12.01.2026

Darum sollten Sie vor dem Urlaub immer ein umgedrehtes Glas und ein Stück Papier in die Spüle legen

Urlaub – allein dieses Wort weckt in uns eine ganze Kaskade von Gefühlen. Vorfreude, Sehnsucht nach Erholung, ein kleines Kribbeln im Bauch, weil man endlich aus dem Alltag ausbricht und etwas Neues erlebt. Wenn ich an meine eigenen Urlaube zurückdenke, sehe ich mich schon Wochen vorher Listen schreiben: Was muss eingepackt werden, welche Kleidung brauche ich, habe ich die Sonnencreme, den Reisepass, die Versicherungskarte, genug Ladegeräte für alle Geräte? Gleichzeitig kreisen die Gedanken aber auch um das Zuhause, das ja leer zurückbleibt. Man möchte die Pflanzen nicht verdursten lassen, den Kühlschrank nicht mit vergessenen Lebensmitteln vollstopfen, die dann in der Wärme anfangen zu riechen, und natürlich will man auch sicher sein, dass man kein Fenster offen gelassen hat. Diese Kleinigkeiten können einem nach einer schönen Reise die Heimkehr verderben, wenn man sie übersieht.

Eine kleine Geste, die ich selbst lange nicht kannte, hat mir allerdings schon mehrfach eine sehr unangenehme Überraschung erspart. Es geht um einen simplen Trick: Man legt ein Stück Küchenpapier über den Abfluss der Spüle und stellt ein Glas oder einen Becher verkehrt herum darauf. Es klingt fast lächerlich einfach, fast wie eine dieser kuriosen Tipps, die man auf Social Media sieht und über die man erstmal schmunzelt. Doch seit ich das zum ersten Mal ausprobiert habe, schwöre ich darauf, und ich erzähle es mittlerweile jedem, der mich nach meinen Urlaubsvorbereitungen fragt. Denn nichts ist schlimmer, als nach einer erholsamen Reise die Haustür zu öffnen und von einem muffigen, abgestandenen Geruch aus dem Abfluss empfangen zu werden.

Vielleicht kennen Sie das: Man kommt nach Hause, schleppt die Koffer in die Wohnung, freut sich auf die eigene Dusche, auf das eigene Bett, und noch bevor man richtig zur Ruhe kommt, weht einem ein unangenehmer Geruch entgegen. Man sucht die Ursache – der Müll ist draußen, die Fenster waren gekippt, alles wirkt sauber. Doch dann beugt man sich über die Spüle, und schon merkt man: Da kommt es her. Das Wasser im Siphon ist verdunstet, die natürliche Barriere gegen Kanalgerüche hat sich aufgelöst, und nun steigt das hoch, was sonst im Rohr bleibt. Glauben Sie mir, das ist kein schöner Moment. Es riecht muffig, manchmal sogar faulig, und man möchte am liebsten sofort wieder ins Hotel zurückfahren.

Genau hier setzt der Trick mit dem Glas und dem Küchenpapier an. Wenn Sie vor dem Urlaub den Abfluss gründlich reinigen – am besten mit etwas heißem Wasser und einem Spritzer Essig –, dann legen Sie ein einfaches Stück Küchenpapier über den Abfluss und stellen ein Glas umgedreht darauf. Das Glas dient als Gewicht, das Papier als zusätzliche Barriere. Selbst wenn das Wasser im Siphon etwas verdunstet, verhindert das Papier, dass Gerüche oder kleine Insekten den Weg nach oben finden. Es ist fast so, als würden Sie Ihrer Spüle einen kleinen Deckel aufsetzen, bevor Sie die Wohnung verlassen.

Ich erinnere mich noch gut an den Sommer vor ein paar Jahren, als ich diesen Trick zum ersten Mal ausprobierte. Wir hatten damals eine längere Reise nach Spanien geplant, und ich war etwas im Stress, weil ich neben dem Packen auch noch den Garten organisieren musste. Die Nachbarin sollte die Blumen gießen, und ich wollte ihr nicht zumuten, dass sie beim Betreten der Küche gleich von einem unangenehmen Geruch begrüßt wird. Eine Bekannte erzählte mir von dem Tipp mit dem Glas, und ich war ehrlich gesagt skeptisch. Ein Glas auf ein Stück Küchenrolle – sollte das wirklich helfen? Aber da es ja nichts kostete, habe ich es einfach probiert. Als wir nach zwei Wochen wiederkamen, war das erste, was ich tat, den Schlüssel ins Schloss zu stecken und zu hoffen, dass alles gut ist. Und tatsächlich: Kein Geruch, keine Überraschung, nur eine angenehm kühle Wohnung, die auf uns wartete. Seitdem gehört dieser kleine Trick zu meinen festen Ritualen vor jeder Reise.

Interessant ist auch, dass nicht nur Hausfrauen oder Hobbyköche diesen Trick kennen, sondern sogar Installateure ihn empfehlen. Ein Handwerker aus unserer Nachbarschaft erzählte mir, dass er jedes Jahr nach dem Sommerurlaub zu Dutzenden von Haushalten gerufen wird, weil die Menschen den Gestank aus der Spüle nicht mehr loswerden. „Dabei ist es so einfach“, sagte er lachend. „Einfach den Abfluss spülen, ein bisschen Weißweinessig hineingießen, ein Tuch drauf und ein Glas darüberstellen – und schon bleibt alles frisch.“

Natürlich könnte man auch spezielle Abflussstopfen verwenden, aber die liegen bei mir meistens irgendwo in einer Küchenschublade, und ich finde sie nie, wenn ich sie brauche. Ein Glas und ein Stück Küchenpapier dagegen habe ich immer zur Hand. Außerdem finde ich es fast schon beruhigend, wenn ich am Abend vor der Abreise noch einmal durch die Küche gehe, das Glas über den Abfluss stülpe und weiß: Jetzt ist alles erledigt.

Doch warum eigentlich gerade ein Glas? Das Küchenpapier allein würde ja schnell verrutschen oder sich beim kleinsten Luftzug bewegen. Aber mit einem Glas als Gewicht bleibt es an Ort und Stelle. Es schließt den Abfluss ab, ohne ihn komplett zu blockieren, und sorgt dafür, dass Luft und Gerüche nicht so einfach nach oben dringen können. Manche stellen auch eine kleine Schale Wasser dazu, um die Luftfeuchtigkeit zu halten – das kann gerade im Sommer helfen, wenn die Wohnung durch die Hitze schnell austrocknet.

Ein weiterer Tipp, den ich gerne gebe: Schütten Sie nicht nur heißes Wasser, sondern auch ein wenig Essig oder sogar einen Löffel Backpulver in den Abfluss, bevor Sie das Glas daraufstellen. Das neutralisiert Bakterien und verhindert, dass sich unangenehme Gerüche bilden. Meine Mutter hat das immer so gemacht, und ich habe es übernommen. Es ist ein kleiner Handgriff, der aber eine große Wirkung haben kann.

Neben dem praktischen Nutzen hat dieser kleine Trick für mich auch etwas Symbolisches. Wenn ich das Glas über die Spüle stülpe, habe ich das Gefühl, einen Punkt zu setzen. So, als würde ich meinem Zuhause sagen: „Mach’s gut, wir sehen uns bald wieder.“ Ich weiß, dass alles in Ordnung ist, dass keine bösen Gerüche oder ungebetenen Gäste auf mich warten, und ich kann mit ruhigem Gewissen in den Urlaub fahren.

Natürlich gibt es noch viele andere kleine Dinge, die man vor einer Reise beachten kann: den Kühlschrank leeren, damit keine Lebensmittel verderben, die Heizung herunterdrehen, die Fenster schließen, die Post abbestellen oder den Nachbarn bitten, nach dem Rechten zu sehen. Doch der Trick mit dem Glas in der Spüle ist so simpel und effektiv, dass er inzwischen zu meinen absoluten Favoriten gehört.

Ich habe ihn schon oft weiterempfohlen, und fast jedes Mal bekomme ich ein paar Wochen später eine Nachricht: „Du hattest recht, es hat wirklich funktioniert!“ Manche Freundinnen haben sogar erzählt, dass sie vorher jahrelang Probleme mit unangenehmen Gerüchen hatten, wenn sie von Reisen zurückkehrten, und dass es jetzt endlich vorbei sei. Und wenn ich ehrlich bin: Es macht mich ein bisschen stolz, dass ich so einen simplen, aber hilfreichen Tipp weitergeben konnte.

Mit der Zeit habe ich mir angewöhnt, kleine Rituale rund um die Urlaubsplanung zu entwickeln. Neben dem Glas in der Spüle gehört dazu zum Beispiel, die Betten frisch zu überziehen. Es gibt nichts Schöneres, als nach einer langen Autofahrt oder einem Flug in ein frisch gemachtes Bett zu fallen. Ich stelle auch immer ein kleines Glas mit frischen Blumen auf den Tisch, damit die Wohnung freundlich wirkt, wenn wir zurückkommen. All diese kleinen Dinge kosten nicht viel, aber sie machen einen großen Unterschied.

Es ist erstaunlich, wie solche einfachen Tricks nicht nur praktisch sind, sondern auch emotional wirken. Denn wenn man weiß, dass man alles zu Hause in Ordnung hinterlassen hat, kann man im Urlaub wirklich loslassen. Man sitzt am Strand, hört das Rauschen der Wellen und weiß: Zuhause ist alles in Sicherheit, das Kissen wird trocken sein, die Spüle riecht frisch, die Blumen werden gegossen. Und das gibt eine Ruhe, die unbezahlbar ist.

Vielleicht fragen Sie sich, ob dieser Trick auch im Winter sinnvoll ist. Schließlich verdunstet das Wasser im Siphon vor allem im Sommer schneller, wenn die Temperaturen hoch sind. Meine Erfahrung ist: Ja, es lohnt sich immer. Denn auch im Winter kann es passieren, dass durch die Heizungsluft die Räume trocken werden und das Wasser im Abfluss langsamer verdunstet, aber dennoch nach ein paar Wochen verschwindet. Und wenn man dann nach einem schönen Winterurlaub nach Hause kommt, möchte man nicht, dass die Freude am Weihnachtsbaum durch unangenehme Gerüche getrübt wird.

Für mich ist der Spargelsalat mit Schinken und Ei übrigens ein ähnliches Beispiel für ein einfaches, aber wirkungsvolles Rezept wie das Glas-in-der-Spüle-Tricklein für den Haushalt. Beide zeigen, dass man mit ganz wenig Aufwand etwas Großes bewirken kann – sei es ein köstlicher Salat oder ein frisches Zuhause nach der Reise.

Und wenn ich so darüber nachdenke, dann hat dieses Ritual sogar etwas Beruhigendes: Ich stehe in meiner Küche, habe die Koffer schon gepackt, schaue noch einmal in den Kühlschrank, räume die letzten Reste weg, wische die Arbeitsfläche ab, falte ein Stück Küchenpapier, lege es über den Abfluss und stülpe ein Glas darauf. Ein so kleines Ding, das aber bewirkt, dass ich nachts im Hotel ruhiger schlafe, weil ich weiß: Zuhause ist alles in Ordnung.

Das ist vielleicht die wichtigste Botschaft dieses Tricks: Manchmal sind es nicht die großen, teuren Anschaffungen, die unser Leben einfacher machen, sondern die kleinen, unscheinbaren Handgriffe, die uns das Gefühl geben, vorbereitet zu sein. Ein umgedrehtes Glas in der Spüle kostet nichts, braucht keine zwei Minuten Zeit und erspart einem hinterher jede Menge Ärger.

Seit ich diesen Trick kenne, ist er fester Bestandteil meiner Routine geworden. Meine Kinder lachen manchmal darüber, wenn sie mich mit Glas und Küchenpapier hantieren sehen, aber gleichzeitig fragen sie dann: „Mama, warum machst du das eigentlich immer?“ Und dann erzähle ich ihnen die Geschichte von dem Sommer, als ich nach zwei Wochen Urlaub nach Hause kam und das ganze Haus nach Abfluss roch. Und wie sehr ich mir damals gewünscht hätte, diesen einfachen Tipp schon früher gekannt zu haben.

Vielleicht ist es genau das, was unsere alltäglichen Rituale so wertvoll macht: Sie sind klein, unscheinbar, manchmal fast lächerlich einfach – aber sie geben uns Sicherheit. Und in einer Welt, in der so vieles unsicher und unvorhersehbar ist, ist diese Sicherheit Gold wert.

Also, wenn Sie das nächste Mal verreisen, probieren Sie es einfach aus. Reinigen Sie die Spüle gründlich, geben Sie einen Schuss Essig ins Abflussrohr, legen Sie ein Stück Küchenpapier darüber und stülpen Sie ein Glas darauf. Dann schließen Sie die Tür hinter sich, gehen mit einem guten Gefühl in den Urlaub und freuen sich darauf, nach Ihrer Rückkehr nicht von unangenehmen Gerüchen, sondern von der vertrauten Frische Ihrer Küche begrüßt zu werden.

Und vielleicht denken Sie dann an diesen Artikel und daran, dass es manchmal wirklich die kleinsten Dinge sind, die unser Leben leichter, schöner und entspannter machen. Für mich ist es inzwischen ein fester Bestandteil jeder Reisevorbereitung – und ich verspreche Ihnen: Auch für Sie kann dieser kleine Trick den Unterschied machen, zwischen einem muffigen Empfang und einem warmen „Willkommen zurück“ in den eigenen vier Wänden.