Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber manchmal braucht es gar kein schickes Rezeptbuch oder ausgefallene Zutaten, um ein Gericht zu kochen, das wirklich im Gedächtnis bleibt. Bei uns zuhause gab es früher oft einfache, aber herzhafte Eintöpfe. Meine Mutter hatte ein Talent dafür, mit wenig Aufwand etwas zu zaubern, das nach einem langen Schultag direkt ins Herz (und in den Bauch) traf. Und dieser Hackfleisch-Kartoffeltopf? Der erinnert mich genau daran.
Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2
Gefunden hab ich das Rezept tatsächlich in einer zerfledderten handgeschriebenen Rezeptsammlung, die mir meine Tante mal aus einem alten Küchenschrank mitgegeben hat. Kein schickes Foto, keine exakten Grammangaben – nur ein Titel „Hack-Kartoffel-Eintopf ❤️“ und daneben eine Liste, die mit „Hackfleisch anbraten…“ beginnt. Ich hatte damals noch keine große Lust aufs Kochen, aber an dem Abend war es kalt, die Kinder waren unausgeglichen und ich hatte genau noch ein Kilo Hack im Kühlschrank. Der Rest? Na ja, war irgendwie da. Und so begann meine kleine Eintopf-Liebe.
Zutaten:
– 500 g gemischtes Hackfleisch
– 2 Zehen Knoblauch
– 2 Zwiebeln
– 500 g Kartoffeln
– 500 g Karotten
– 500 g Porree (Lauch)
– 1 Becher Sahne (200 ml)
– 1 Becher Schmelzkäse (ca. 200 g)
– 750 ml Gemüsebrühe
– Salz und Pfeffer nach Geschmack
Ich hab also das Hackfleisch in einem großen Topf krümelig angebraten – nicht zu hastig, es soll schön Farbe bekommen. In dieser Zeit hab ich die Zwiebeln geschält, halbiert und in Ringe geschnitten, dann den Knoblauch durch die Presse gedrückt. Alles rein in den Topf – und sofort dieser Duft! Das war schon der Moment, in dem mein Sohn mit den Worten „Mama, was kochst du da?“ in die Küche kam.
Die Kartoffeln und Karotten hab ich geschält und gewürfelt – so etwa auf Würfelgröße von einem halben Zentimeter. Muss nicht perfekt sein, bei uns darf’s ruhig rustikal aussehen. Der Porree war ein Kapitel für sich – früher konnte ich den nicht leiden, aber heute weiß ich: Ohne ihn fehlt was. Also gut gewaschen, halbiert, in Ringe geschnitten und alles mit zum Fleisch in den Topf gegeben. Ganz kurz mitdünsten lassen, einfach damit die Aromen sich verbinden. Dann kam die Gemüsebrühe dazu – und ich sag’s ehrlich: Ich nehme immer einen Teelöffel mehr von meinem Lieblingsbrühpulver. Das darf ruhig kräftig schmecken.
