13.10.2026

Den backe ich jede Woche: Quark-Gugelhupf in 10 Minuten bereit für den Ofen

Dieser Quark-Gugelhupf gehört zu den Kuchen, die bei uns kaum vollständig auskühlen dürfen. Sobald der Duft von Kakao und Vanille durch die Küche zieht, fragt schon jemand, wann endlich angeschnitten werden kann. Dabei sieht der Kuchen viel aufwendiger aus, als er tatsächlich ist. Für die Vorbereitung brauche ich ungefähr zehn Minuten, danach erledigt der Backofen die eigentliche Arbeit.

Besonders lecker finde ich die Kombination aus dem lockeren Kakaoteig und der hellen, cremigen Quarkfüllung. Beim Backen verbinden sich beide Schichten miteinander, bleiben aber trotzdem deutlich sichtbar. Wenn man den Gugelhupf anschneidet, bekommt man deshalb dieses schöne Muster aus dunklem Kuchen und heller Quarkcreme.

Das Rezept eignet sich wunderbar für den Sonntagskaffee, wenn Besuch kommt oder wenn man einfach einen saftigen Kuchen für die nächsten Tage haben möchte. Durch den Quark trocknet er nicht so schnell aus und schmeckt auch am nächsten Tag noch wunderbar.

Zutaten

Für den Teig:

3 Eier
120 g Zucker
50 ml neutrales Pflanzenöl
100 ml Milch
300 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
2 EL Kakaopulver
½ TL Zimt

Für die Quarkfüllung:

500 g Quark
4 EL Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
150 ml Milch

Außerdem:

etwas Butter oder Öl für die Form
etwas Mehl zum Ausstäuben
Puderzucker zum Bestreuen
Zubereitung

Zuerst den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Gugelhupfform gründlich einfetten und anschließend leicht mit Mehl ausstäuben. Gerade bei einer Form mit vielen Vertiefungen sollte man hier sorgfältig arbeiten, damit sich der fertige Kuchen später problemlos herauslösen lässt.

Für den Teig die Eier zusammen mit dem Zucker in eine große Schüssel geben und mit dem Handrührgerät einige Minuten kräftig aufschlagen. Die Masse sollte heller und etwas luftiger werden. Danach das Öl langsam einlaufen lassen und kurz unterrühren.

Nun die Milch hinzufügen. Mehl und Backpulver miteinander vermischen und portionsweise zur Eiermasse geben. Nur so lange rühren, bis ein gleichmäßiger Teig entstanden ist. Zu langes Rühren ist nicht notwendig.

Etwa zwei Drittel des Teiges abnehmen und mit Kakaopulver und Zimt verrühren. Dadurch erhält man einen schönen dunklen Schokoladenteig. Den restlichen hellen Teig zunächst beiseitestellen.

Jetzt kommt die Quarkfüllung an die Reihe. Quark, Zucker, Vanillezucker, Vanillepuddingpulver und Milch in eine Schüssel geben und zu einer glatten, cremigen Masse verrühren. Sie sollte nicht völlig flüssig sein, sondern eine dicklich-cremige Konsistenz besitzen.

Einen Teil des dunklen Teiges in die vorbereitete Gugelhupfform geben und gleichmäßig verteilen. Anschließend vorsichtig einen Teil der Quarkmasse daraufgeben. Dabei möglichst nicht ganz bis an den äußeren Rand der Form gehen.

Nun etwas vom hellen Teig darüber verteilen. Danach wieder dunklen Teig und Quarkfüllung hineingeben. Auf diese Weise entstehen beim Backen die schönen unregelmäßigen Schichten, die später beim Anschneiden besonders appetitlich aussehen.

Zum Schluss den restlichen Teig darübergeben und die Oberfläche vorsichtig glattstreichen. Man muss dabei nicht versuchen, perfekte Schichten zu erzeugen. Gerade das etwas unregelmäßige Verteilen sorgt später für die schöne Marmorierung.

Den Gugelhupf auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen und etwa 50 bis 60 Minuten bei 180 °C backen. Da jeder Backofen etwas anders arbeitet, gegen Ende die Stäbchenprobe machen. Dabei möglichst an einer Stelle mit Kuchenteig prüfen, denn die Quarkfüllung bleibt naturgemäß feuchter.

Wird die Oberfläche während des Backens zu dunkel, kann man den Gugelhupf locker mit einem Stück Backpapier oder Alufolie abdecken.

Nach dem Backen den Kuchen zunächst etwa 15 Minuten in der Form stehen lassen. Diesen Schritt sollte man nicht überspringen. Direkt aus dem Ofen ist die Quarkfüllung noch sehr weich und der Kuchen könnte beim Stürzen auseinanderbrechen.

Danach den Rand vorsichtig lösen und den Gugelhupf auf einen Kuchenteller oder ein Kuchengitter stürzen. Vollständig auskühlen lassen und erst anschließend mit Puderzucker bestreuen.

Warum der Gugelhupf so schön saftig bleibt

Der entscheidende Unterschied zu einem einfachen Marmorkuchen ist die Quarkschicht. Während der äußere Teig beim Backen locker und leicht wird, bleibt die Füllung deutlich cremiger. Dadurch wirkt der Kuchen selbst nach einem Tag nicht trocken.

Das Vanillepuddingpulver ist dabei besonders praktisch. Es gibt der Quarkmasse Stabilität und sorgt gleichzeitig für eine feine Vanillenote. Man braucht für die Füllung deshalb weder viele Eier noch komplizierte zusätzliche Zutaten.

Auch beim Teig sollte man mit dem Mehl nicht übertreiben. Der Teig darf ruhig weich sein. Zu viel zusätzliches Mehl würde den Gugelhupf später kompakter und trockener machen.

Wer einen intensiveren Schokoladengeschmack möchte, kann noch einen zusätzlichen Esslöffel Kakao in den dunklen Teig geben. Sehr lecker sind außerdem einige Schokotropfen. Für eine frischere Variante passt etwas fein abgeriebene Zitronenschale hervorragend zur Quarkfüllung.

Am liebsten serviere ich den Gugelhupf ganz schlicht mit Puderzucker. Mehr braucht er eigentlich nicht. Wer es etwas üppiger mag, kann ihn natürlich auch mit einer dünnen Schokoladenglasur überziehen.

Gut abgedeckt hält sich der Kuchen im Kühlschrank etwa zwei bis drei Tage. Vor dem Essen kann man ihn ungefähr 15 Minuten bei Zimmertemperatur stehen lassen. Dann wird der Teig wieder besonders weich und das Vanillearoma kommt stärker zur Geltung.

Genau deshalb ist dieser Quark-Gugelhupf eines dieser Rezepte, die man immer wieder hervorholt: Zutaten zusammenrühren, schichten, ab in den Ofen – und am Ende steht ein Kuchen auf dem Tisch, der nach deutlich mehr Arbeit aussieht. Besonders das erste angeschnittene Stück mit seinen Schichten aus Schokolade und cremigem Quark ist jedes Mal ein kleines Highlight.