Zutaten:
Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2
- 400 g Schweinsleber (alternativ Rindsleber, etwas kräftiger im Geschmack)
- 2 säuerliche Äpfel (z. B. Boskoop oder Elstar)
- 2 große Zwiebeln
- 2 EL Butter
- 1 TL bunte Pfefferkörner, frisch zerstoßen
- Salz nach Geschmack
- frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- optional: etwas frische Petersilie zum Garnieren
Es war an einem ganz gewöhnlichen Mittwochabend, als ich nach einem Rezept suchte, das schnell geht, aber trotzdem etwas Besonderes ist. Ich blätterte in einem alten Kochbuch meiner Großmutter, das ich vor Jahren geerbt hatte. Die Seiten waren vergilbt, voller kleiner Fettflecken, und viele Rezepte waren mit handschriftlichen Notizen versehen. Auf einer dieser Seiten stieß ich auf den Eintrag „Leber mit Zwiebeln und Apfelscheiben“. Meine Oma hatte daneben gekritzelt: „immer mit Butter, dann wird’s mild“.
Ich erinnerte mich sofort an meine Kindheit, als es bei ihr manchmal genau dieses Gericht gab. Der Duft von gebratenen Zwiebeln und Leber zog durchs ganze Haus, und wir Kinder kamen neugierig in die Küche. Damals war das Gericht ganz klassisch – in Mehl gewälzt, mit Kartoffelpüree oder Brot serviert. Doch diesmal wollte ich es anders probieren. Seit einiger Zeit achte ich darauf, weniger Kohlenhydrate zu essen, also entschloss ich mich spontan, das Rezept Low Carb zu interpretieren.
Ich war zunächst skeptisch, ob das Weglassen des Mehls wirklich funktionieren würde. Viele behaupten ja, dass die Leber ohne Mehl zäh oder trocken wird. Aber meine Neugier war größer. Also machte ich mich ans Werk.
Ich schnitt die Leber in gleichmäßige Scheiben, etwa einen Zentimeter dick. Dann schälte ich die Zwiebeln und schnitt sie in Ringe. Die Äpfel wurden ebenfalls geschält, entkernt und in dünne Scheiben geschnitten. Währenddessen summte ich leise vor mich hin – ein typischer Moment in meiner Küche, wenn aus einer Idee langsam ein kleines Abenteuer wird.
Die Butter ließ ich in einer großen Pfanne schmelzen. Schon dieser Duft machte mich glücklich – Butter in der Pfanne bedeutet für mich immer „gleich wird es gemütlich“. Ich gab die Zwiebelringe hinein, ließ sie glasig werden und dann langsam bräunen. Der süßliche Duft breitete sich aus, und ich erinnerte mich an Omas Worte: „Zwiebeln dürfen Zeit haben, dann werden sie süß.“ Genau so machte ich es.
