Zubereitung
Die gefrorenen Bananenstücke direkt aus dem Tiefkühlfach in einen leistungsstarken Mixer geben.
Kakaopulver, Erdnussbutter, Vanille und zunächst ungefähr die Hälfte der Milch hinzufügen.
Mit wenig Flüssigkeit zu beginnen ist wichtig. Gibt man sofort die gesamte Milch hinein, wird der Frosty schnell zu dünn und ähnelt eher einem normalen Schokoladenshake.
Alles zunächst einige Sekunden langsam mixen.
Gerade am Anfang kann es passieren, dass sich die gefrorenen Bananenstücke am Rand sammeln. Dann den Mixer ausschalten, die Masse mit einem Spatel nach unten schieben und erneut mixen.
Nach und nach etwas von der restlichen Milch hineingeben.
Die Mischung wird zuerst krümelig wirken, anschließend aber plötzlich sehr cremig werden. Genau dieser Moment ist immer schön zu beobachten. Aus ein paar gefrorenen Bananenstücken entsteht innerhalb weniger Sekunden eine richtig dicke Schokoladencreme.
Nun die Eiswürfel dazugeben.
Noch einmal auf hoher Stufe mixen, bis keine größeren Eisstücke mehr vorhanden sind und der Frosty eine gleichmäßige, samtige Konsistenz bekommen hat.
Jetzt unbedingt einmal probieren.
Je nachdem, wie reif die Bananen waren und welches Kakaopulver man verwendet hat, kann die Süße nämlich sehr unterschiedlich sein.
Wenn der Frosty schon süß genug ist, braucht man überhaupt keinen zusätzlichen Honig oder Ahornsirup. Wer es etwas süßer mag, gibt 1–2 Esslöffel hinein und mixt noch einmal kurz.
Ich gebe außerdem gern eine winzige Prise Salz dazu. Das klingt bei einem süßen Dessert vielleicht etwas ungewöhnlich, aber gerade mit Erdnussbutter und Schokolade funktioniert es wunderbar. Die Schokolade schmeckt dadurch sogar etwas intensiver.
Die fertige Creme sofort in zwei hohe Gläser füllen.
Wer diesen schönen Frosty-Look wie auf dem Bild möchte, kann die Masse mit einem großen Löffel einfüllen und anschließend oben etwas auftürmen.
Noch hübscher wird es mit einem Spritzbeutel mit sehr großer Öffnung. Dafür muss der Frosty allerdings wirklich schön dick sein.
Direkt servieren.
Je länger er bei Zimmertemperatur steht, desto weicher wird er natürlich.
So bekommt der Frosty diese richtig dicke Konsistenz
Das Geheimnis sind tatsächlich die gefrorenen Bananen.
Wenn man einfach frische Banane verwendet und dafür mehr Eiswürfel nimmt, wird das Getränk zwar kalt, aber meistens deutlich wässriger. Gefrorene Banane funktioniert dagegen fast wie eine natürliche Eiscremebasis.
Deshalb würde ich für zwei große Portionen wirklich zwei komplett gefrorene Bananen verwenden.
Der zweite wichtige Punkt ist die Flüssigkeitsmenge.
Bei Milchshakes denkt man schnell: Je mehr Milch, desto besser lässt sich alles mixen. Das stimmt zwar technisch, aber genau dadurch verliert man diese dicke Konsistenz.
Ich starte deshalb immer mit ungefähr 70 ml Milch.
Erst wenn der Mixer Schwierigkeiten hat, gebe ich schluckweise mehr hinein.
Manchmal braucht man am Ende nur 100 ml, manchmal eher 150 ml. Das hängt stark vom Mixer und von der Größe der Bananen ab.
Auch bei der Erdnussbutter gibt es Unterschiede. Sehr flüssige Erdnussbutter macht den Frosty etwas weicher, während eine dickere cremige Sorte mehr Struktur gibt.
Welche Erdnussbutter eignet sich?
Eigentlich jede cremige Erdnussbutter.
Ich würde lediglich keine extrem grobe Sorte mit vielen großen Nussstücken verwenden, wenn der Frosty so glatt wie auf dem Foto werden soll.
Eine klassische cremige Erdnussbutter funktioniert am besten.
Wer den Erdnussgeschmack stärker haben möchte, kann problemlos 4 Esslöffel verwenden. Ich finde allerdings drei Esslöffel ideal, weil dann Schokolade, Banane und Erdnussbutter ungefähr gleichmäßig zur Geltung kommen.
Auch Mandelmus funktioniert sehr gut.
Mit Haselnussmus wird daraus fast schon eine Art Schoko-Nuss-Frosty.
Der Kakao macht einen großen Unterschied
Für dieses Rezept würde ich unbedingt ungesüßtes Kakaopulver nehmen.
Trinkkakao enthält meistens schon ziemlich viel Zucker und schmeckt deutlich milder. Dadurch verliert man etwas von diesem intensiven Schokoladengeschmack.
Ein dunkler Backkakao passt hervorragend.
Wenn Kinder mitessen und der Kakao ihnen vielleicht etwas zu herb ist, kann man nur 20–25 g verwenden und dafür etwas mehr Honig hinzufügen.
Ich persönlich mag den Frosty eher kräftig schokoladig.
Wenn man den ersten Löffel nimmt, soll er wirklich nach Schokolade schmecken und erst danach soll die Erdnussbutter durchkommen.
Noch schokoladiger
Für richtige Schokoladenfans kann man 30–40 g dunkle Schokolade schmelzen und kurz abkühlen lassen.
Diese beim letzten Mixvorgang langsam zum Frosty geben.
Das macht die Creme noch intensiver und ein kleines bisschen reichhaltiger.
Eine andere Möglichkeit sind 1–2 Esslöffel Schokoladenraspel.
Die gebe ich allerdings erst ganz am Ende hinzu und mixe nur zwei oder drei Sekunden. Dann bleiben noch kleine Schokoladenstückchen in der Creme.
Das schmeckt besonders gut, wenn man den Frosty mit einem Löffel isst.
Falls der Frosty zu flüssig geworden ist
Das passiert schnell.
Man gibt nur einen kleinen Schluck Milch zu viel hinein und plötzlich hat man eher einen Shake als einen Frosty.
Aber das lässt sich retten.
Einfach noch einige gefrorene Bananenstücke hinzufügen.
Alternativ funktionieren auch 3–4 zusätzliche Eiswürfel, allerdings wird der Geschmack dadurch etwas weniger intensiv.
Noch besser ist ein kleiner Löffel zusätzliche Erdnussbutter zusammen mit einigen gefrorenen Bananenstücken.
Danach noch einmal kräftig mixen.
Meistens wird die Masse innerhalb von wenigen Sekunden wieder deutlich dicker.
Falls die Masse zu dick ist
Das Gegenteil kann natürlich ebenfalls passieren.
Wenn sich der Mixer kaum noch bewegt und nur noch ein großes Stück gefrorene Creme darin sitzt, einfach 1–2 Esslöffel Milch hinzufügen.
Nicht gleich ein halbes Glas hineingießen.
Wirklich immer nur wenig Flüssigkeit dazugeben und erneut mixen.
Auf diese Weise findet man ziemlich schnell die perfekte Konsistenz.
Meine Lieblingsvariante
Ich mache den Frosty meistens mit:
2 gefrorenen Bananen, 30 g dunklem Kakao, 3 gehäuften Esslöffeln Erdnussbutter, ungefähr 120 ml Milch, Vanille und einer kleinen Prise Salz.
Zusätzlichen Zucker brauche ich bei sehr reifen Bananen meistens überhaupt nicht.
Oben gebe ich manchmal ein paar gehackte Erdnüsse darüber.
Wenn Besuch da ist, kommt noch ein dünner Streifen geschmolzene Schokolade an den Glasrand. Das sieht sofort deutlich aufwendiger aus, obwohl es kaum Arbeit macht.
Für Kinder kann man auch ein paar bunte Schokolinsen oder kleine Schokostückchen darüberstreuen.
Eine Variante ohne Banane
Nicht jeder mag Banane im Schokoladendessert.
Dann kann man stattdessen ungefähr 250 g gefrorenen griechischen Joghurt verwenden.
Dafür Joghurt vorher portionsweise einfrieren, beispielsweise in einer Eiswürfelform.
Zusammen mit Kakao, Erdnussbutter, Milch und etwas Honig entsteht ebenfalls eine sehr cremige Masse.
Sie schmeckt allerdings deutlich weniger süß und etwas frischer.
Hier braucht man meistens etwas mehr Honig oder Ahornsirup.
Extra cremig
Wenn Kalorien keine große Rolle spielen und es wirklich wie ein Dessert aus einem Café schmecken soll, kann man 50 ml der Milch durch Sahne ersetzen.
Dadurch wird die Creme noch weicher und voller.
Auch ein Esslöffel Mascarpone funktioniert überraschend gut.
Das ist natürlich nicht mehr die leichte Variante, aber wenn ich den Frosty als Dessert serviere, darf er ruhig ein bisschen üppiger sein.
Für mich ist das eigentlich Dessert und Getränk gleichzeitig
Genau deshalb mag ich dieses Rezept so gern.
Man kann die Konsistenz nämlich ganz einfach selbst bestimmen.
Mit etwas mehr Milch wird daraus ein cremiger Schoko-Erdnussbutter-Shake, den man bequem mit einem Strohhalm trinken kann.
Mit weniger Milch bekommt man dagegen fast eine Eiscreme.
Dann serviere ich den Frosty manchmal sogar in kleinen Dessertschalen statt in Gläsern.
Ein paar Schokoraspel darüber, vielleicht einige Bananenscheiben und gehackte Erdnüsse – fertig ist ein Dessert, bei dem niemand glaubt, dass die Grundlage eigentlich nur gefrorene Banane ist.
Besonders praktisch finde ich das Rezept, wenn spontan jemand vorbeikommt. Gefrorene Bananen habe ich inzwischen fast immer zu Hause. Kakao und Erdnussbutter sowieso.
Man braucht also keinen Kuchen zu backen und keine Creme stundenlang kaltzustellen.
Mixer an, fünf Minuten später steht das Dessert auf dem Tisch.
Und genau solche Rezepte landen bei mir meistens dauerhaft im Küchenalltag. Nicht weil sie besonders raffiniert oder kompliziert sind, sondern weil sie jedes Mal funktionieren.
Dieser Schoko-Erdnussbutter-Frosty ist dick, kalt, cremig, intensiv schokoladig und hat genau diese kleine salzig-nussige Note von der Erdnussbutter.
Und wenn oben noch dieser große cremige Wirbel aus dem Glas schaut, greift eigentlich jeder automatisch zum Löffel.
