Als ich die Form aus dem Ofen holte, war die Sauce dick und cremig geworden, das Fleisch butterzart, das Gemüse weich, aber nicht verkocht. Wir stellten die Form direkt auf den Tisch, und jeder griff zu. Dazu reichte ich einfachen Reis, der die Sauce perfekt aufnahm. Meine Freunde waren begeistert und baten mich sofort um das Rezept. Seitdem ist dieses Ofencurry ein Dauerbrenner in meiner Küche.
Das Schöne daran ist, dass es sich wunderbar variieren lässt. Mal nehme ich anderes Gemüse – Zucchini, Brokkoli oder Möhren. Manchmal tausche ich das Hähnchen gegen Putenfleisch oder sogar Garnelen. Auch vegetarisch gelingt das Curry hervorragend: Dann lasse ich das Fleisch weg und gebe mehr Gemüse oder Kichererbsen hinzu. Für Schärfeliebhaber rühre ich etwas Sambal Oelek oder frischen Chili unter, für Kinder reduziere ich die Chilisauce und mache es milder.
Dieses Gericht zeigt für mich, wie vielseitig die Küche sein kann. Mit wenigen Zutaten, die man fast überall bekommt, entsteht ein Essen, das gleichzeitig alltagstauglich und festlich wirkt. Es passt zum Familienessen genauso wie zu einem Abend mit Gästen. Und immer wieder begeistert es durch seine besondere Mischung aus süß, scharf und cremig.
Ich denke oft an meine Tante, wenn ich das Ofencurry zubereite. Sie war es, die mir das Rezept gegeben hat, und jedes Mal fühle ich mich ihr ein Stück näher. Gleichzeitig ist es für meine Kinder heute ein typisches „Mama-Gericht“, das sie sofort erkennen, wenn sie den Duft riechen. Für mich ist das das Schönste: ein Gericht, das Generationen verbindet und immer wieder Freude schenkt.
