Diese Kartoffeln sind wirklich etwas ganz Besonderes, und ich muss gestehen, dass ich selbst nie gedacht hätte, dass ich einmal laut sagen würde: „Die sind besser als Pizza!“ Aber genau so war es. Ich erinnere mich noch gut an den Sonntag, an dem ich dieses Rezept zum ersten Mal ausprobiert habe. Es war einer dieser Tage, an denen man eigentlich Lust auf eine deftige Pizza hat, mit geschmolzenem Käse, duftenden Kräutern, Tomaten und Paprika – aber gleichzeitig denkt man sich: „Nein, das ist mir heute zu schwer, zu fettig, ich möchte etwas, das sättigt, aber nicht so aufliegt.“ Und genau da kommen die Kartoffeln ins Spiel. Sie sind einfach ein Schatz in der Küche, und wenn man sie einmal in dieser Art zubereitet hat, dann versteht man, warum so viele Menschen schwärmen. Es ist fast wie ein Geheimtipp aus Omas Zeiten, kombiniert mit einem Hauch moderner Küche.
Ich habe damals eine große Kartoffel genommen, ungefähr 250 Gramm schwer, richtig festkochend, denn die eignen sich perfekt. Dazu ein Ei, das alles schön zusammenhält, und ein bisschen Milch, etwa 100 ml. Das Mehl – ich habe ganz normales Weizenmehl genommen, ungefähr 120 Gramm – sorgt dafür, dass der Teig eine angenehme Konsistenz bekommt, weder zu flüssig noch zu dick. Eine Prise Salz darf nie fehlen, genauso wie frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, der die Kartoffeln wunderbar würzig macht.
Zuerst habe ich die Kartoffel geschält und auf der groben Reibe gerieben. Und ich kann euch sagen: Der Duft von frisch geriebenen Kartoffeln erinnert mich immer an meine Kindheit. Oma hat oft Kartoffelpuffer gemacht, und schon beim Reiben wusste ich, dass gleich ein Festessen auf mich wartete. Dieses Mal aber wollte ich etwas Neues probieren, also kamen die Kartoffelraspeln in eine Schüssel, dazu das Ei, die Milch, das Mehl, Salz und Pfeffer. Alles gut verrührt – und ich habe darauf geachtet, dass es nicht zu dünnflüssig wird. Es soll eine Art Teig sein, der sich schön auf einem Backblech oder in einer Pfanne verteilen lässt.
Während der Teig ruhte, habe ich mich um das Gemüse gekümmert. Eine mittelgroße Zwiebel, etwa 150 Gramm schwer, in kleine Würfel geschnitten. Dazu eine Karotte, geschält und fein gerieben, damit sie schön untergeht und ihre Süße entfaltet. Dann eine halbe rote Paprika, in kleine Stückchen geschnitten. Für die frische Note habe ich Petersilie genommen – zwei Esslöffel gehackt – und ein wenig französische Kräuter, also so eine Mischung aus Thymian, Oregano und Rosmarin. Allein dieser Duft, wenn die Kräuter zwischen den Fingern zerrieben werden, ist schon ein Genuss.
Die Cherrytomaten – etwa 100 Gramm – habe ich halbiert. Und schließlich kam der Star des Ganzen: der Cheddar-Käse. 150 Gramm habe ich grob gerieben, und allein beim Anblick wusste ich: Das wird ein Traum, wenn das alles im Ofen schmilzt.
Ich habe den Backofen auf 200 Grad vorgeheizt, ein Backblech mit etwas Öl bestrichen und dann den Kartoffelteig darauf verteilt, fast wie einen Pizzaboden. Darauf kam dann das Gemüse, schön bunt verteilt: die Zwiebel, die Karottenraspeln, die Paprikawürfel, die Tomatenhälften. Und darüber der Käse, dick, großzügig, so dass am Ende jeder Bissen ein Stück geschmolzene Köstlichkeit enthält.
Während das Gratin im Ofen goldbraun wurde, habe ich die Sauce vorbereitet. Drei Esslöffel Sauerrahm, ein Esslöffel Mayonnaise, etwas schwarzen Pfeffer, eine fein gehackte Knoblauchzehe, ein halbes Stück eingelegte Gurke ganz klein gewürfelt, und ein Esslöffel frischer Dill. Alles verrührt, und schon hatte ich eine cremige, frische Sauce, die perfekt zu den herzhaften Kartoffeln passt.
Nach etwa 25 bis 30 Minuten war das Gratin fertig. Der Käse war geschmolzen und leicht gebräunt, die Ränder schön knusprig, und der Duft – unbeschreiblich. Es war, als hätte man eine Pizza gebacken, nur dass es eben Kartoffeln waren, die hier die Hauptrolle spielten.
Und als ich das erste Stück probierte, war es klar: Ja, diese Kartoffeln sind besser als Pizza. Der Boden war knusprig, aber nicht fettig, das Gemüse hatte noch einen leichten Biss, die Kräuter sorgten für ein mediterranes Aroma, und der Käse rundete alles perfekt ab. Mit der frischen Sauce dazu war es einfach ein Traumgericht.
