Es gibt diese Tage, an denen man einfach etwas Süßes braucht. Man kommt nach Hause, vielleicht war der Arbeitstag anstrengend, die Kinder haben ihre Launen, der Haushalt wartet, und trotzdem denkt man nur: „Ich brauche jetzt etwas Schokolade.“ Früher war das bei mir meistens eine Tafel Milchschokolade oder sogar ein Snickers aus dem Supermarkt. Dieser süße Geschmack aus Karamell, Erdnüssen und Schokolade hat mich oft begleitet, wenn ich spät abends noch eine Kleinigkeit wollte. Aber irgendwann kam der Moment, an dem ich gemerkt habe, dass diese kleinen Ausnahmen in Wirklichkeit große Folgen haben. Plötzlich zeigte die Waage mehr, meine Kleidung spannte, und ich fühlte mich einfach nicht mehr wohl.
Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2
Das war der Augenblick, in dem ich begann, mich mit Low Carb und Keto zu beschäftigen. Anfangs war ich skeptisch – kein Zucker, keine Nudeln, kein Brot? Ich konnte mir nicht vorstellen, dass man so leben kann. Aber dann habe ich gemerkt, dass es gar nicht ums Verzichten geht, sondern ums Ersetzen. Es gibt so viele Möglichkeiten, gesunde Alternativen zu schaffen. Und so kam es, dass ich eines Abends beschlossen habe, meinen geliebten Snickers-Geschmack in eine gesunde Variante zu verwandeln – einen Keto Snickers Käsekuchen, der ohne Zucker auskommt, aber trotzdem so schmeckt, dass meine Familie ihn liebt.
Ich erinnere mich noch genau an den ersten Versuch. Ich stand in der Küche, die Schränke voll mit neuen Zutaten, die ich vorher kaum kannte: Mandelmehl, Erythrit, zuckerfreie Schokodrops. Mein Mann schaute mich an, als hätte ich vor, ein Raketenexperiment zu starten. „Du und Käsekuchen – das geht schief“, sagte er lachend, denn in meiner Familie war ich nicht unbedingt als große Bäckerin bekannt. Aber genau das war mein Antrieb. Ich wollte es schaffen, ein Dessert zu kreieren, das nicht nur Low Carb war, sondern auch richtig lecker.
Zutaten für meinen Keto Snickers Käsekuchen:
Für den Boden:
75 g Mandelmehl (sehr fein, am besten blanchiert)
3 EL Erythrit (oder Xylit, je nach Vorliebe)
25 g ungesüßtes Kakaopulver
¼ TL Natron
1 Prise Salz
1 TL Vanilleextrakt
60 g Butter, in Stücke geschnitten
Für die Karamellschicht:
60 g Butter
1 EL Erythrit
1 TL Vanilleextrakt
1 Prise Salz
2 EL Schlagsahne
Für die Füllung:
340 g Frischkäse (Zimmertemperatur, Doppelrahmstufe)
6 EL Erythrit
1 TL Vanilleextrakt
240 ml Schlagsahne
Für die Schokoladenschicht:
50 g zuckerfreie Schokodrops (z. B. von Xucker oder Lindt 90%)
1 EL Puder-Erythrit
2 TL Kokosöl
40 g gesalzene Erdnüsse (oder Mandeln, wenn man streng Keto isst)
Als ich alle Zutaten auf der Arbeitsplatte ausgebreitet hatte, begann ich mit dem Boden. Für mich ist das immer wie das Fundament eines Hauses – wenn das nicht stimmt, bringt auch das schönste Dach nichts. Also mischte ich Mandelmehl, Kakao, Erythrit, Natron, Salz, Butter und Vanille zu einer krümeligen Masse. Ich presste alles in die Springform, und schon währenddessen roch es nach Schokolade. Dieser Duft allein war schon ein kleiner Sieg, denn er erinnerte mich an meine alten Backtage, nur ohne das schlechte Gewissen.
