Vorgeschichte:
Ich erinnere mich noch genau an den Duft, der früher durch die Küche zog, wenn meine Oma ihren Hefezopf gebacken hat. Es war kein kompliziertes Rezept, keine ausgefallenen Zutaten – aber genau das machte ihn so besonders. Sonntags stand er immer auf dem Tisch, noch leicht warm, außen goldbraun und innen weich wie eine Wolke. Wir konnten es nie abwarten, ihn anzuschneiden, oft war er schneller weg, als er gebacken wurde. Heute mache ich ihn genauso – einfach, ehrlich und unglaublich lecker.
Zutaten:
500 g Mehl
2 Eier (Zimmertemperatur)
65 g Zucker
75 g Butter
1 Päckchen Trockenhefe (7 g)
225 ml Milch
1/2 TL Salz
2 EL Sonnenblumenöl
2 TL Vanille (Paste oder Zucker)
Außerdem:
1 Eigelb + etwas Milch (zum Bestreichen)
etwas Butter (nach dem Backen)
Zubereitung:
Die Milch leicht erwärmen, sie sollte nur handwarm sein. Einen Teil davon mit der Hefe und etwas Zucker verrühren und kurz stehen lassen, bis sie aktiviert ist.
In einer großen Schüssel Mehl, restlichen Zucker, Eier, Salz und Vanille mischen. Danach die Hefemischung sowie die restliche Milch mit geschmolzener Butter langsam dazugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Zum Schluss das Öl einarbeiten und den Teig mindestens 10–15 Minuten gut kneten, bis er weich und elastisch ist.
Den Teig abdecken und an einem warmen Ort etwa 2 Stunden gehen lassen, bis er deutlich aufgegangen ist. Anschließend in mehrere Stränge teilen, zu Rollen formen und zu einem Zopf flechten.
Den Zopf nochmals kurz ruhen lassen, dann mit Eigelb und Milch bestreichen und im vorgeheizten Ofen bei 180°C ca. 30–35 Minuten goldbraun backen. Nach dem Backen sofort leicht mit Butter bestreichen – so wird er besonders saftig.
