Ein Tipp, den ich immer wieder weitergebe: Hab keine Angst vor Fett – aber nimm das richtige. Früher habe ich Margarine benutzt, weil ich dachte, das sei „leichter“. Heute koche ich mit Butter, Olivenöl oder Kokosöl. Der Körper braucht gesunde Fette, um Hormone und Energie zu regulieren. Seit ich das verstanden habe, hat sich mein Appetit komplett verändert. Ich bin seltener hungrig, habe weniger Heißhunger, und mein Stoffwechsel läuft viel stabiler.
Ich erinnere mich an einen Abend im letzten Herbst, als ich eigentlich total gestresst war. Ich kam spät von der Arbeit, das Haus war unordentlich, die Kinder wollten etwas zu essen, und ich wollte einfach nur auf die Couch. Früher hätte ich mir in so einem Moment eine Tiefkühlpizza gemacht oder Chips gegessen. Aber diesmal dachte ich: „Nur zehn Minuten.“ Ich habe Zucchini, Knoblauch, etwas Butter und Käse genommen, alles in den Airfryer – und als ich den Duft roch, war der ganze Stress wie weggeblasen. Ich setzte mich hin, aß in Ruhe, und merkte, dass das der Moment war, in dem ich begriff: Ernährung ist keine Strafe. Es ist Fürsorge.
Ich glaube, das ist das größte Missverständnis bei allen, die abnehmen wollen: Sie sehen es als Kampf gegen sich selbst. Ich habe es als Freundschaft mit mir selbst gelernt. Ich frage mich heute nicht: „Was darf ich nicht?“ sondern „Was tut mir gut?“ Und das verändert alles.
Eine weitere Sache, die mir geholfen hat, war, abends ein kleines Ritual einzuführen. Jeden Abend, bevor ich schlafen gehe, schreibe ich drei Dinge auf, die ich an diesem Tag gut gemacht habe. Manchmal steht da einfach: „Ich habe viel Wasser getrunken“ oder „Ich habe Schokolade gegessen, aber ohne schlechtes Gewissen.“ Diese Kleinigkeiten stärken den Kopf. Und beim Abnehmen entscheidet der Kopf mindestens genauso viel wie der Körper.
Ich habe in dieser Zeit auch gelernt, wie wichtig Schlaf ist. Früher dachte ich, fünf Stunden reichen. Aber der Körper braucht Ruhe, um Fett zu verbrennen. Seit ich darauf achte, sieben bis acht Stunden zu schlafen, ist mein Stoffwechsel aktiver. Manchmal wache ich morgens auf und fühle mich leicht, obwohl ich am Vortag normal gegessen habe.
Ich will ehrlich sein: Ich habe nicht immer alles richtig gemacht. Es gab Tage, an denen ich Rückfälle hatte, an denen ich Eis gegessen habe oder ein Stück Kuchen zu viel. Aber ich habe aufgehört, mich deswegen zu verurteilen. Ich habe verstanden, dass ein Stück Kuchen nicht alles zerstört – genauso wie ein Salat nicht alles rettet. Das Leben ist ein Gleichgewicht.
Und dieses Gleichgewicht habe ich gefunden, indem ich mich nicht mehr mit anderen vergleiche. Früher scrollte ich stundenlang durch Instagram, sah Frauen mit perfekten Körpern und dachte: „Warum schaffe ich das nicht?“ Heute schaue ich in den Spiegel und denke: „Ich bin genug.“ Das ist vielleicht die wichtigste Veränderung von allen.
Wenn ich heute an meinen alten Alltag denke, muss ich manchmal schmunzeln. Ich war immer müde, immer im Stress, immer auf der Suche nach der schnellen Lösung. Jetzt weiß ich, dass der Weg selbst die Lösung ist. Jeder kleine Schritt zählt. Jede gesunde Mahlzeit, jeder Spaziergang, jedes Glas Wasser – all das summiert sich.
Ich erinnere mich noch, wie ich eines Morgens im Sommer meine alten Shorts anziehen wollte. Sie passten – locker! Ich stand im Badezimmer, drehte mich und lachte laut. Nicht, weil ich endlich „schlank“ war, sondern weil ich mich leicht fühlte – innerlich und äußerlich.
Heute bin ich nicht mehr fixiert auf Zahlen. Ich wiege mich vielleicht einmal im Monat. Wichtig ist mir, dass ich mich gut fühle. Dass ich morgens mit Energie aufstehe, keine Lust mehr auf ungesundes Zeug habe und mich im eigenen Körper zuhause fühle. Das ist für mich das wahre Abnehmen – wenn du dich wieder selbst gern hast.
Wenn du das liest und gerade an dem Punkt bist, an dem du denkst, dass alles zu spät ist – bitte glaub mir: Es ist nie zu spät. Ich war 42, als ich angefangen habe. Und es war die beste Entscheidung meines Lebens. Du brauchst keine teuren Produkte, keine Wunderdiät. Du brauchst nur ein bisschen Mut, ein bisschen Geduld und die Bereitschaft, freundlich zu dir zu sein.
Heute fragen mich viele: „Was ist dein Geheimnis?“ Und ich lächle jedes Mal. Es ist kein Geheimnis, es ist einfach Liebe. Liebe zu gutem Essen, Liebe zu meinem Körper, Liebe zu meinem Leben.
Ich wünsche mir, dass jede Frau, die das hier liest, das Gleiche erlebt. Nicht, weil sie dünn werden muss – sondern weil sie sich wieder selbst spüren soll.
? Kleiner Bonus – Meine drei liebsten Low-Carb-Rezepte für jeden Tag
1. Morgens – Energie-Drink gegen Heißhunger:
Ein Glas warmes Wasser, ein Spritzer Zitronensaft, ½ Teelöffel Apfelessig, eine Prise Zimt.
Macht wach, regt den Stoffwechsel an und senkt den Zuckerspiegel.
2. Mittags – Zucchini-Pfanne mit Hähnchen:
Zucchini in Scheiben, Hähnchenstücke, Knoblauch, Kräuter, ein Schuss Sahne oder Frischkäse.
5 Minuten braten – fertig. Super cremig, super leicht.
3. Abends – Airfryer-Gemüse mit Käse:
Brokkoli, Paprika, Zwiebel, Feta und etwas Olivenöl – 10 Minuten im Airfryer.
Knusprig außen, weich innen, perfekt zum Fernsehen oder als Abendessen.
