Zutaten für den Biskuitboden und Belag
125 g Margarine
270 g Zucker
4 Eier (getrennt)
150 g Mehl
2 TL Backpulver
4 EL Milch
50 g Mandelblättchen
Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2
Zutaten für die Creme
500 g frische Erdbeeren
400 g Schlagsahne
400 g Mascarpone
1 Pck. Vanillezucker
2 Pck. Sahnesteif
4 EL Zitronensaft
70 g Zucker
Es gibt Kuchen, die macht man einmal im Leben und vergisst sie wieder. Und dann gibt es Torten wie diese Schneemousse-Erdbeertorte, die man einmal ausprobiert und plötzlich zur Tradition macht, weil sie nicht nur herrlich aussieht, sondern auch im Geschmack alle glücklich macht. Ich muss gestehen, das erste Mal, als ich davon gehört habe, dachte ich: „Ach, wieder so ein komplizierter Tortenname, wahrscheinlich viel Arbeit und am Ende schmeckt es wie jede Erdbeertorte.“ Aber ich habe mich getäuscht. Diese Torte ist zwar ein bisschen aufwendig, weil man Böden backt und die Creme vorbereitet, aber eigentlich ist es nichts Kompliziertes – man muss nur ein wenig Zeit einplanen und die Geduld haben, den Kuchen einen Tag im Kühlschrank ziehen zu lassen. Genau dieses Ziehen, dieses Durchziehenlassen der Aromen, macht die Schneemousse-Erdbeertorte so besonders.
Wenn ich heute meine Familie frage, welchen Kuchen ich zum Geburtstag oder für eine Feier backen soll, kommt sehr oft wie aus der Pistole geschossen: „Mach bitte die Schneemousse-Erdbeertorte!“ Und ja, ich gebe zu, auch ich warte schon während des Backens auf diesen Moment, wenn man die erste Gabel davon probiert.
Die Zubereitung ist in mehrere Schritte geteilt, und genau das macht es spannend. Zuerst rührt man Margarine mit Zucker cremig, was schon ein kleiner Akt der Geduld ist. Ich mache es meistens mit meinem Handmixer, und schon nach ein paar Minuten fängt es an, hell und luftig zu werden. Dann kommen die Eigelbe nacheinander hinein – das macht den Teig so schön geschmeidig. Danach Mehl, Backpulver, etwas Milch. Schon an diesem Punkt riecht es herrlich nach Vanille und Teig, ein Duft, der sofort Kindheitserinnerungen weckt.
Aber das Besondere hier ist nicht nur der Teig, sondern der Eiweiß-Schnee, den man darüberstreicht. Ich weiß noch, wie ich das erste Mal skeptisch war – Eiweiß und Zucker schlagen und dann einfach auf den Teig streichen? Aber es funktioniert! Der Schnee wird richtig fest, glänzend, und wenn man ihn auf den Teig verteilt, hat man schon ein Gefühl, wie luftig der Boden später wird. Darauf die Mandelblättchen, die im Ofen goldbraun werden – und plötzlich bekommt der Kuchen etwas Knuspriges, fast schon wie ein süßer Crunch.
Das Schöne ist, dass man gleich zwei Böden macht – es dauert zwar ein bisschen, aber das Warten lohnt sich. Während die Böden abkühlen, bereite ich die Creme vor. Dafür braucht man frische Erdbeeren, und hier beginnt schon die erste kleine Herausforderung: nicht alle Erdbeeren zu vernaschen, bevor sie in die Torte kommen. Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber wenn ich Erdbeeren wasche und schneide, verschwinden immer ein paar direkt in meinem Mund.
Die Creme ist eine Mischung aus geschlagener Sahne, Mascarpone, Vanillezucker, Zitronensaft und etwas Zucker. Sie wird wunderbar cremig, leicht säuerlich durch die Zitrone, und gleichzeitig herrlich süß und vollmundig. Das Verrühren allein macht schon Spaß – die Konsistenz wird fast wie eine Wolke, weich, fluffig, glatt. Kein Wunder, dass die Torte „Schneemousse“ heißt.
