Wenn der Verdacht auf eine TIA besteht:
- Sofort 112 wählen!
- Symptome genau beobachten und notieren (z. B. wann sie begannen, wie lange sie dauerten, was genau auftrat).
- Betroffene beruhigen, nicht allein lassen.
- Keine Medikamente verabreichen – besonders keine Blutverdünner wie Aspirin ohne ärztlichen Rat!
- Wenn möglich, Blutdruck messen und notieren.
- Kein Essen oder Trinken geben – Schluckstörungen können bestehen!
Diagnose: So wird eine TIA festgestellt
Im Krankenhaus oder in der Notaufnahme läuft meist ein standardisiertes Diagnoseverfahren ab, um sicherzustellen, ob es sich wirklich um eine TIA handelt – und wie groß das Risiko für einen folgenden Schlaganfall ist.
Dazu gehören:
- CT oder MRT: Um einen „richtigen“ Schlaganfall auszuschließen und das Gehirn auf Durchblutungsstörungen zu untersuchen.
- Ultraschall der Halsschlagadern: Um Verkalkungen oder Verengungen zu erkennen.
- EKG oder Langzeit-EKG: Um Herzrhythmusstörungen festzustellen.
- Blutuntersuchungen: Blutzucker, Cholesterin, Entzündungswerte, Gerinnung.
- Neurologische Tests: Überprüfung von Reaktion, Sprache, Gleichgewicht, Reflexen.
Therapie: Was hilft nach einer TIA?
Nach der Diagnose geht es darum, das Risiko für einen weiteren Vorfall zu senken. Je nach Ursache können folgende Maßnahmen verordnet werden:
- Blutverdünner (z. B. ASS oder Clopidogrel)
- Blutdrucksenker
- Cholesterinsenker (Statine)
- Behandlung von Diabetes
- Operation bei starker Verengung der Halsschlagadern (z. B. Stent)
- Umstellung des Lebensstils
Gerade Letzteres spielt eine riesige Rolle. Ich kenne viele Senioren, die durch kleine Veränderungen – z. B. tägliche Spaziergänge, weniger tierische Fette, mehr Gemüse und regelmäßige Blutdruckkontrollen – viel erreicht haben.
So senken Sie Ihr Risiko – diese Tipps helfen im Alltag
Ein Mini-Schlaganfall ist ein Warnschuss. Wer ihn ernst nimmt, kann viel tun, um sich selbst zu schützen. Hier ein paar alltagstaugliche Tipps, die ich auch in meinem Umfeld regelmäßig empfehle:
✅ Regelmäßig Blutdruck messen – am besten zu Hause. Hoher Blutdruck ist einer der größten Risikofaktoren.
✅ Nicht rauchen – auch nicht „nur ab und zu“. Schon ein paar Wochen Rauchstopp zeigen Wirkung.
✅ Auf die Ernährung achten – weniger Wurst, Butter, Weißbrot – mehr Gemüse, Fisch, Vollkorn.
✅ Sich bewegen – täglicher Spaziergang, leichtes Yoga, Tanzen – alles zählt.
✅ Stress vermeiden – leichter gesagt als getan, aber kleine Rituale wie Tee trinken, Lesen oder ein gutes Gespräch helfen oft mehr als gedacht.
✅ Regelmäßig zum Arzt gehen – auch wenn man sich gesund fühlt.
✅ Blutzucker im Blick behalten – besonders wenn man über 60 ist oder Übergewicht hat.
