13.10.2026

Könnte Ihre tägliche Getränkeauswahl den Blutzucker beeinflussen? Darauf sollten Sie achten

Viele Menschen achten inzwischen bewusst auf ihre Ernährung. Sie essen mehr Gemüse, reduzieren Süßigkeiten und versuchen, sich regelmäßig zu bewegen. Trotzdem wundern sich manche, wenn die Blutzuckerwerte beim nächsten Arztbesuch höher ausfallen als erwartet. Häufig richtet sich der Blick dann sofort auf Brot, Nudeln oder Desserts. Was dabei oft übersehen wird: Auch Getränke können einen überraschend großen Einfluss auf den Blutzucker haben.

Genau darüber habe ich vor einiger Zeit mit meiner Hausärztin gesprochen. Ich war überzeugt, dass ich alles richtig machte. Limonade trank ich kaum noch, stattdessen griff ich regelmäßig zu Fruchtsäften oder fertigen Smoothies. Schließlich standen auf den Verpackungen Begriffe wie „100 % Frucht“ oder „natürlich“. Dass auch diese Getränke viel Zucker enthalten können, war mir damals gar nicht bewusst.

Seitdem schaue ich deutlich genauer hin.

Viele Getränke wirken auf den ersten Blick gesund, enthalten aber von Natur aus größere Mengen Zucker oder zusätzlich zugesetzten Zucker. Da Flüssigkeiten den Magen meist schneller verlassen als feste Lebensmittel, gelangt der enthaltene Zucker oft rascher in den Blutkreislauf. Dadurch kann der Blutzuckerspiegel stärker ansteigen als nach einer vergleichbaren Portion Obst.

Das bedeutet natürlich nicht, dass jeder Fruchtsaft grundsätzlich ungesund ist. Ein kleines Glas kann durchaus Teil einer ausgewogenen Ernährung sein. Wer jedoch regelmäßig größere Mengen trinkt, nimmt häufig deutlich mehr Zucker auf, als ihm bewusst ist.

Besonders häufig unterschätzt werden gesüßte Eistees, Limonaden, Energydrinks und viele aromatisierte Kaffeegetränke. Schon eine einzige Flasche kann mehrere Würfel Zucker enthalten. Selbst sogenannte Wellness- oder Vitamingetränke sind nicht automatisch zuckerarm.

Ein weiterer Punkt ist die Portionsgröße. Während kaum jemand vier oder fünf Orangen auf einmal essen würde, lässt sich die entsprechende Menge in Form eines Glases Orangensaft innerhalb weniger Minuten trinken. Gleichzeitig fehlen dabei die Ballaststoffe, die in der ganzen Frucht enthalten sind und zur Sättigung beitragen.