Was ich auch immer wieder lese, ist, dass Löwenzahn die Gallenproduktion anregt. Das heißt: Bessere Fettverdauung, weniger Blähbauch nach dem Essen, kein unangenehmes Völlegefühl. Und für alle, die Probleme mit der Verdauung haben: Löwenzahn ist auch ein sanftes Abführmittel, ohne den Darm zu reizen. Also ideal für die, die es natürlich mögen.
Ich könnte noch ewig so weiterschreiben. Aber ich will ja keine Predigt halten. Vielleicht reicht dir auch einfach der Gedanke, dass dieser “Unkraut-Kaffee” nicht nur gesund, sondern auch ein kleines Ritual sein kann. Eine Tasse für dich. Zum Durchatmen. Zum Runterkommen. Ohne Koffein, aber mit Wirkung.
Zubereitung:
- Löwenzahnwurzeln (aus dem Garten oder getrocknet aus der Apotheke/Bioladen)
- Gründlich waschen, klein schneiden, im Ofen bei ca. 160 Grad rund 30–40 Minuten rösten
- Abkühlen lassen, in einem Glas luftdicht aufbewahren
- 1 TL mit 200 ml heißem Wasser übergießen, 5–8 Minuten ziehen lassen, abseihen
- Wer mag: Zimt, Ingwer, Pflanzenmilch oder ein Tropfen Vanille
Ich hab’s mir inzwischen angewöhnt, Löwenzahnwurzel zu sammeln, wenn ich spazieren geh. Nur nicht direkt an der Straße. Zuhause wasch ich sie, schneid sie klein und trockne sie auf dem Küchenpapier. Dann kommen sie in den Ofen. Es duftet dann ein bisschen wie geröstetes Brot.
Was ich dir mitgeben will: Du brauchst nicht immer das Nächste, das Neueste, das Teuerste. Manchmal reicht es, wenn du schaust, was direkt vor deiner Nase wächst. Löwenzahn ist kein “Unkraut”. Es ist eine Pflanze mit Geschichte. Und mit Kraft. Und sie will dir vielleicht genau das geben, was du gerade brauchst.
