Es war ein ganz gewöhnlicher Mittwochmorgen, als ich mit meinem Kaffee am Küchentisch saß und in den grauen Himmel hinausschaute. Die Kinder waren in der Schule, mein Mann im Büro, und ich blätterte lustlos durch den Wochenprospekt vom Supermarkt, während der Kaffeegeruch meine kleine Küche erfüllte. Alles wie immer – bis es klingelte. Der Postbote stand vor der Tür, in der Hand ein kleines Paket, unscheinbar, ohne Absender, ohne Logo, einfach nur ein kleines Päckchen. “Ein Paket für Sie”, sagte er freundlich, und ich nahm es, nicht ahnend, dass es mich in ein kleines Abenteuer stürzen würde.
Das Paket war leicht, fast federleicht. Ich schüttelte es vorsichtig, hörte ein leises Klackern, und sofort begann mein Kopf zu rattern: Was konnte das wohl sein? Ein verspätetes Geburtstagsgeschenk? Eine Bestellung, die ich vergessen hatte? Oder gar ein Scherzpaket von einer Freundin? Ich setzte mich wieder an den Tisch, öffnete den schlichten Karton und fand darin – drei kleine Glasröhrchen, sorgfältig eingepackt in Seidenpapier. In jedem der Röhrchen lagen drei winzige Kugellager, glänzend wie kleine silberne Perlen. Ich nahm eines heraus, drehte es in der Hand, schüttelte es ein wenig und lauschte dem leisen Rasseln der Kugeln im Glas. So simpel und doch so geheimnisvoll. Was um alles in der Welt sollte das sein?
