Ich erinnere mich noch genau an unseren Urlaub auf einer kleinen griechischen Insel – nicht einer von diesen touristischen Hotspots, sondern ein verschlafenes Dorf mit weißen Häusern, blauen Fensterläden und einer Taverne, die aussah, als hätte sie die letzten 30 Jahre unverändert überlebt. Es war dort, wo ich das erste Mal gebackenen Schafskäse auf diese Art probiert habe. Nicht als Vorspeise, nicht hübsch auf einem Teller angerichtet, sondern direkt aus der kleinen Tonschale, dampfend, voller Duft und Geschmack – wie ein Stück Mittelmeer auf dem Tisch.
Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2
Damals saß ich mit meinem Mann auf der Terrasse dieser Taverne. Der Kellner sprach kaum Englisch, aber als ich „Feta warm?“ fragte, nickte er nur, lächelte und verschwand. Wenige Minuten später kam das Gericht – Tomaten, Zwiebeln, Paprika, Olivenöl, der Käse in der Mitte – alles in sich versunken, gebacken, leicht gebräunt, der Rand des Käses schon leicht knusprig. Ich nahm den ersten Bissen mit einem Stück Fladenbrot und war einfach nur still. Ich weiß noch, wie ich dachte: So etwas Einfaches – und doch so vollkommen.
Zurück zu Hause konnte ich das Gericht nicht vergessen. Ich habe versucht, es nachzukochen – anfangs noch unsicher, ob unser Ofen diese Aromen hervorbringen kann. Doch mit ein bisschen Geduld und den richtigen Zutaten wurde es immer besser. Und heute ist es eines meiner Lieblingsrezepte – nicht nur wegen des Geschmacks, sondern wegen der Erinnerung, die jedes Mal mitschwingt.
Für zwei Personen nehme ich ein schönes Stück Feta – am liebsten echten Schafskäse und keinen Kuhmilch-Ersatz, der beim Backen zu weich wird. Dann kommt frisches Gemüse dazu: eine saftige Tomate, die beim Backen ihre Süße entfaltet, eine rote Zwiebel für die Würze, grüne Paprika für ein wenig Biss. Ich schneide alles nicht zu fein – es darf ruhig rustikal aussehen.
Das Gemüse verteile ich rund um den Käse in eine kleine Auflaufform. Manchmal nehme ich sogar eine ofenfeste Tonschale, weil sie die Hitze besonders gut hält. Dann würze ich alles großzügig mit Oregano und Thymian – getrocknet reicht völlig, das ist authentisch und intensiv. Ein Spritzer Zitronensaft bringt Frische hinein, und Olivenöl darf auf keinen Fall fehlen. Es verbindet alles miteinander und sorgt dafür, dass das Gemüse schön saftig bleibt.
