Es war einer dieser ruhigen Frühsommertage, an denen der Morgenhimmel klar ist, die Sonne warm durch das Fenster scheint und der Duft von frisch gemähtem Gras in die Küche dringt. Anna, eine Frau mit einer großen Liebe zum Kochen und einem feinen Gespür für gute Zutaten, stand barfuß auf den warmen Fliesen, eine dampfende Tasse Kaffee in der Hand. Sie hatte eigentlich nicht vor, etwas Besonderes zu machen, vielleicht nur ein einfaches Frühstück für sich und ihren Mann. Doch dann klingelte das Telefon. Ihre Schwester war dran, gut gelaunt, wie immer, und fragte, ob sie spontan mit ihrer Familie vorbeikommen könne. „Wir sind sowieso in der Nähe“, lachte sie. Anna sagte natürlich ja, aber als sie auflegte, ging ihr Blick unweigerlich in Richtung Kühlschrank. Sie wollte nicht einfach Brötchen und Aufschnitt auf den Tisch stellen. Etwas Besonderes, aber nicht zu Aufwendiges musste her. Sie öffnete die Kühlschranktür und sah frischen Blattspinat, ein Stück cremigen Feta, Eier, Milch, ein Stück Mozzarella und ein Päckchen Weizenmehl. In diesem Moment erinnerte sie sich an ein Rezept, das sie vor langer Zeit einmal von einer Bekannten bekommen hatte – eine Spinat-Feta-Quiche, die so einfach und doch so köstlich sein sollte, dass man sie immer wieder machen möchte.
Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2
Zutaten:
– 500 g frischer Blattspinat
– 2 EL Olivenöl
– 1 Zwiebel
– 2 Knoblauchzehen
– 3 Eier
– 120 ml Vollmilch
– 150 g Weizenmehl
– 200 g griechischer Feta, zerbröselt
– 100 g geriebener Mozzarella (alternativ: junger Gouda oder Emmentaler)
– Salz und Pfeffer
– Optional: ¼ TL Chiliflocken oder fein gehackte frische Chili
– Petersilie (zum Garnieren)
Anna begann mit dem Spinat, den sie sorgfältig auswusch. Sie liebte diesen Anblick von frischem Grün im kalten Wasser, das leichte Glitzern der Tropfen auf den Blättern, wenn die Sonne durch das Fenster fiel. Sie wechselte das Wasser mehrmals, bis es völlig klar blieb. Der Spinat durfte dann in einem großen Sieb abtropfen, während sie sich der Zwiebel und dem Knoblauch zuwandte. Die Zwiebel schnitt sie in feine, gleichmäßige Würfel, der Knoblauch wurde sorgfältig gehackt. Beides stellte sie griffbereit neben den Herd. In ihrer schweren gusseisernen Pfanne, die sie von ihrer Mutter geerbt hatte, erhitzte sie das Olivenöl und gab zuerst die Zwiebeln hinein. Das leise Zischen, der süßliche Duft – es war wie ein Versprechen, dass das Gericht gelingen würde. Nach einigen Minuten kam der Knoblauch hinzu, der das Aroma sofort intensivierte.
Nun folgte der Spinat. Er füllte die Pfanne zunächst fast bis zum Rand, doch Anna wusste, wie schnell er zusammenfallen würde. In wenigen Minuten war aus dem üppigen Grün eine samtige, dunkelgrüne Masse geworden. Sie würzte mit etwas Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und gab für einen kleinen, pikanten Akzent eine Prise Chiliflocken dazu. Der Spinat durfte anschließend in ein Sieb wandern, und Anna drückte mit einem Löffel vorsichtig überschüssige Flüssigkeit heraus. „Das ist der wichtigste Schritt“, murmelte sie vor sich hin, „sonst wird die Quiche später matschig.“
In einer großen Rührschüssel verquirlte sie die Eier mit der Milch zu einer glatten, gleichmäßigen Masse. Das Mehl siebte sie hinein und rührte, bis keine Klümpchen mehr zu sehen waren. Sie schmeckte die Mischung nur leicht mit Salz und Pfeffer ab, denn der Feta würde später für genug Würze sorgen. Nun kam der abgekühlte Spinat dazu, zusammen mit dem zerbröselten Feta und dem geriebenen Mozzarella. Mit einem Holzlöffel hob sie alles sanft unter, sodass sich die Zutaten gleichmäßig verteilten, ohne den Spinat zu zerreißen.
