Zubereitung:
Zuerst einmal heizt ihr den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vor. Während der Ofen auf Temperatur kommt, widmen wir uns den Kartoffeln. Am besten nehmt ihr festkochende Kartoffeln, weil sie beim Backen schön knusprig werden und gleichzeitig innen zart bleiben. Wascht die Kartoffeln gründlich unter fließendem Wasser, um jeglichen Schmutz zu entfernen. Danach schält ihr sie oder, wenn euch die Schale schmeckt und ihr Bio-Kartoffeln verwendet, könnt ihr sie auch dranlassen – das gibt eine zusätzliche Textur und einen intensiveren Geschmack.
Jetzt werden die Kartoffeln in etwa ein- bis zwei Zentimeter dicke Scheiben oder kleine Spalten geschnitten. Die Form könnt ihr je nach Lust und Laune machen, allerdings ist es wichtig, dass die Stücke ungefähr gleich groß sind, damit sie alle gleichmäßig garen. Legt die Kartoffelstücke in eine große Schüssel.
Die Knoblauchzehe wird ganz fein gehackt oder mit einer Knoblauchpresse zerdrückt, sodass sie später ihr Aroma schön gleichmäßig abgibt, ohne zu dominant zu sein. Dann kommt das Olivenöl dazu, zusammen mit dem getrockneten Oregano, dem Paprikapulver und einer ordentlichen Prise Salz und Pfeffer. Wer es gerne ein bisschen schärfer liebt, kann am Ende auch eine Prise Chiliflocken dazugeben. Alles wird nun gut miteinander vermengt, sodass jede Kartoffel von dem Gewürzöl überzogen ist. Das ist wichtig, denn so kann der Geschmack beim Backen richtig schön einziehen.
Legt dann ein backofenfestes Blech oder eine große Auflaufform mit Backpapier aus. Verteilt die Kartoffeln darauf in einer einzigen Schicht. Sie sollten nicht so übereinanderliegen, damit sie überall gleich knusprig werden können. Ab nun geht es ans Backen.
Schiebt das Blech in den Ofen und backt die Kartoffeln für etwa 25 Minuten. Nach diesem ersten Backgang nehmt ihr das Blech heraus und dreht die Kartoffeln vorsichtig mit einem Pfannenwender oder zwei Gabeln um. So werden alle Seiten schön knusprig. Jetzt zerbröckelt ihr den Feta grob über den Kartoffeln – nicht zu fein, damit er nicht komplett zerläuft, sondern seine Form behält und schön cremig bleibt. Anschließend gebt ihr alles zurück in den Ofen und lasst es weitere 15 Minuten backen. Während dieser Zeit wird der Feta warm und leicht gebräunt, die Kartoffeln noch knuspriger.
Wenn das Gericht fertig ist, nehmt ihr das Blech aus dem Ofen. Mit frisch gepresstem Zitronensaft beträufelt die Kartoffeln noch leicht, um einen kleinen Frischekick hinzuzufügen. Zum Schluss streut ihr frische Kräuter darüber – Thymian oder Rosmarin passen perfekt und sorgen für Aroma und Farbe.
Serviert wird das Ganze am besten sofort, solange die Kartoffeln noch knusprig und der Feta schön warm sind. Ihr könnt dazu einen frischen Salat reichen oder auch ein Joghurt-Dip, wenn ihr Lust auf etwas Cremiges habt. Aber selbst pur sind diese knusprigen Feta Kartoffeln ein Genuss.
Tipps und Varianten:
Jetzt, wo ihr das Grundrezept kennt, möchte ich euch noch ein paar hilfreiche Tipps und Anregungen mitgeben, damit ihr dieses Gericht ganz nach eurem Geschmack anpassen und perfektionieren könnt.
Zunächst einmal könnt ihr beim Käse variieren. Feta ist klassisch, aber wenn ihr mögt, könnt ihr auch Ziegenkäse nehmen. Das gibt einen noch intensivem Geschmack. Wer es milder mag, kann Mozzarella oder sogar Halloumi ausprobieren – allerdings verändert sich dann die Backzeit etwas, weil diese Sorten anders schmelzen und bräunen.
Bei den Gewürzen könnt ihr frei experimentieren. Neben Oregano passt auch Thymian sehr gut – frisch oder getrocknet. Wer auf der Suche nach etwas mehr Würze ist, probiert mal Kreuzkümmel oder geräuchertes Paprikapulver. Das verleiht dem Gericht eine leicht exotische Note. Auch ein Hauch Curry kann sehr interessant sein. Das Salz solltet ihr je nach Feta-Marke vorsichtig dosieren, manche Fetakäse sind schon sehr salzig.
In der Zubereitung könnt ihr die Kartoffeln auch in der Schale backen und sie dann im heißen Zustand halbieren und mit Feta belegen – hierdurch bleibt die Kartoffel im Inneren besonders saftig. Ebenfalls schön schmeckt es, wenn ihr vor dem Backen die Kartoffelstücke etwas vorkocht, damit die Garzeit im Ofen kürzer ist und mehr Knusprigkeit entsteht. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn ihr ganz dicke Scheiben oder große Spalten macht.
Für die ganz schnelle Vorbereitung könnt ihr auch fertige Ofenkartoffeln aus dem Supermarkt nehmen – so spart ihr euch die Arbeit mit dem Schälen und Schneiden und habt trotzdem das tolle Aroma durch den Feta und die Gewürze.
Die Aufbewahrung der Kartoffeln ist einfach: Ihr könnt sie im Kühlschrank gut zwei Tage aufbewahren, am besten in einer luftdichten Dose. Zum Aufwärmen gebt ihr sie noch einmal kurz in den Ofen oder nutzt eine Pfanne, damit die Kartoffeln wieder knusprig werden und nicht zu matschig sind. Mikrowelle ist weniger zu empfehlen, da geht viel von der schönen Knusprigkeit verloren.
Dieses Rezept eignet sich wunderbar für viele Gelegenheiten. Es ist schnell gemacht und damit ein tolles Abendessen nach einem langen Tag. Auch für Gäste ist das Gericht ein echter Hingucker, weil es sich so unkompliziert vorbereiten lässt, aber doch besonders schmeckt. Bei Familienfesten oder als Beilage zu gegrilltem Fleisch kommt es ebenfalls super an. Und nicht zuletzt ist es eine leckere Möglichkeit, viele Kartoffeln mal auf eine neue Art zu genießen, wenn man mal wieder Lust auf etwas Herzhaftes, aber nicht zu Schweres hat.
Zu guter Letzt: Achtet darauf, die Kartoffeln nicht zu dicht auf dem Blech zu legen und sie zwischendurch zu wenden. Das verhindert, dass sie zu weich werden und macht aus dem Gericht tatsächlich eine Knusper-Explosion. Lasst euch außerdem Zeit beim Bröckeln des Fetas – nicht zu klein machen, der Käse soll seine cremige Textur behalten und schön neben den Kartoffeln den Geschmack abrunden. Wenn ihr das beherzigt, ist der Erfolg garantiert.
Ich wünsche euch viel Freude beim Nachkochen und hoffe, dass diese knusprigen Feta Kartoffeln auch bei euch schnell zum Liebling werden. Es ist ein Gericht, das mit wenig Aufwand bezaubert, herrlich duftet und die ganze Familie vereint – manchmal sind es eben genau diese einfachen Rezepte, die am meisten Freude bereiten. Guten Appetit!
