Nach seinem Tod war erst mal alles irgendwie vorbei. Die Familie ist gekommen, hat alles geregelt, und ich dachte, das war’s jetzt. Bis ein paar Wochen später dieser Anruf kam… Da hatte jemand unter einem Bett einen Umschlag mit meinem Namen drauf gefunden. Ein Brief von ihm. Ich kann gar nicht richtig beschreiben, wie ich gezittert hab, als ich den gelesen hab – er hat sich bedankt. Für alles. Und dann stand da auf einmal: Er hinterlässt mir so ein kleines Haus am See. Komplett verrückt.
Und wisst ihr was? Am Ende ist das Haus schön, aber das Wichtigste war, dass jemand gesehen hat, dass ich einfach da war. Ohne viel Aufhebens. Dass das was bedeutet hat. Das hab ich, glaube ich, vorher nie so verstanden.
Ich denke heute noch oft daran zurück. An die Nachmittage in dem Haus, die Ruhe, die kleinen Rituale. Ist schon irgendwie krass, wie sehr sowas hängen bleibt.
Wie seht ihr das eigentlich – hattet ihr auch mal so einen Moment, wo ein einfaches „Danke“ euch richtig berührt hat? Oder dass ihr plötzlich wusstet: Mein Dasein, meine Zeit, die zählt für jemand anderen? Bin gespannt auf eure Geschichten!
