Früher habe ich mir darüber ehrlich gesagt nie Gedanken gemacht. Mein Handy war geladen, ich zog einfach das Ladekabel vom Smartphone ab und das Netzteil blieb in der Steckdose. Wochenlang. Manchmal sogar monatelang. Es war schließlich bequem – schließlich würde ich es am Abend oder spätestens am nächsten Tag ohnehin wieder brauchen.
Erst als ich mich intensiver mit dem Thema beschäftigte und mit einem Elektriker darüber sprach, wurde mir klar, dass diese scheinbar harmlose Gewohnheit durchaus Nachteile haben kann. Nein, ein modernes Markenladegerät wird dadurch nicht automatisch zur Brandgefahr, wie man es manchmal im Internet liest. Ganz so dramatisch ist es nicht. Trotzdem gibt es einige gute Gründe, warum ich mir inzwischen angewöhnt habe, das Ladegerät nach dem Laden einfach auszustecken.
Seitdem gehört dieser kleine Handgriff ganz selbstverständlich zu meinem Alltag. Er dauert keine zwei Sekunden und sorgt dafür, dass ich mir über einige Dinge keine Gedanken mehr machen muss.
Ein Ladegerät arbeitet auch dann, wenn kein Handy angeschlossen ist
Viele Menschen gehen davon aus, dass ein Ladegerät völlig inaktiv ist, sobald kein Smartphone daran hängt. Tatsächlich verbrauchen moderne Netzteile zwar nur sehr wenig Strom im Leerlauf, ganz ohne Energie arbeiten sie jedoch meist nicht. Im Inneren befinden sich elektronische Bauteile, die weiterhin unter Spannung stehen.
Bei einem einzelnen Ladegerät fällt dieser Verbrauch kaum auf. Wer jedoch mehrere Ladegeräte für Smartphones, Tablets, Smartwatches, Laptops oder elektrische Zahnbürsten dauerhaft eingesteckt lässt, summiert mit der Zeit viele kleine Verbraucher. Die Kosten bleiben zwar meist gering, doch unnötig ist dieser Verbrauch trotzdem.
Deshalb ziehe ich den Stecker inzwischen einfach heraus. Es kostet mich kaum Zeit und ich weiß, dass kein Gerät unnötig am Stromnetz hängt.
