Ihre Quicheform hatte sie bereits leicht mit Olivenöl gefettet. Die Mischung füllte sie hinein, strich die Oberfläche glatt und schob die Form in den auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Ofen. Jetzt hieß es warten – etwa 20 Minuten, in denen sich die Küche mit einem warmen, würzigen Duft füllte, der langsam bis ins Wohnzimmer zog. Anna nutzte die Zeit, um den Tisch zu decken, frische Petersilie zu hacken und den Salat vorzubereiten, der als Beilage dienen sollte.
Als der Timer klingelte, öffnete sie vorsichtig die Ofentür. Die Quiche hatte eine herrlich goldbraune Oberfläche, der Käse war geschmolzen und leicht knusprig an den Rändern. Sie nahm die Form heraus und ließ sie fünf Minuten ruhen. Dieses kleine Warten lohnte sich, denn so ließ sich die Quiche sauber schneiden, ohne dass die Stücke zerfielen. Das erste Stück legte sie auf einen Teller, bestreute es mit der frischen Petersilie und stellte es auf den Tisch. Ihre Schwester, die gerade den Raum betrat, blieb sofort stehen und sagte nur: „Das riecht unglaublich!“
Beim ersten Bissen war klar, dass dieses Rezept einen festen Platz in Annas Küche bekommen würde. Die Kombination aus dem milden, frischen Spinat, dem salzigen Feta, der cremigen Eier-Milch-Mischung und dem leicht geschmolzenen Mozzarella war perfekt ausbalanciert. Dazu die zarte Schärfe der Chili – genau richtig, um das Ganze interessant zu machen, ohne zu übertönen.
Anna teilte später ihre Tipps mit allen am Tisch: Den Spinat wirklich gut ausdrücken, damit keine Flüssigkeit die Quiche verwässert. Den Käse ruhig variieren – wer es kräftiger mag, kann jungen Bergkäse oder Emmentaler nehmen. Für einen besonderen Knuspereffekt kann man vor dem Backen noch ein paar gehackte Walnüsse oder Kürbiskerne darüberstreuen. Und für Tage, an denen man auf Kohlenhydrate achten möchte, lässt sich das Mehl problemlos durch Mandelmehl ersetzen und die Milch durch Sahne – dann wird es eine köstliche Low-Carb-Variante.
Es wurde ein langer, gemütlicher Vormittag, an dem gelacht, erzählt und gegessen wurde. Die Quiche war schnell verschwunden, und alle waren sich einig: „Dieses Rezept hätten wir gerne früher gekannt.“ Anna lächelte, denn genau das dachte sie auch.
