Zubereitung
Zuerst wird der Blumenkohl vorbereitet. Dafür die äußeren grünen Blätter entfernen und anschließend den dicken Strunk abschneiden. Danach lässt sich der Kopf relativ einfach mit den Händen oder einem kleinen Messer in einzelne Röschen teilen.
Die Röschen sollten ungefähr gleich groß sein. Sie müssen dabei keinesfalls perfekt aussehen. Entscheidend ist lediglich, dass nicht gleichzeitig winzige und sehr große Stücke im Airfryer landen. Sonst sind die kleinen Stücke bereits dunkel und trocken, während die großen noch deutlich länger benötigen.
Den vorbereiteten Blumenkohl unter kaltem Wasser gründlich waschen. Anschließend kommt einer der wichtigsten Schritte des gesamten Rezepts: Der Blumenkohl muss möglichst gut trocknen.
Ich lasse ihn zunächst einige Minuten in einem Sieb abtropfen und tupfe die Röschen danach zusätzlich mit einem sauberen Küchentuch oder Küchenpapier trocken. Besonders zwischen den kleinen Verzweigungen kann sich überraschend viel Wasser sammeln.
Je trockener die Oberfläche ist, desto besser kann sie später rösten.
Die trockenen Blumenkohlröschen anschließend in eine ausreichend große Schüssel geben. Zwei Esslöffel Olivenöl darüber verteilen und alles gründlich miteinander vermengen.
Man braucht tatsächlich nicht besonders viel Öl. Es soll keine sichtbare Ölschicht auf dem Blumenkohl entstehen. Die Röschen sollen lediglich rundherum ganz leicht benetzt sein.
Danach Paprikapulver, Knoblauchpulver, Salz und schwarzen Pfeffer darübergeben. Noch einmal kräftig vermengen, bis die Gewürze möglichst gleichmäßig verteilt sind.
Am einfachsten funktioniert das mit den Händen. So merkt man sofort, ob manche Röschen noch vollkommen trocken sind oder sich das Öl bereits gut verteilt hat.
Währenddessen die Heißluftfritteuse auf 190 °C vorheizen. Bei Geräten, die kein Vorheizen benötigen, kann dieser Schritt übersprungen werden. Ich finde allerdings, dass der Blumenkohl besonders schön röstet, wenn er direkt in einen bereits heißen Airfryer kommt.
Die gewürzten Röschen anschließend locker im Korb verteilen.
Hier sollte man der Versuchung widerstehen, einfach den gesamten Blumenkohl übereinanderzustapeln. Die Heißluftfritteuse funktioniert schließlich dadurch, dass heiße Luft möglichst ungehindert um die Lebensmittel strömen kann.
Ist der Korb komplett vollgestopft, liegen die Röschen dicht übereinander und beginnen eher zu dämpfen. Das Ergebnis schmeckt zwar immer noch gut, wird aber deutlich weniger knusprig.
Bei einem kleineren Airfryer lohnt es sich deshalb, den Blumenkohl lieber in zwei Portionen zuzubereiten.
Nun den Blumenkohl bei 190 °C etwa 15–20 Minuten garen.
Die genaue Garzeit hängt von der Größe der Röschen und natürlich vom jeweiligen Gerät ab. Manche Heißluftfritteusen arbeiten deutlich kräftiger als andere. Deshalb lohnt es sich, beim ersten Versuch nach ungefähr zwölf Minuten einen Blick in den Korb zu werfen.
Nach etwa 8–10 Minuten den Korb herausziehen und kräftig durchschütteln. Größere Röschen können zusätzlich mit einer Küchenzange gedreht werden.
Dieser kleine Zwischenschritt ist wichtig, weil die Oberseite meistens schneller Farbe bekommt als die Stellen, die direkt auf dem Korbboden liegen. Durch das Wenden entstehen rundherum schöne Röstaromen.
Danach den Korb wieder einsetzen und den Blumenkohl weitergaren.
Nach ungefähr 15 Minuten sollte man die ersten Stücke kontrollieren. Die Spitzen dürfen ruhig deutlich goldbraun sein. Genau dort steckt später besonders viel Geschmack.
Mit einer Gabel lässt sich überprüfen, wie weich der Blumenkohl innen bereits geworden ist. Sie sollte ohne großen Widerstand hineingleiten, das Röschen sollte aber trotzdem noch etwas Struktur besitzen.
Wer seinen Blumenkohl gerne sehr weich mag, lässt ihn einfach einige Minuten länger im Airfryer.
Wer dagegen besonders viel Wert auf eine knusprige Oberfläche legt, kann die Temperatur während der letzten zwei bis drei Minuten auf 200 °C erhöhen. Dabei sollte man den Blumenkohl allerdings beobachten, denn die kleinen Spitzen können bei dieser Temperatur schnell dunkel werden.
Wenn Parmesan verwendet wird, gebe ich ihn am liebsten erst gegen Ende dazu.
Nach ungefähr 13–15 Minuten den Korb öffnen und den fein geriebenen Parmesan über den Blumenkohl streuen. Anschließend noch etwa 3–4 Minuten weitergaren.
Der Käse schmilzt und verbindet sich mit den bereits gerösteten Gewürzen. An manchen Stellen entsteht dadurch eine dünne, würzige Kruste.
Man kann den Parmesan natürlich auch von Anfang an hinzufügen. Allerdings besteht dann die Gefahr, dass er bereits sehr dunkel wird, bevor größere Blumenkohlstücke vollständig gegart sind.
Sobald der Blumenkohl außen schön gebräunt und innen weich ist, aus der Heißluftfritteuse nehmen.
Am besten wird er sofort serviert.
Direkt nach dem Garen ist der Unterschied zwischen der weichen Mitte und der gerösteten Oberfläche besonders deutlich. Lässt man den Blumenkohl längere Zeit stehen, schmeckt er zwar weiterhin gut, verliert aber langsam einen Teil seiner Knusprigkeit.
Vor dem Servieren noch einmal abschmecken. Je nach Geschmack etwas Salz oder frisch gemahlenen Pfeffer darübergeben.
Ein wenig gehackte Petersilie sorgt für Frische und sieht auf dem Teller schön aus. Wer es etwas kräftiger mag, kann zusätzlich noch eine kleine Menge Parmesan über den heißen Blumenkohl reiben.
Besonders lecker schmeckt dazu ein einfacher Dip. Dafür braucht man nicht unbedingt ein zusätzliches Rezept. Naturjoghurt oder Quark mit etwas Salz, Pfeffer, Knoblauch und frischen Kräutern verrühren – fertig.
Die Kombination aus heißem, würzigem Blumenkohl und einem kühlen cremigen Dip funktioniert hervorragend.
Man kann den Blumenkohl aber genauso gut ohne Sauce essen. Durch die Gewürze und die Röstaromen hat er bereits genug Geschmack.
Als Beilage passt er besonders gut zu gebratenem oder gegrilltem Fleisch. Auch zu Lachs oder anderem Fisch aus der Heißluftfritteuse ist er eine einfache Alternative zu Kartoffeln.
Ich serviere ihn manchmal sogar zusammen mit Kartoffelspalten, die ebenfalls aus dem Airfryer kommen. Dann hat man mit wenig Aufwand eine komplette Beilage, bei der kaum Geschirr anfällt.
Wer den Blumenkohl als Hauptgericht essen möchte, kann einfach eine etwas größere Portion zubereiten und einen kräftigen Dip dazu reichen. Ein frischer Salat passt ebenfalls gut.
Das Grundrezept lässt sich außerdem sehr leicht an den eigenen Geschmack anpassen.
Paprikapulver gibt dem Blumenkohl eine angenehm würzige Note und unterstützt gleichzeitig die schöne Farbe. Geräuchertes Paprikapulver schmeckt deutlich intensiver und erinnert ein wenig an Grillgerichte.
Knoblauchpulver eignet sich für den Airfryer besonders gut, weil es sich gleichmäßig auf den Röschen verteilt. Frischer Knoblauch funktioniert ebenfalls, sollte allerdings sehr fein gehackt und eher später hinzugefügt werden. Kleine Knoblauchstücke können bei hoher Temperatur schnell verbrennen und bitter werden.
Wer gerne scharf isst, kann eine kleine Prise Chiliflocken oder Cayennepfeffer hinzufügen.
Auch Curry passt überraschend gut zu Blumenkohl. Dafür einfach das Paprikapulver teilweise oder vollständig durch Currypulver ersetzen. Zusammen mit einem Joghurtdip entsteht dadurch eine ganz andere Geschmacksrichtung, obwohl die Zubereitung identisch bleibt.
Für eine mediterrane Variante passen getrockneter Oregano, Thymian oder Rosmarin. Bei getrockneten Kräutern reicht meistens bereits eine kleine Menge.
Frische Kräuter würde ich dagegen erst nach dem Garen hinzufügen. Dadurch bleiben sie aromatisch und verbrennen nicht.
Auch etwas Zitronensaft schmeckt hervorragend. Dabei sollte die Zitrone allerdings ebenfalls erst ganz zum Schluss über den fertigen Blumenkohl gegeben werden.
Würde man den Blumenkohl bereits vor dem Garen großzügig mit Zitronensaft beträufeln, würde zusätzliche Flüssigkeit auf die Oberfläche gelangen und das Knusprigwerden erschweren.
Ein paar Tropfen frischer Zitronensaft direkt vor dem Servieren bringen dagegen eine angenehme Frische in das Gericht.
Gerade bei sehr kräftig gewürzten Varianten entsteht dadurch ein schöner Ausgleich.
Wer zum ersten Mal Blumenkohl im Airfryer zubereitet, sollte sich nicht ausschließlich an der angegebenen Zeit orientieren. Heißluftfritteusen unterscheiden sich teilweise erheblich.
Bei einem leistungsstarken Gerät können kleinere Röschen schon nach 13 oder 14 Minuten fertig sein. Ein anderes Modell benötigt möglicherweise 20 Minuten oder etwas länger.
Deshalb ist das Aussehen wichtiger als die exakte Minutenangabe.
Der fertige Blumenkohl sollte deutlich sichtbare braune Stellen haben. Einige kleine Spitzen dürfen sogar dunkelbraun werden. Gleichzeitig sollte der größte Teil des Röschen noch goldbraun aussehen und nicht verbrannt sein.
Innen sollte der Blumenkohl weich genug sein, dass man ihn problemlos mit einer Gabel teilen kann.
Genau dann ist er für meinen Geschmack perfekt.
