Wow, ich muss euch was erzählen…
Also erstmal: Ich hab echt lange überlegt, ob ich das posten soll, weil es schon ziemlich persönlich ist. Aber irgendwie muss das jetzt raus. Vielleicht hilft’s jemandem, der gerade selber so was durchmacht. Ganz ehrlich – manchmal passieren eben Dinge, mit denen rechnet niemand.
Bei uns war monatelang einfach nur Ausnahmezustand. Mein ältester Sohn Ethan… seit dem Unfall – ihr glaubt gar nicht, wie oft ich nachts wach lag und die Decke angestarrt hab. Nur noch funktioniert. Ich hab ja noch Noah, meinen Kleinen, da muss man ja irgendwie weitermachen. Aber das Herz – naja. Irgendwann fing Noah plötzlich an, Sachen zu erzählen, wo ich echt nicht wusste, ob ich lachen oder heulen soll. Kinder sind halt anders. Er meinte, Ethan war im Kindergarten bei ihm, hätte ihm gesagt, ich soll nicht mehr traurig sein. Leute, ich stand im Flur wie festgenagelt.
Ich hab dann oft gedacht: Redet er nur so, weil er alles irgendwie verarbeiten muss? In solchen Momenten weiß man wirklich nicht mehr, was man glauben soll. Ich hab mich dann halt zusammengerissen und versucht, Noah Sicherheit zu geben. Aber ehrlich? Mir war gar nicht sicher zumute.
Und dann noch diese Sache mit dem Friedhof – Noah meinte ganz ernsthaft, Ethan sei gar nicht da. Ich krieg jetzt noch Gänsehaut, wenn ich dran denke! Irgendwie wollte ich’s einfach ignorieren, aber innerlich… Ihr kennt das vielleicht, wenn man einfach ein komisches Gefühl hat. Ich hab dann angefangen, alles zu hinterfragen, hab sogar im Kindergarten nachgefragt, Videos angeschaut… Leute, was ich da gesehen hab, hat mir wirklich den Boden unter den Füßen weggezogen.
