Zubereitung
Den Backofen zunächst auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit ungefähr 26 cm Durchmesser sorgfältig einfetten. Wer möchte, kann den Boden zusätzlich mit Backpapier auslegen. Dadurch lässt sich der fertige Kuchen später besonders einfach aus der Form lösen.
Die Eier trennen. Eigelb und Eiweiß kommen zunächst in zwei unterschiedliche Schüsseln.
Die weiche Margarine zusammen mit dem Zucker in eine große Rührschüssel geben. Mit dem Handrührgerät einige Minuten cremig rühren. Anschließend die drei Eigelbe nacheinander hinzufügen und weiterrühren, bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist.
Jetzt den Magerquark dazugeben. Kurz verrühren und anschließend Grieß, Vanillepuddingpulver und eine kleine Prise Salz hinzufügen. Alles nur so lange vermischen, bis keine größeren Klümpchen mehr vorhanden sind.
Das Eiweiß in einer sauberen Schüssel steif schlagen. Dieser kleine zusätzliche Schritt lohnt sich, denn dadurch bekommt der Quarkkuchen später eine angenehm lockere Konsistenz.
Den Eischnee portionsweise zur Quarkmasse geben und vorsichtig mit einem Teigschaber unterheben. Nicht mehr kräftig mit dem Mixer arbeiten, damit möglichst viel von der eingeschlagenen Luft erhalten bleibt.
Die fertige Quarkmasse in die vorbereitete Springform geben und die Oberfläche glatt streichen.
Nun kommt der Kuchen auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens. Bei 170 °C etwa 65–70 Minuten backen. Die genaue Backzeit kann je nach Backofen und verwendeter Form etwas unterschiedlich ausfallen.
Während des Backens geht der Quarkkuchen deutlich auf. Das ist vollkommen normal. Ebenso normal ist es, wenn er nach dem Backen beim Abkühlen wieder etwas zusammensinkt. Das gehört bei einem bodenlosen Quarkkuchen dazu und hat keinen Einfluss auf den Geschmack.
Wird die Oberfläche gegen Ende zu dunkel, kann man den Kuchen locker mit einem Stück Alufolie oder Backpapier abdecken und fertig backen.
Nach Ende der Backzeit den Ofen ausschalten und die Tür einen Spalt öffnen. Den Kuchen noch etwa 15 Minuten darin stehen lassen. Danach herausnehmen und vollständig in der Form abkühlen lassen.
Gerade bei diesem Kuchen lohnt sich Geduld. Solange die Quarkmasse noch heiß ist, wirkt die Mitte möglicherweise sehr weich. Beim Abkühlen wird sie deutlich fester.
Erst wenn der Kuchen gut abgekühlt ist, vorsichtig mit einem dünnen Messer am Rand der Springform entlangfahren und anschließend den Ring lösen.
Vor dem Servieren etwas Puderzucker darüberstreuen.
Der erste Anschnitt zeigt dann genau, warum ich diesen einfachen Quarkkuchen so gerne mache: eine weiche, saftige Mitte, eine leicht gebräunte Oberfläche und ein feiner Vanillegeschmack. Dazu braucht es eigentlich nicht einmal Sahne.
Wer möchte, kann frische Beeren dazu servieren. Himbeeren, Heidelbeeren oder Erdbeeren passen hervorragend zum leicht säuerlichen Quark. Im Winter schmeckt der Kuchen dagegen ganz klassisch mit einer heißen Tasse Kaffee besonders gut.
Man kann auch etwas Zitronenabrieb unter die Quarkmasse geben. Dadurch bekommt der Kuchen eine frische Note. Rosinen passen ebenfalls hinein, wobei das bei uns immer Geschmackssache ist – die eine Hälfte der Familie liebt sie, die andere möchte keinen einzigen davon im Kuchen finden.
Wichtig ist vor allem, den Kuchen nach dem Backen nicht sofort anzuschneiden. Vollständig ausgekühlt schmeckt er nicht nur besser, sondern hat auch die richtige Konsistenz. Wer ihn besonders cremig mag, kann ihn anschließend noch ein oder zwei Stunden in den Kühlschrank stellen.
Und genau das macht dieses Rezept für mich so praktisch: Die eigentliche Vorbereitung dauert nur wenige Minuten. Danach steht ein großer, saftiger Quarkkuchen auf dem Tisch, für den man weder einen Boden ausrollen noch eine komplizierte Füllung vorbereiten musste.
Ein unkomplizierter Kuchen, den man problemlos immer wieder backen kann – und genau deshalb gehört er bei uns zu den Rezepten, die nicht nur einmal ausprobiert werden und anschließend in irgendeiner Schublade verschwinden.
