Es gibt Rezepte, die plant man wochenlang. Man kauft besondere Zutaten, liest mehrere Anleitungen und nimmt sich bewusst Zeit für die Zubereitung. Und dann gibt es die Rezepte, die völlig unerwartet entstehen und später zu echten Favoriten werden. Genau so war es bei diesem Joghurteis.
Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2
Ich erinnere mich noch gut an den Tag, an dem ich zum ersten Mal auf die Idee kam, dieses Eis auszuprobieren. Es war einer dieser heißen Sommertage, an denen selbst das Öffnen der Haustür schon zu warm erscheint. Die Sonne schien ununterbrochen, die Terrasse war aufgeheizt und selbst im Schatten war es kaum auszuhalten. Eigentlich hatte ich Lust auf ein großes Eis, doch die nächste Eisdiele war nicht gerade um die Ecke und ehrlich gesagt wollte ich bei dieser Hitze nirgendwo mehr hinfahren.
Also begann ich, den Kühlschrank zu durchsuchen. Die Hoffnung war gering. Oft hat man in solchen Momenten zwar viele Zutaten zu Hause, aber nichts, das wirklich zu einem spontanen Dessert wird. Doch plötzlich fiel mein Blick auf zwei Becher Joghurt. Daneben stand eine Flasche Milch, etwas Honig war ebenfalls vorhanden und ganz hinten im Schrank fand ich noch eine kleine Flasche Vanillearoma.
Zunächst dachte ich mir nichts dabei. Doch dann erinnerte ich mich an ein Gespräch mit einer Freundin. Sie hatte mir einige Wochen zuvor erzählt, dass sie ihr eigenes Joghurteis herstellt und dafür nicht einmal eine Eismaschine benötigt. Damals hatte ich das eher beiläufig zur Kenntnis genommen. Nun kam mir die Idee wieder in den Sinn.
Neugierig begann ich zu experimentieren. Ich verrührte die Zutaten, stellte die Mischung ins Gefrierfach und hoffte einfach auf das Beste. Ehrlich gesagt erwartete ich kein besonders gutes Ergebnis. Viele einfache Rezepte versprechen schließlich mehr, als sie später halten können.
Doch einige Stunden später wurde ich positiv überrascht.
Das Eis war wunderbar cremig, angenehm frisch und schmeckte deutlich natürlicher als viele gekaufte Varianten. Vor allem gefiel mir, dass es nicht übertrieben süß war. Der Joghurt sorgte für eine leichte Frische, die perfekt zu warmen Sommertagen passt.
Seit diesem Tag gehört dieses Joghurteis zu meinen absoluten Lieblingsrezepten. Immer wenn die Temperaturen steigen oder spontan Besuch kommt, bereite ich es zu. Besonders schön finde ich, dass man die Zutaten fast immer im Haus hat. Man braucht keine komplizierten Geräte, keine außergewöhnlichen Zutaten und keine besondere Erfahrung.
Mittlerweile habe ich das Rezept unzählige Male gemacht. Für Familienfeiern, Grillabende, Kindergeburtstage und gemütliche Nachmittage auf der Terrasse. Jedes Mal wird die Schüssel schneller leer, als ich erwartet hatte.
Meine Kinder lieben besonders die Variante mit Schokostreuseln und Kirschen. Mein Mann bevorzugt geröstete Nüsse. Ich selbst esse es am liebsten mit frischen Beeren. Genau das macht dieses Rezept so vielseitig. Jeder kann es an seinen eigenen Geschmack anpassen.
Besonders in den letzten Jahren, in denen viele Menschen wieder häufiger selbst kochen und backen, habe ich festgestellt, wie beliebt einfache Rezepte geworden sind. Niemand möchte bei 30 Grad stundenlang in der Küche stehen. Gleichzeitig möchte man aber trotzdem etwas Besonderes genießen. Dieses Joghurteis erfüllt genau diesen Wunsch.
Was mich außerdem begeistert, ist die Leichtigkeit des Desserts. Viele Eiscremes enthalten große Mengen Sahne und Zucker. Dieses Rezept wirkt deutlich frischer und leichter. Natürlich bleibt es eine Süßspeise, aber sie fühlt sich nicht so schwer an wie viele klassische Eissorten.
Inzwischen gehört dieses Eis fest zu meinem Sommer. Sobald die ersten warmen Tage kommen, wandern immer einige Becher Joghurt in den Einkaufswagen. Denn ich weiß genau, dass früher oder später wieder jemand fragt: „Machst du heute dein Joghurteis?“
Zutaten
Für etwa vier bis sechs Portionen benötigen Sie:
2 Becher Joghurt (insgesamt 500 ml)
3 EL Milch
3 EL Honig
2 TL Vanillearoma
Toppings nach Belieben
Sauerkirschen
Schokostreusel
Gehackte Nüsse
Frische Erdbeeren
Heidelbeeren
Himbeeren
Karamellsauce
Schokoladensauce
Kokosraspeln
Mandelsplitter
Warum dieses Rezept so gut funktioniert
