Ich habe diese kleinen Murmeln in meinem Bett gefunden und hätte fast einen Herzinfarkt bekommen: Ich verrate Ihnen, was es war
Man sagt, das Bett ist ein Ort der Geborgenheit. Ein Platz, an dem man sich sicher fühlt. Ein Rückzugsort nach einem langen Tag. Für mich war es das auch – bis zu diesem einen Morgen.
Es war gegen halb acht. Ich war gerade aufgewacht, blinzelte noch verschlafen in das weiche Licht, das durchs Fenster fiel. Mein Hund Bruno lag zusammengerollt am Fußende und schnarchte leise. Alles war wie immer. Dachte ich.
Doch als ich mich streckte und die Bettdecke zurückschlug, fiel mein Blick auf etwas Ungewöhnliches. Kleine, runde Kügelchen – fünf, vielleicht sechs – lagen verstreut auf dem Laken. Sie waren etwa stecknadelkopfgroß, hellbraun und glänzend. Mein erster Gedanke? “Hä? Was ist das denn?”
Ich beugte mich näher. Die Dinger sahen aus wie winzige Perlen oder Murmeln. Ich nahm eine zwischen die Fingerspitzen. Hart. Kühl. Aber irgendwie… unheimlich.
Plötzlich durchzuckte es mich. Insekteneier. Der Gedanke war da, und er ließ mich nicht mehr los. Ich ließ das Kügelchen fallen und wich zurück, als hätte ich mich verbrannt. Mein Herzschlag beschleunigte sich. Ich schaute zu Bruno. Sah er krank aus? Kratzte er sich übermäßig? Ich konnte kaum klar denken.
In diesem Moment schossen mir tausend Gedanken durch den Kopf. Wanzen? Flöhe? Läuse? Bettwanzen? Ich sprang aus dem Bett, zog die Laken ab, inspizierte jedes Kissen. Dann das Kopfteil. Die Matratze. Nichts. Außer diesen verdammten Kügelchen.
Ich griff zum Handy, tippte mit zitternden Fingern: “kleine braune Eier im Bett”. Sofort erschienen Bilder – und ja, genau das sah ich auch in meinem Bett. Baumwanzeneier. Ich stockte. Die Schockwelle, die mich durchfuhr, war kaum in Worte zu fassen.
Ich fing an zu schwitzen. Und das nicht vor Hitze. Ich fühlte mich schmutzig, eklig, beschämt. Dabei bin ich ein ordentlicher Mensch. Ich wische regelmäßig, wasche meine Bettwäsche jede Woche, lasse keine Essensreste rumliegen. Wie konnten diese Biester in mein Bett kommen?
Mir fiel nur eine mögliche Erklärung ein: Bruno. Vielleicht hatte er sie vom Parkbesuch mitgebracht. Oder aus dem Garten. Ich erinnerte mich, dass er neulich in einem Laubhaufen geschnüffelt hatte.
Ich rief panisch meine beste Freundin Lisa an. Sie ist eigentlich sehr ruhig, aber als ich ihr erzählte, was ich gefunden hatte, hörte ich, wie sie am anderen Ende scharf die Luft einzog. “Schick mir ein Bild”, sagte sie. Ich tat es. “Oha… das sieht echt nach Wanzen aus.”
Zehn Minuten später stand sie mit Latexhandschuhen, Lupe und Desinfektionsmittel vor meiner Tür. Wir untersuchten mein Bett Zentimeter für Zentimeter. Und tatsächlich: am unteren Matratzenrand, direkt unter dem Laken, fanden wir eine winzige, dunkle Stelle. Als wir sie mit der Lupe betrachteten, bewegte sich etwas. Ich hätte fast geschrien.
