. Aber nicht zu lange im Kühlschrank lassen, sonst wird das Gemüse zu weich.
So ein Salat ist für mich nicht nur ein Rezept, sondern ein Stück Alltag. Es ist wie ein kleiner Anker, wenn der Tag hektisch war und man einfach nur etwas Frisches, Gesundes und Leichtes essen möchte. Er ist schnell gemacht, voller Vitamine, bunt und macht trotzdem satt. Und jedes Mal, wenn ich ihn auf den Tisch stelle, denke ich daran, wie meine Mutter schon damals in unserer alten Küche stand, das Gemüse schnitt und sagte: „Iss deinen Salat, das ist gut für dich.“ Heute sage ich denselben Satz zu meinen Kindern – und ein bisschen muss ich dann immer schmunzeln.
