Nicht zu früh drehen. Lass es ruhig ein bisschen Zeit haben – genau das gibt später den Geschmack.
Wenn es rundum Farbe hat, nehme ich es kurz raus und stelle es zur Seite.
In der gleichen Pfanne kommen jetzt die Zwiebeln rein. Und glaub mir – genau hier entsteht schon der Duft, bei dem du weißt: Das wird gut.
Die Zwiebeln dürfen ruhig etwas Farbe bekommen. Nicht nur glasig – wirklich leicht bräunlich.
Dann lege ich das Kasseler wieder dazu.
Jetzt kommt das Malzbier dazu. Und ja, das klingt erstmal ungewöhnlich, aber genau das macht den Unterschied. Es gibt eine leichte Süße und einen richtig runden Geschmack.
Danach gieße ich die Brühe dazu und lasse alles einmal aufkochen.
Ein TL gekörnte Brühe kommt noch rein – und dann Deckel drauf.
Und jetzt passiert eigentlich das Wichtigste: warten.
Ich lasse das Ganze etwa 2 Stunden leicht schmoren. Nicht stark kochen – eher ruhig ziehen lassen. Ab und zu drehe ich das Fleisch, damit es gleichmäßig durchzieht.
Währenddessen kümmere ich mich um die Beilagen.
Kartoffelbrei – einfach, aber perfekt
Etwa 40 Minuten bevor das Fleisch fertig ist, schäle ich die Kartoffeln und schneide sie in Stücke.
Dann kommen sie in kaltes Wasser. Wenn das Wasser kocht, gebe ich Salz dazu und lasse sie etwa 15–20 Minuten weich kochen.
Ganz wichtig: nicht zu weich, sonst wird der Brei später zu matschig.
Wenn sie fertig sind, gieße ich das Wasser ab und zerdrücke sie grob. Kein perfektes Püree – ich mag es, wenn noch ein bisschen Struktur drin ist.
Dann kommt die Butter dazu.
Und jetzt nach und nach heiße Milch – bis die Konsistenz passt. Nicht zu flüssig, nicht zu fest.
Einfach so, wie du es magst.
Sauerkraut – unterschätzt, aber so wichtig
Viele denken, Sauerkraut ist nur Beilage. Aber bei diesem Gericht ist es fast genauso wichtig wie das Fleisch.
Ich mache es ganz einfach.
Das Kraut kommt in einen Topf, dazu etwas Brühe, sodass es gerade so bedeckt ist. Dann lasse ich es kurz aufkochen und danach etwa 20 Minuten leicht köcheln.
Man kann noch Gewürze dazugeben, aber ich halte es meistens schlicht. Der Geschmack vom Kasseler und der Soße reicht völlig aus.
Die Soße – das eigentliche Highlight
Kurz bevor alles fertig ist, nehme ich das Kasseler raus und stelle es bei etwa 80 °C in den Ofen. So bleibt es warm, ohne weiter zu garen.
Jetzt kommt die Soße dran.
Du kannst sie entweder durch ein Sieb passieren oder – so mache ich es meistens – einfach mit dem Stabmixer pürieren.
Dadurch wird sie schön cremig und bekommt eine richtig schöne Konsistenz.
Dann lasse ich sie nochmal kurz aufkochen und schmecke sie ab. Meistens braucht sie gar nicht mehr viel – vielleicht etwas Pfeffer oder ein Hauch Salz.
Wenn sie zu dünn ist, lasse ich sie einfach etwas einkochen.
