Zubereitung
Den Backofen zunächst auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform einfetten und den Boden nach Wunsch zusätzlich mit Backpapier auslegen.
Die Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Anschließend in mundgerechte Würfel schneiden. Die Stücke sollten nicht zu klein sein, denn etwas größere Apfelstücke bleiben beim Backen saftiger.
Die Äpfel mit dem Zitronensaft vermischen. Wer Zimt liebt, gibt jetzt etwa einen halben Teelöffel dazu.
Die Butter in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle schmelzen und anschließend einige Minuten abkühlen lassen.
Eier, Zucker und Vanillezucker in eine große Schüssel geben und mit dem Handrührgerät 2–3 Minuten kräftig aufschlagen. Die Masse sollte deutlich heller, cremig und etwas voluminöser werden. Genau dieser Schritt sorgt später dafür, dass der Kuchen schön locker wird.
Nun die lauwarme geschmolzene Butter langsam unter ständigem Rühren dazugeben.
Mehl, Backpulver und eine Prise Salz separat vermischen. Anschließend portionsweise zur Eiermasse geben und vorsichtig unterrühren.
Nur so lange rühren, bis ein glatter Teig entstanden ist. Wird der Teig nach der Zugabe des Mehls sehr lange geschlagen, kann der fertige Kuchen kompakter werden.
Jetzt die Apfelstücke vorsichtig unterheben.
Wer den Kuchen optisch wie auf dem Foto haben möchte, kann etwa ein Drittel der Äpfel zurückbehalten. Den Teig mit den restlichen Äpfeln in die Form geben und anschließend die übrigen Apfelstücke locker auf der Oberfläche verteilen.
Den Kuchen auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen und bei 180 °C etwa 30–40 Minuten backen.
Nach ungefähr 30 Minuten mit einem Holzstäbchen prüfen, ob er fertig ist. Bleibt noch flüssiger Teig daran kleben, benötigt der Kuchen einige Minuten länger.
Die Oberfläche sollte am Ende goldbraun sein und die herausstehenden Apfelstücke dürfen ruhig etwas stärker gebräunt sein. Dadurch bekommen sie ein besonders schönes Aroma.
Den fertigen Apfelkuchen aus dem Ofen nehmen und zunächst 10 Minuten in der Form abkühlen lassen. Anschließend vorsichtig den Rand der Springform lösen.
Wenn der Kuchen nur noch lauwarm ist, großzügig mit Puderzucker bestäuben.
Gerade leicht warm schmeckt er meiner Familie am besten.
Meine Tipps
Für diesen Kuchen eignen sich leicht säuerliche und backfeste Äpfel besonders gut. Boskoop, Elstar, Jonagold oder Braeburn sind beispielsweise eine gute Wahl. Sehr süße Äpfel funktionieren ebenfalls, dann kann man den Zucker im Teig etwas reduzieren.
Wer besonders saftigen Apfelkuchen mag, sollte die Äpfel nicht zu fein schneiden. Größere Stücke geben beim Backen Feuchtigkeit ab und bleiben innen schön weich.
Noch aromatischer wird der Kuchen mit etwas Zimt und Vanille. Im Herbst gebe ich manchmal zusätzlich eine kleine Prise gemahlenen Kardamom dazu.
Auch gehobelte Mandeln passen hervorragend. Einfach vor dem Backen eine kleine Handvoll über die Oberfläche streuen. Sie rösten während des Backens und werden leicht knusprig.
Wenn der Kuchen für Gäste gedacht ist, serviere ich ihn gerne noch leicht warm mit Schlagsahne oder einer Kugel Vanilleeis.
Gut abgedeckt bleibt der Apfelkuchen etwa 2–3 Tage saftig. Vor dem Servieren kann man einzelne Stücke für einige Sekunden erwärmen – dann schmeckt er beinahe wieder wie frisch aus dem Ofen.
Und genau deshalb liebe ich dieses Rezept: nur drei Äpfel, ganz einfache Zutaten und etwa zehn Minuten Vorbereitung. Trotzdem bekommt man einen herrlich saftigen, lockeren Apfelkuchen, der perfekt zu einer großen Tasse Kaffee passt.
