Ich muss euch mal von dem Tag erzählen, als ich das erste Mal so eine cremige Garnelen-Pasta gemacht hab. Das war so’n Sonntag, wir hatten nix Besonderes daheim, aber irgendwie war mir danach, mal was zu machen, das so ein bisschen fancy aussieht – so „Restaurant-Feeling“ halt, aber ohne, dass ich ewig in der Küche steh. Ich hab also in den Kühlschrank geguckt, da lagen noch Garnelen, so’n halbes Päckchen Parmesan, und so’n angefangener Becher Sahne. Pasta sowieso, die hab ich immer auf Vorrat. Also dachte ich: Komm, Hellen, probier das mal, kann ja nicht so schwer sein. Und Leute, es war so gut – das mach ich seitdem echt regelmäßig, wenn ich mal beeindrucken will, aber ohne viel Aufwand.
Zutaten:
12 oz (also ungefähr 350 g) breite Nudeln wie Fettuccine oder Pappardelle
500 g Garnelen, geschält und entdarmt
2 Esslöffel Butter
2 Esslöffel Olivenöl
4 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 Becher Sahne (ca. 200 ml)
50 g Parmesan, gerieben
½ Teelöffel Salz
½ Teelöffel schwarzer Pfeffer
½ Teelöffel Chiliflocken (optional, je nachdem, ob du’s scharf magst)
1 Teelöffel italienische Gewürzmischung (oder einfach Oregano und Basilikum)
½ Tasse Nudelwasser (unbedingt aufheben!)
1 Esslöffel Zitronensaft
2 Esslöffel frische Petersilie, gehackt
Also, ich hab als Erstes die Nudeln gekocht – Wasser im großen Topf zum Kochen bringen, bisschen Salz rein, dann die Nudeln reinwerfen und so lange kochen, wie auf der Packung steht. Ich mach die immer al dente, weil wenn du sie zu weich kochst, dann werden sie in der Soße so matschig, und das mag ich gar nicht. Und ganz wichtig: Bevor du das Wasser abschüttest, unbedingt ne halbe Tasse Nudelwasser aufheben – das vergess ich so oft, aber das ist echt wichtig für die Soße später.
Während die Nudeln kochen, hab ich die Garnelen vorbereitet – Pfanne auf mittlere Hitze, Butter und Olivenöl rein, warten, bis’s so schön schäumt. Dann die Garnelen rein, bisschen Salz, Pfeffer und wenn du magst, die Chiliflocken drüber – ich mach die manchmal rein, manchmal nicht, je nachdem, ob die Kinder mitessen. Die Garnelen so 2-3 Minuten pro Seite braten, bis sie schön rosa und durch sind. Nicht zu lange, sonst werden sie zäh – das ist mir beim ersten Mal passiert, die waren dann so’n bisschen gummiartig, naja, daraus lernt man. Wenn sie fertig sind, raus aus der Pfanne und kurz beiseite stellen.
In derselben Pfanne – ich bin ja faul, will nicht extra noch mehr spülen – kommt dann der Knoblauch rein. Kurz anbraten, so ne Minute, bis es duftet – aber echt nur kurz, sonst verbrennt der und wird bitter, das mag keiner. Dann die Sahne reinkippen, Parmesan dazu, italienische Gewürze, Zitronensaft – alles rein in die Pfanne, schön umrühren, dass sich der Käse auflöst. Wenn’s zu dick ist, bisschen von dem Nudelwasser dazu – das ist echt so’n kleiner Trick, das macht die Soße schön cremig. Einfach so nach Gefühl, ich mess das nicht genau ab, sondern schau halt, wie’s aussieht.
Dann die Garnelen wieder zurück in die Soße, kurz unterrühren, dann die Nudeln rein und alles gut vermischen, dass die Pasta schön von der Soße überzogen ist. Ich schmeck dann nochmal ab – bisschen Salz, bisschen Pfeffer, je nachdem. Und dann Petersilie drüber – muss nicht, aber sieht halt hübsch aus, und wenn ich Gäste hab, mach ich das gerne, weil’s halt was hermacht.Und dann: Ab auf die Teller, sofort servieren, solange alles noch schön heiß und cremig ist. Ich sag euch, das ist so ein Gericht, da denken alle: „Wow, was hast du denn da gezaubert?“ – und dabei geht’s echt so fix. Perfekt, wenn du mal was Besonderes machen willst, ohne dass du dich stundenlang abmühst.
Ich hab die Pasta dann noch mit nem Glas Weißwein serviert – naja, für meinen Mann, ich hab mir selbst nen Tee gemacht, weil ich’s abends nicht so mit Alkohol hab. Aber gut, jeder wie er mag, ne?
Also echt, probier das mal – Garnelen, Pasta, cremige Soße, Knoblauch… das kann eigentlich gar nicht schlecht werden. Selbst wenn du mal zu viel Parmesan reinhaust oder die Garnelen ein bisschen zu lang brätst – ist alles halb so wild. Hauptsache, es schmeckt, und alle sitzen am Tisch, mampfen und sagen: „Danke, Mama, das war lecker!“ – und genau das ist doch das Schönste am Kochen, oder?
