23.10.2026

Knusprige Pommes aus der Heißluftfritteuse wie vom Jahrmarkt – dieser einfache Trick mit kaltem Wasser macht den Unterschied!

Wer liebt sie nicht? Herrlich goldbraune Pommes, außen richtig knusprig und innen wunderbar weich. Genau so, wie man sie vom Jahrmarkt, aus der Pommesbude oder vom Lieblingsimbiss kennt. Doch wenn man versucht, solche Pommes zu Hause selbst zuzubereiten, ist das Ergebnis häufig enttäuschend. Entweder werden sie zu weich, bleiben blass oder sind außen schon dunkel, während sie innen noch nicht richtig gar sind.

Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2

Dabei braucht man weder eine große Fritteuse noch mehrere Liter Öl, um leckere Pommes selbst zu machen. Mit einer Heißluftfritteuse, frischen Kartoffeln und einem einfachen Vorbereitungsschritt lassen sich erstaunlich gute Ergebnisse erzielen.

Das Geheimnis ist ein kurzes Bad in kaltem Wasser. Was zunächst unspektakulär klingt, kann einen deutlichen Unterschied machen. Zusammen mit dem richtigen Trocknen und zwei unterschiedlichen Gartemperaturen entstehen Pommes, die außen schön kross und innen angenehm kartoffelig bleiben.

Und das Beste daran: Die Zutaten hat man meistens bereits zu Hause.

Warum selbstgemachte Pommes oft nicht knusprig werden

Vielleicht kennen Sie das Problem: Sie schneiden frische Kartoffeln in Stifte, geben etwas Öl darüber und legen alles in die Heißluftfritteuse. Nach zwanzig Minuten sehen die Pommes zwar appetitlich aus, doch beim Essen fehlt die typische knusprige Oberfläche.

Das liegt häufig an der Vorbereitung.

Frisch geschnittene Kartoffeln enthalten Stärke, die sich auch an der Oberfläche der Kartoffelstifte befindet. Wird diese nicht teilweise entfernt, können die Pommes beim Garen stärker aneinanderkleben und ungleichmäßig bräunen.

Hinzu kommt die Feuchtigkeit. Sind die Kartoffeln außen zu nass, muss diese zunächst verdampfen, bevor die Oberfläche richtig knusprig werden kann.

Deshalb lohnt es sich, den Kartoffeln vor dem Garen ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken.

Ein kurzes Wasserbad entfernt einen Teil der oberflächlichen Stärke. Anschließend müssen die Kartoffelstifte allerdings besonders gründlich abgetrocknet werden.

Gerade dieser zweite Schritt wird häufig unterschätzt.

Zutaten für 2 Portionen

600 g festkochende Kartoffeln

1,5 EL Sonnenblumenöl oder Rapsöl

1 TL Salz

Etwas edelsüßes Paprikapulver

1 kleine Prise Zucker für das Pommes-Salz

4 EL Ketchup

4 EL Mayonnaise

Optional können zusätzlich Knoblauchpulver, frisch gemahlener Pfeffer oder etwas geräuchertes Paprikapulver verwendet werden.

Zubereitung: So werden die Pommes richtig knusprig

1. Kartoffeln vorbereiten

Zunächst die Kartoffeln gründlich waschen und nach Wunsch schälen. Wer rustikale Pommes mit Schale mag, kann diese auch dranlassen, sofern die Kartoffeln dafür geeignet und sauber sind.

Anschließend die Kartoffeln mit einem scharfen Messer in möglichst gleichmäßige Stifte schneiden.

Eine Dicke von ungefähr einem Zentimeter eignet sich besonders gut. Sehr dünne Pommes werden schneller knusprig, können aber auch leichter austrocknen. Dickere Stifte bleiben innen weicher, benötigen dafür jedoch etwas mehr Garzeit.

Wichtig ist vor allem, dass die einzelnen Stücke ungefähr gleich groß sind.

2. Der entscheidende Trick: Kaltes Wasser

Die geschnittenen Kartoffelstifte in eine große Schüssel geben und vollständig mit kaltem Wasser bedecken.

Nun etwa zehn Minuten stehen lassen.

Während dieser Zeit wird ein Teil der Stärke von der Kartoffeloberfläche ins Wasser abgegeben. Das Wasser kann dadurch leicht trüb werden.

Anschließend die Kartoffeln in ein Sieb geben und gründlich abtropfen lassen.

Jetzt folgt ein besonders wichtiger Schritt: Die Kartoffelstifte mit einem sauberen Küchentuch oder Küchenpapier sorgfältig trocken tupfen.

Je weniger Oberflächenfeuchtigkeit zurückbleibt, desto besser können die Pommes anschließend bräunen.

Wer diesen Schritt auslässt, bekommt häufig eher weiche als knusprige Kartoffelstifte.

3. Mit wenig Öl vermengen

Die vollständig abgetrockneten Kartoffeln in eine große Schüssel geben.

Etwa eineinhalb Esslöffel Öl hinzufügen und alles gründlich vermischen, sodass die Kartoffelstifte rundherum leicht benetzt sind.

Es muss nicht viel Öl sein. Die Heißluftfritteuse arbeitet mit zirkulierender heißer Luft, sodass deutlich weniger Fett als beim klassischen Frittieren benötigt wird.

Das Salz kommt zunächst noch nicht dazu. Es wird erst nach dem Garen über die fertigen Pommes gestreut.

4. Bei 180 Grad vorgaren

Die vorbereiteten Kartoffelstifte in den Korb der Heißluftfritteuse geben.

Die Temperatur auf 180 °C einstellen und die Pommes ungefähr zwölf Minuten vorgaren.

Während dieser ersten Phase werden die Kartoffeln im Inneren weich und beginnen außen langsam Farbe anzunehmen.

Wichtig ist, den Korb nicht zu voll zu machen. Wenn die Kartoffelstifte sehr dicht übereinanderliegen, kann die heiße Luft nicht überall gleichmäßig zirkulieren.

Bei einer kleineren Heißluftfritteuse ist es deshalb besser, die Menge auf zwei Durchgänge aufzuteilen.

5. Jetzt kommt die zweite Temperatur

Nach ungefähr zwölf Minuten den Korb herausziehen und die Pommes kräftig durchschütteln.

Anschließend die Temperatur auf 200 °C erhöhen und die Kartoffelstifte weitere acht bis zehn Minuten garen.