Es gibt Kuchen, die man einmal backt und danach nie wieder, weil sie irgendwie nett, aber unscheinbar sind. Und dann gibt es solche, die plötzlich in der Familie „einschlagen“, sodass jeder Geburtstag, jedes Sommerfest und jeder Kaffeenachmittag ohne dieses eine Rezept irgendwie unvollständig wirkt. So war es bei meinem Fantakuchen mit Paradiescreme und Mandarinen. Ich kann mich noch genau an den ersten Moment erinnern, als ich ihn gebacken habe: ein warmer Frühlingstag, kaum Zeit, Gäste standen praktisch schon vor der Tür, und ich brauchte etwas, das schnell geht, aber trotzdem Eindruck macht. Und wie es manchmal so ist — gerade die spontanen Kuchen werden die größten Lieblinge.
Seitdem ist dieser fruchtig-luftige Kuchen der heimliche Star auf jeder Tafel. Die Kombination aus dem lockeren, leicht spritzigen Fantaboden, der an Limonade aus Kindheitstagen erinnert, und der cremig-frischen Zitronen-Paradiescreme ist einfach unschlagbar. Dazu die saftigen Mandarinen, die sich wie kleine Sonnenstücke in der Creme verstecken, und obendrauf ein paar Sahnetuffs — und schon entsteht ein Kuchen, der gleichzeitig leicht, sommerlich und trotzdem herrlich cremig ist. Ein Kuchen, der nicht schwer im Magen liegt, aber die Seele wärmt.
Ich schreibe dir den Kuchen so auf, wie ich ihn immer mache — unaufgeregt, unkompliziert und mit den kleinen Tipps, die man erst nach Jahren des Backens lernt. Vielleicht wird er ja auch bei dir ein fester Bestandteil deiner Familienfeste.
Zutaten
Für den Boden
2 Eier
80 g Zucker
200 g Mehl
7 g Backpulver
80 ml Fanta
80 ml Sonnenblumenöl
Für die Paradiescreme
400 g Sahne
300 ml Milch
3 Päckchen Paradiescreme „Zitrone“
Für die Fruchteinlage
2 kleine Dosen Mandarinen (Abtropfgewicht zusammen ca. 350 g)
Für die Dekoration
100 g Sahne
1 TL San-apart (oder Sahnesteif)
Zubereitung – so mache ich es seit Jahren
Wenn du den Kuchen zum ersten Mal machst, wirst du staunen, wie schnell alles geht. Ich beginne immer mit den Mandarinen, denn sie sollen genug Zeit haben, gut abtropfen zu können. Wenn zu viel Saft in der Creme landet, wird sie später weich und rutscht — und das wollen wir nicht.
Ich stelle also zwei kleine Dosen Mandarinen in ein Sieb, lasse sie gemütlich abtropfen und gebe ihnen ein paar Minuten Ruhe. Nebenbei heize ich den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor. Dann mische ich den Teig. Eier und Zucker kommen in eine Schüssel und werden kurz schaumig geschlagen. Danach mische ich Mehl und Backpulver zusammen, damit beides gleichmäßig im Teig verteilt ist. Ich gebe die trockenen Zutaten zu den Eiern, gieße Fanta und Sonnenblumenöl hinein und rühre, bis ein glatter, fluffiger Teig entsteht. Es riecht schon in diesem Moment nach Sommer — ich liebe das.
Nun stelle ich meinen Backrahmen auf 20 × 26 cm ein und lege alles mit Backpapier aus. Ich gieße den Teig hinein, streiche die Oberfläche glatt und schiebe das Ganze für etwa 18–20 Minuten in den Ofen. Der Boden geht leicht auf, bekommt eine schöne goldene Farbe und duftet ein bisschen nach Limo und etwas Kindheit.
Während der Boden abkühlt, kommt die Creme dran. Dazu schlage ich die Sahne zusammen mit der Milch und den drei Päckchen Paradiescreme auf. Das geht erstaunlich schnell — in weniger als zwei Minuten entsteht eine unglaublich luftige, stabile, zitronige Creme. Nun hebe ich die Mandarinen unter — vorsichtig, damit sie nicht zerfallen. Schon ist die Füllung fertig.
Wenn der Boden vollständig kalt ist, verteile ich die Paradiescreme-Mandarinen-Mischung darüber und streiche sie glatt. Danach wandert der Kuchen mindestens eine Stunde in den Kühlschrank. Diese Zeit ist wichtig, weil die Creme sich setzt und der Kuchen später sauber geschnitten werden kann.
Kurz vor dem Servieren schlage ich 100 g Sahne mit etwas San-apart steif und spritze kleine Tuffs auf den Kuchen. In die Mitte jeder Sahnerosette setze ich nochmals ein kleines Mandarinenstück — einfach, hübsch und absolut passend zum Geschmack.
