Blech Pizza Mit Kartoffeln Wird So Wundervoll Knusprig
Vorgeschichte:
Es gab diese eine Zeit, da suchte ich nach einem neuen Rezept, das meiner Familie gefallen könnte – etwas, das nicht nur schmeckt, sondern auch schnell und unkompliziert zuzubereiten ist. Eigentlich war ich nur auf der Suche nach etwas Abwechslung für den üblichen Pizzasonntag, der bei uns immer ein Highlight war. Ich wollte aber nicht die klassische Pizza, die jeder kennt, sondern etwas Besonderes, das auf dem Blech zubereitet wird und alle satt macht, ohne stundenlang in der Küche zu stehen.
Bei einem gemütlichen Kaffeeklatsch mit einer lieben Freundin erzählte sie mir beiläufig von einem ungewöhnlichen Rezept, bei dem Kartoffeln als Pizzaboden dienen. Ich war zunächst skeptisch – Kartoffeln und Pizza? Das klang zwar interessant, aber auch irgendwie gewöhnungsbedürftig. Doch die Neugier siegte, und so bekam ich das Rezept gleich aufgeschrieben. Zuhause angekommen, schaute ich mir die Zutaten genauer an, stellte mir vor, wie es wohl werden könnte, und das duftende Bild von knusprigem Boden und herzhaft belegter Oberfläche ließ mich nicht mehr los.
Beim ersten Versuch war ich überwältigt, wie herrlich die Mischung aus knuspriger Kartoffelkruste und saftigem Belag aus dem Ofen kam. Der Duft, der sich in meiner Küche ausbreitete, war einfach unvergleichlich: eine warme Mischung aus gebackenen Kartoffeln, würzigen Tomaten und Käse, die sofort Lust auf mehr machte. Meine Familie war ganz begeistert und hat sich immer wieder neue Portionen gewünscht. Die Kleinsten fanden die Idee grandios, weil Kartoffeln ohnehin zu ihren Lieblingsspeisen gehören, und auch mein Mann, der sonst eher viel Wert auf klassische Gerichte legt, hat mir an diesem Abend ein großes Lob ausgesprochen.
Seit diesem Tag begleitet mich diese Blechpizza mit Kartoffeln immer dann, wenn ich besonders knusprige, sättigende und doch so einfache Speisen zaubern möchte. Sie ist zu einem echten Klassiker in meinem Kochrepertoire geworden – nicht zu oft, damit sie etwas Besonderes bleibt, aber regelmäßig genug, dass wir uns jedes Mal wieder darauf freuen.
Was sie für mich so besonders macht, ist ihre unkomplizierte Art, mit der passenden Kartoffelsorte herrlich knusprig zu werden, ohne dass man stundenlange Vorbereitung braucht. Und weil sie im Backofen auf einem großen Blech gelingt, kann ich sie problemlos für die ganze Familie backen, sie passt super auf den Tisch bei einem gemütlichen Abend, einem Sonntagsessen oder auch zu besonderen Anlässen, wenn Freunde zu Besuch sind. Ganz ehrlich – es ist einfach wunderbar, wie knusprig die Kartoffeln werden und wie sie die Pizza zu einem wahren Genuss machen.
Zutaten:
– 1 kg festkochende Kartoffeln
– 300 g Mehl (Type 405)
– 1 Päckchen Trockenhefe oder 20 g Frischhefe
– 150 ml lauwarmes Wasser
– 2 EL Olivenöl
– 1 TL Salz
– 1 Prise Zucker
– 200 ml passierte Tomaten
– 2 Knoblauchzehen
– 1 TL italienische Kräuter (Basilikum, Oregano, Thymian)
– 150 g geriebener Mozzarella
– 100 g geriebener Gouda
– 100 g Cherrytomaten
– 1 rote Zwiebel
– 100 g Bacon oder Schinkenwürfel (optional)
– Frischer Basilikum zum Garnieren
– Pfeffer aus der Mühle
Zubereitung:
Bevor es losgeht, ist es wichtig, alle Zutaten bereit zu stellen – so kann die Zubereitung flüssig und entspannend ablaufen. Die Kartoffeln schälen und so fein wie möglich reiben, das gelingt am besten mit einer Küchenreibe oder einer Küchenmaschine mit Reibeaufsatz. Danach die geriebenen Kartoffeln in ein sauberes Küchentuch geben und sehr gründlich ausdrücken, damit möglichst viel Flüssigkeit entweicht. Diese Flüssigkeit macht den Teig später zu feucht, deshalb ist dieser Schritt sehr wichtig. Wer möchte, kann diesen Schritt sogar mehrmals wiederholen und die Kartoffeln noch mehr ausdrücken, um eine sehr trockene Masse zu erhalten.
In einer großen Schüssel das Mehl mit der Hefe, dem Salz und der Prise Zucker vermengen. Danach das lauwarme Wasser und das Olivenöl hinzufügen und alles gut verrühren. Nun die gut ausgedrückten Kartoffeln in den Teig einarbeiten. Dadurch entsteht eine eher dicklich-klebrige Teigmasse, die durch die Kartoffeln besonders saftig und doch stabil wird.
Den Teig für mindestens 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Dabei verdoppelt sich das Volumen und die Hefe sorgt für die optimale Lockerung und den herrlich fluffigen Charakter des Pizzabodens.
Währenddessen den Ofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, damit die Pizza später nicht anklebt.
Für die Sauce die passierten Tomaten in eine Schüssel geben, die Knoblauchzehen ganz fein hacken oder pressen, italienische Kräuter hinzufügen und mit Salz sowie Pfeffer abschmecken. Alles gut verrühren, bis eine aromatische Sauce entsteht.
Nun den gegangenen Teig noch einmal kurz durchkneten und auf dem Backblech ausrollen. Dabei macht es Spaß, den Teig mit den Händen gleichmäßig zu verteilen – er ist schön elastisch und klebrig zugleich, also ruhig mit etwas Mehl oder Öl an den Händen arbeiten, damit nichts kleben bleibt. Der Boden sollte nicht zu dünn, aber auch nicht zu dick sein, etwa einen halben Zentimeter. Das ist die optimale Dicke für knusprige Kartoffel-Pizza.
Die vorbereitete Tomatensauce großzügig auf dem Teig verteilen. Dabei unbedingt darauf achten, dass der Rand frei bleibt, damit die Pizza später eine schöne “Kruste” bekommt.
Jetzt kommt der Belag: Zuerst den Mozzarella und den Gouda gleichmäßig über die Sauce streuen. Die Cherrytomaten halbieren, die rote Zwiebel in feine Ringe schneiden und zusammen mit dem Speck oder Bacon (für die, die es möchten) auf der Pizza verteilen.
Das Blech nun für etwa 20 bis 25 Minuten in den vorgeheizten Ofen geben. Währenddessen steigt einem schon der verführerische Geruch von gebackenen Kartoffeln, Käse und Kräutern in die Nase – ein richtiges Wohlfühlaroma, das in meinem Zuhause immer direkt für gute Laune sorgt. Die Pizza ist fertig, wenn der Käse goldgelb und der Rand sichtbar knusprig geworden ist.
Ich nehme die Pizza aus dem Ofen und lasse sie etwa fünf Minuten abkühlen – so wird sie noch etwas fester und lässt sich besser schneiden. Frischen Basilikum darüberstreuen, das gibt nicht nur Farbe, sondern auch einen frischen Geschmackskick. Mit einem scharfen Pizzaroller oder Messer in Stücke schneiden und am besten noch warm servieren.
Tipps und Varianten:
Diese Blechpizza mit Kartoffeln ist so vielseitig, dass ich regelmäßig neue Varianten ausprobiere. Ein Tipp von mir: Wer die Kartoffeln noch knuspriger möchte, kann die geriebenen Kartoffeln vor dem Einarbeiten in den Teig einige Minuten in einer Pfanne bei mittlerer Hitze ohne Fett leicht anbraten, bis sie etwas Farbe bekommen – das kommt dem Knuspererlebnis zugute. Aber Achtung, nicht zu stark anbraten, sonst wird der Teig zu trocken und verliert seine Saftigkeit.
Wenn du es vegetarisch möchtest, lässt sich der Speck ganz einfach weglassen oder durch gegrilltes Gemüse wie Zucchini, Aubergine oder Paprika ersetzen. Auch frischer Spinat oder Rucola, der nach dem Backen auf die Pizza gelegt wird, sind super lecker. Für alle, die es gerne etwas würziger mögen, empfehle ich, einige Chiliflocken mit in die Tomatensauce zu geben oder geräucherten Paprika als Gewürz zu verwenden – das verleiht dem Ganzen eine schöne Tiefe.
Zum Aufbewahren: Reste dieser Pizza lassen sich wunderbar abgedeckt im Kühlschrank bis zu zwei Tage lagern. Zum Aufwärmen legt man sie am besten nochmal kurz in den Ofen bei 180 Grad – so wird der Boden wieder herrlich knusprig, und der Käse schmilzt erneut. Die Mikrowelle würde ich eher vermeiden, da wird die Pizza oft matschig.
Falls du das Rezept für Gäste zubereitest, kann man das Blech auf dem Tisch setzen und jeder schneidet sich die Stücke selbst. Das schenkt eine gemütlich-launige Atmosphäre, bei der jeder seine Lieblingsstücke genießen kann. Für ein schnelles Abendessen unter der Woche eignet sich die Pizza mit Kartoffelboden ebenso gut, weil sie sättigend ist und sich einfach vorbereiten lässt.
Ein kleiner Fehler, den man vermeiden sollte: Da der Teig durch die Kartoffeln klebriger ist als normaler Pizzateig, sollte man ihn nicht zu dünn ausrollen, sonst reißt er schnell. Außerdem lohnt es sich, mit dem Backpapier zu arbeiten, damit die Pizza nicht kleben bleibt und sich problemlos in Stücke schneiden lässt.
Abschließend möchte ich noch sagen, dass das Rezept mit ein bisschen Übung zum echten Highlight wird, das nicht nur den Körper, sondern auch die Seele wärmt. Ob für die Familie an einem entspannten Wochenende, für nette Abende mit Freunden oder auch mal als besondere Alternative zu klassischer Pizza – diese Blechpizza mit Kartoffeln ist abwechslungsreich, lecker und knusprig genug, um immer wieder Freude zu bereiten. So habe ich für uns eine kleine kulinarische Perle gefunden, die ich gerne mit dir teile und die sicher vielen Hausfrauen und -männern das Leben erleichtert und den Esstisch bereichert. Guten Appetit!
