Zutaten (für 6–8 Portionen):
Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2
Für die Bolognese-Sauce:
- 600 g gemischtes Hackfleisch (Rind + Schwein)
- 2 EL Olivenöl
- 1 große Zwiebel, fein gewürfelt
- 2 Knoblauchzehen, gehackt
- 2 Möhren, gewürfelt
- 2 Stangen Sellerie, gewürfelt
- 2 EL Tomatenmark
- 800 g stückige Tomaten (Dose oder frisch)
- 200 ml Rotwein (optional, gibt Tiefe)
- 300 ml Gemüse- oder Fleischbrühe
- 2 Lorbeerblätter
- 1 TL Oregano
- 1 TL Basilikum
- 1 TL Zucker (oder Honig)
- Salz & Pfeffer
Für die Béchamel-Sauce:
- 60 g Butter
- 60 g Mehl
- 800 ml Milch
- 1 Prise Muskat
- Salz & Pfeffer
Außerdem:
- 12–15 Lasagneplatten
- 200 g geriebener Mozzarella
- 100 g frisch geriebener Parmesan
- etwas Butter für die Form
Es gibt Gerichte, die man nicht nur isst, sondern erlebt. Für mich ist die klassische Lasagne genau so ein Gericht. Wenn ich an meine Kindheit denke, sehe ich sofort den großen, dampfenden Auflauf auf dem Tisch meiner Mutter. Lasagne gab es nicht jede Woche, sie war etwas Besonderes. Meistens am Sonntag oder wenn Besuch kam. Allein der Duft, wenn die Sauce stundenlang köchelte, war wie ein Versprechen auf einen gemütlichen Abend.
Damals war Lasagne für uns fast schon ein Festessen. Meine Mutter bereitete sie immer mit viel Geduld zu. Während meine Freundinnen von Tiefkühllasagne erzählten, stand ich in unserer Küche und schaute zu, wie meine Mutter Möhren und Sellerie fein würfelte, Hackfleisch anbratete, Tomaten und Rotwein dazugab und dann die Sauce langsam, wirklich ganz langsam köcheln ließ. Sie sagte immer: „Eine gute Lasagne braucht Zeit. Wer hetzt, bekommt keine Liebe in die Schichten.“ Ich verstand das damals nicht, aber heute weiß ich: Sie hatte recht.
Als ich älter wurde und auszog, wollte ich natürlich dieses Gefühl von Zuhause nachkochen. Meine erste Lasagne war ein Desaster: Die Nudeln waren noch hart, die Sauce schmeckte wässrig und die Béchamel hatte Klumpen. Meine Freunde, die ich eingeladen hatte, taten so, als wäre alles gut, aber ich sah in ihren Gesichtern die Wahrheit. Doch ich gab nicht auf.
