Zubereitung
Zuerst bereite ich immer die Zitronenfüllung zu, da sie vollständig abkühlen muss. Dafür gebe ich die Milch zusammen mit dem Zucker, der Maisstärke, der fein abgeriebenen Zitronenschale und dem Zitronensaft in einen Topf. Alles wird gründlich verrührt, damit sich keine Klümpchen bilden. Anschließend stelle ich den Topf auf den Herd und erhitze die Mischung bei mittlerer Temperatur unter ständigem Rühren.
Nach einigen Minuten beginnt die Creme einzudicken. Jetzt ist Geduld gefragt: Die Masse sollte nicht sprudelnd kochen, sondern langsam cremig werden. Sobald eine puddingartige Konsistenz erreicht ist, nehme ich den Topf vom Herd und lasse die Zitronencreme abkühlen. Um Hautbildung zu vermeiden, decke ich sie direkt an der Oberfläche ab.
Während die Zitronencreme abkühlt, schlage ich die Sahne mit dem Puderzucker steif und stelle sie kühl. Danach bereite ich die Löffelbiskuits vor. Diese werden kurz in Milch getaucht – wirklich nur ganz kurz, damit sie nicht zu weich werden.
Nun beginnt das Schichten. In eine Auflaufform oder in Dessertgläser lege ich zuerst eine Schicht getränkter Löffelbiskuits. Darauf kommt eine Schicht Zitronencreme, gefolgt von etwas Sahne. Wer mag, kann zwischendurch eine dünne Schicht Zitronenmarmelade einstreichen. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis alle Zutaten aufgebraucht sind. Den Abschluss bildet eine großzügige Schicht Sahne.
Das fertige Zitronen-Tiramisu stelle ich für mindestens vier Stunden, am besten über Nacht, in den Kühlschrank. In dieser Zeit verbinden sich die Aromen, und das Dessert bekommt seine perfekte Konsistenz. Vor dem Servieren kann man es nach Belieben mit Zitronenzesten oder etwas Zitronenmarmelade dekorieren.
Dieses Zitronen-Tiramisu ist für mich der Inbegriff eines Desserts, das unkompliziert ist und trotzdem besonders wirkt. Es ist cremig, frisch, angenehm süß und nie zu schwer. Genau das macht es zu einem meiner liebsten Rezepte, das ich immer wieder gerne zubereite – egal zu welcher Jahreszeit.
