12.07.2026

Traditionelle Rinderrouladen mit Rotkohl und Kartoffelknödeln – Ein deutsches Sonntagsessen wie bei Oma

Es gibt Gerichte, die sofort Erinnerungen an gemütliche Familienessen wecken. Für mich gehören klassische Rinderrouladen genau dazu. Wenn sie langsam in einer kräftigen Soße schmoren und der Duft von Speck, Senf und Zwiebeln durchs ganze Haus zieht, weiß jeder: Heute gibt es etwas Besonderes. Dieses traditionelle Rezept wird seit Generationen in vielen deutschen Familien zubereitet und ist bis heute eines der beliebtesten Sonntagsgerichte.

Das Geheimnis richtig guter Rinderrouladen liegt in der Geduld. Das Fleisch schmort langsam, wird herrlich zart und nimmt dabei den vollen Geschmack der aromatischen Füllung auf. Zusammen mit süßlichem Rotkohl und fluffigen Kartoffelknödeln entsteht ein klassisches Gericht, das nicht nur an Feiertagen begeistert.

Zutaten
Für die Rinderrouladen
4 dünne Rinderrouladen (je ca. 180–200 g)
4 TL mittelscharfer Senf
8 Scheiben Frühstücksspeck
2 Zwiebeln, in feine Streifen geschnitten
4 Essiggurken, längs geviertelt
Salz und Pfeffer
2 EL Pflanzenöl
2 EL Tomatenmark
500 ml Rinderbrühe
250 ml trockener Rotwein (optional)
2 Lorbeerblätter
2 Zweige Thymian
Für den Rotkohl
1 kleiner Rotkohl
1 Zwiebel
2 EL Butter
2 Äpfel
150 ml Apfelsaft
2 EL Apfelessig
2 EL Zucker
2 Lorbeerblätter
3 Gewürznelken
Salz und Pfeffer
Für die Kartoffelknödel
1 kg Kartoffelknödel
Zubereitung

Die Rinderrouladen auf einem Brett ausbreiten und bei Bedarf leicht flach klopfen. Anschließend jede Roulade großzügig mit Senf bestreichen und mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Je zwei Scheiben Frühstücksspeck darauflegen und anschließend die Zwiebelstreifen sowie die geviertelten Essiggurken gleichmäßig verteilen. Nun die Rouladen möglichst fest aufrollen und mit Küchengarn oder Rouladennadeln verschließen.

Das Öl in einem großen Bräter erhitzen und die Rouladen rundherum kräftig anbraten, bis sie eine schöne braune Farbe bekommen. Danach kurz herausnehmen. Im verbliebenen Bratensatz das Tomatenmark einige Minuten anrösten, damit sich die Röstaromen entwickeln. Wer möchte, löscht jetzt mit Rotwein ab und lässt ihn etwas einkochen. Anschließend die Rinderbrühe angießen, Lorbeerblätter und Thymian hinzufügen und die Rouladen wieder in den Bräter legen.

Den Deckel schließen und alles bei niedriger Hitze etwa 1½ bis 2 Stunden langsam schmoren lassen. Während dieser Zeit wird das Fleisch wunderbar zart und die Soße entwickelt ihren kräftigen Geschmack.

In der Zwischenzeit den Rotkohl zubereiten. Butter in einem großen Topf schmelzen und die fein gewürfelte Zwiebel glasig anschwitzen. Den fein gehobelten Rotkohl und die gewürfelten Äpfel hinzufügen. Danach Apfelsaft, Apfelessig, Zucker, Lorbeerblätter und Nelken dazugeben. Alles gut vermengen und zugedeckt etwa 45 bis 60 Minuten sanft schmoren lassen. Zwischendurch gelegentlich umrühren und zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Kartoffelknödel nach Packungsanleitung oder nach dem eigenen Lieblingsrezept zubereiten.

Sind die Rouladen fertig, werden sie vorsichtig aus dem Bräter genommen und warm gehalten. Lorbeerblätter und Thymian aus der Soße entfernen. Wer eine besonders feine Soße möchte, kann sie pürieren oder durch ein Sieb passieren. Bei Bedarf mit etwas angerührter Speisestärke leicht abbinden und nochmals abschmecken.

Zum Servieren jeweils eine Rinderroulade auf einen Teller legen, großzügig mit der kräftigen braunen Soße überziehen und zusammen mit Rotkohl und Kartoffelknödeln anrichten.