Es gibt Gebäck, das braucht keine Werbung. Man sieht es in der Auslage, und sofort weiß man, wie es schmeckt. Streuseltaler gehören für mich genau dazu. Sie erinnern an Sonntage, an Zeit ohne Eile, an den Duft von frischem Hefeteig und geschmolzener Butter, der sich langsam in der Küche ausbreitet. Und ganz ehrlich: So sehr ich den Bäcker um die Ecke schätze – selbstgemacht sind Streuseltaler einfach eine andere Liga.
Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2
Ich habe im Laufe der Jahre viele Varianten probiert. Mal waren sie zu trocken, mal zu kompakt, mal fehlte dieser typische „Bäcker-Biss“, den man sich wünscht. Bis ich dieses Rezept gefunden habe – oder besser gesagt: bis es sich über viele Backnachmittage hinweg entwickelt hat. Es ist eines dieser Rezepte, bei denen man merkt, dass sie funktionieren. Immer. Egal ob für das Sonntagsfrühstück, das Kuchenbuffet, den Kindergeburtstag oder einfach nur, weil man Lust auf etwas Süßes hat.
Was diese Streuseltaler so besonders macht, ist die Kombination aus einem weichen, luftigen Hefeboden und einer dicken Schicht buttriger Streusel. Außen leicht knusprig, innen zart und saftig. Genau so, wie man es sich wünscht. Und das Beste: Man braucht keine besonderen Zutaten und kein großes Können. Ein bisschen Zeit, ein bisschen Geduld – mehr nicht.
Zutaten
Für den Hefeteig:
300 g Mehl
60 g Zucker
1 Päckchen Trockenhefe
1 Prise Salz
50 g Butter, weich
1 Ei
150 ml Milch, handwarm
Für die Streusel:
250–300 g Mehl
250 g Butter, kalt
250 g Zucker
1 TL Vanillezucker
Für die Glasur:
250 g Puderzucker, gesiebt
etwas Wasser
Zubereitung
Ich beginne immer mit dem Hefeteig, denn er braucht ein wenig Zeit, um schön aufzugehen. Dafür vermische ich zuerst das Mehl mit der Trockenhefe in einer großen Schüssel. Danach kommen Zucker, Salz, die weiche Butter, das Ei und die handwarme Milch dazu. Mit dem Knethaken oder den Händen wird alles zu einem geschmeidigen, leicht elastischen Teig verarbeitet. Der Teig sollte weich sein, aber nicht kleben.
Anschließend decke ich die Schüssel ab und lasse den Teig etwa 20 Minuten ruhen. Er muss sich nicht verdoppeln, sondern einfach etwas entspannen und an Volumen gewinnen. Während dieser Zeit bereite ich die Streusel zu.
