Ein weiterer Vorteil ist der günstige Preis. Dosen- oder Kochschinken ist erschwinglich, und die restlichen Zutaten hat man fast immer im Haus. So entsteht für wenige Euro eine ganze Schüssel voll Genuss, die locker sechs Personen sättigen kann. Vergleicht man das mit teuren Aufstrichen aus dem Supermarkt, die oft Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker enthalten, dann ist der selbstgemachte Teufelsschinkensalat nicht nur leckerer, sondern auch gesünder und ehrlicher.
Natürlich habe ich mit der Zeit auch Low-Carb-Varianten ausprobiert, schließlich achten heute viele Menschen auf ihre Ernährung. Wenn man die Mayonnaise teilweise durch griechischen Joghurt ersetzt, die Gurkenmenge erhöht und vielleicht noch etwas frischen Paprika oder Zucchiniwürfel hinzufügt, entsteht ein leichter, frischer Salat, der perfekt in eine kohlenhydratarme Ernährung passt. Auf knusprigen Käsechips oder als Dip zu Gemüsesticks wird er so zum idealen Snack für Abende, an denen man sich etwas gönnen möchte, ohne aus der Reihe zu tanzen.
Eine meiner Lieblingsvarianten ist die „Teufels-Pastasalat“-Version: Dafür koche ich kleine Nudeln wie Farfalle oder Makkaroni, mische sie mit dem Schinkensalat und ergänze ein paar frische Erbsen oder Mais. Schon hat man ein vollwertiges Hauptgericht, das auch als Lunch am nächsten Tag im Büro wunderbar funktioniert.
Wenn Gäste kommen, bereite ich manchmal kleine Canapés zu: Baguettescheiben leicht rösten, mit einer dünnen Schicht Butter bestreichen, einen Klecks Teufelsschinkensalat daraufsetzen und mit einem Petersilienblatt oder einer Gurkenscheibe garnieren. Kaum gestellt, sind sie schon verschwunden – immer ein gutes Zeichen.
Für Kinder kann man den Salat in Wraps einrollen, in kleine Stücke schneiden und als Fingerfood servieren. Mit Käsewürfeln, Cocktailtomaten und ein paar Salzstangen dazu hat man ein buntes, kindgerechtes Buffet, das Spaß macht.
Eine spannende Idee ist auch, den Teufelsschinkensalat als Füllung für Ofenkartoffeln zu verwenden. Einfach eine große Kartoffel garen, halbieren, etwas aushöhlen und mit dem Salat füllen. Oben ein bisschen Käse drüber, kurz im Ofen gratinieren – fertig ist ein warmes, herzhaftes Gericht, das satt macht und Gäste beeindruckt.
Ich könnte noch unzählige Varianten aufzählen, doch am Ende ist es genau das, was den Teufelsschinkensalat ausmacht: Er ist wandelbar, er ist immer ein bisschen anders, er erlaubt Kreativität und Improvisation. Und er bringt Menschen zusammen – am Tisch, im Garten, beim Picknick oder einfach zwischendurch am Küchentisch.
Das Grundrezept bleibt dabei immer gleich und simpel, aber die Geschichten, die sich drumherum entspinnen, machen ihn besonders. Für mich ist er nicht nur ein Salat, sondern auch ein Stück Erinnerung, ein Stück Familie, ein Stück Lebensfreude.
