13.10.2026

Auberginenpesto – cremiges Sommerdressing für Pasta, Brot & mehr

Es gibt Rezepte, die wie gemacht sind für den Sommer, und Auberginenpesto gehört für mich ganz klar dazu. Ich habe es zum ersten Mal an einem warmen Juliabend bei einer Freundin probiert, als wir spontan im Garten zusammenkamen und jeder etwas zu essen mitbrachte. Auf dem Tisch standen gegrilltes Gemüse, Brot, ein paar frische Salate – und dann diese kleine Schale mit einer cremigen, leicht körnigen Sauce, die auf den ersten Blick gar nicht auffiel. Doch als ich ein Stück geröstetes Baguette hineintunkte, war ich sofort begeistert. Der Geschmack war herzhaft, nussig, frisch und leicht rauchig – etwas völlig anderes als das klassische Basilikum-Pesto, das wir alle kennen. Meine Freundin lachte, als sie meinen erstaunten Blick sah, und meinte: „Das ist Auberginenpesto – geht ganz einfach und schmeckt immer nach Sommer.“

Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2

Von diesem Tag an war ich neugierig. Ich begann zu experimentieren, Rezepte zu vergleichen und eigene Variationen zu entwickeln. Bald wurde Auberginenpesto zu einem festen Bestandteil meiner Sommerküche. Es passt wunderbar zu Nudeln, schmeckt köstlich auf geröstetem Brot und eignet sich sogar als Dip für Gemüse oder als Dressing für Salate. Und das Beste: Man braucht nur wenige Zutaten, die man fast immer zu Hause hat.

Zutaten für 4 Personen
1 große Aubergine
40 g Mandeln
40 g frisch geriebener Parmesan
1 Bund Petersilie
1/2 Knoblauchzehe
Olivenöl extra vergine (nach Bedarf)
Salz und Pfeffer

Die Zubereitung beginnt mit der Aubergine. Ich wasche sie gründlich und trockne sie mit einem Küchentuch. Dann steche ich sie mit einer Gabel oder einem Zahnstocher mehrmals ein – ein kleiner Trick, damit sie im Ofen nicht aufplatzt. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech gelegt, darf sie bei 200 °C im Ofen etwa 50 Minuten schmoren, bis das Fruchtfleisch weich und cremig ist. Schon währenddessen verbreitet sich ein herrlich würziger Duft in der Küche.

Während die Aubergine gart, röste ich die Mandeln in einer Pfanne ohne Fett. Unter ständigem Rühren lasse ich sie ein paar Minuten goldbraun werden – so entfalten sie ihr volles Aroma. Anschließend lasse ich sie abkühlen, damit sie im Mixer nicht zu weich werden.

Sobald die Aubergine fertig ist, hole ich sie aus dem Ofen und lasse sie kurz abkühlen, damit ich sie problemlos anfassen kann. Dann ziehe ich die Haut vorsichtig ab und kratze das weiche Fruchtfleisch heraus. Dieses kommt zusammen mit den Mandeln, dem Parmesan, der halben Knoblauchzehe und ein paar Blättern Petersilie in den Mixer. Nun gebe ich Olivenöl dazu – lieber zuerst weniger und bei Bedarf mehr – und püriere alles, bis eine cremige Masse entsteht. Ich mag es gerne, wenn das Pesto noch leicht körnig ist und man die Mandeln ein wenig spürt. Zum Schluss schmecke ich mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer ab.