Ganz wichtig: erst mit Alufolie abdecken und backen, damit sich die Aromen entwickeln können. Nach etwa 15 Minuten nehme ich die Folie ab – und lasse den Käse noch etwas bräunen. Dieser Moment, wenn der Käse an den Rändern leicht knusprig wird, ist entscheidend. Es riecht dann in der Küche so, wie es damals in der Taverne gerochen hat: nach Meer, Sonne, Einfachheit.
Ich serviere den gebackenen Feta direkt aus der Form – mit etwas frischer Petersilie darüber und warmem Fladenbrot oder Ciabatta daneben. Man kann das Brot in den heißen Käse tauchen, ein bisschen von der geschmolzenen Tomate und Paprika mitnehmen, und jeder Bissen ist wie ein kurzer Ausflug ans Mittelmeer.
Das Schöne an diesem Gericht ist nicht nur sein Geschmack, sondern auch seine Seele. Es ist ehrlich, unkompliziert und lässt sich schnell zubereiten – aber es hat Tiefe. Vielleicht liegt das daran, dass es kein Rezept ist, das aus einem Hochglanzmagazin stammt, sondern eines, das von Generationen weitergegeben wurde. Eines, das man in kleinen Dörfern kennt, wo man noch selbst kocht und mit dem isst, was gerade frisch da ist.
Und jedes Mal, wenn ich es mache, erzähle ich die Geschichte von dieser Taverne. Meine Kinder lachen schon, weil sie sie auswendig kennen. Aber genau darum geht es beim Kochen: um Erinnerungen, um geteilte Momente, um Gerichte, die mehr sind als nur eine Mahlzeit.
Wenn du also das nächste Mal nach etwas suchst, das dich wärmt – nicht nur den Magen, sondern auch das Herz – dann probier diesen gebackenen Schafskäse. Er ist ein Stück Süden. Ein Hauch von Urlaub. Und vielleicht, mit ein bisschen Fantasie, hörst du beim Essen sogar das Meer rauschen.
