Zubereitung
Als Erstes gebe ich die lauwarme Milch zusammen mit dem Zucker und der Trockenhefe in eine Schüssel. Dann wird alles kurz verrührt und ungefähr zehn Minuten stehen gelassen. Nach kurzer Zeit sieht man meistens schon kleine Bläschen – genau dann merkt man, dass die Hefe arbeitet.
Währenddessen vermische ich Mehl und Salz in einer großen Schüssel.
Danach kommen die Eier, die Hefemischung und die weiche Butter dazu.
Jetzt beginnt eigentlich der wichtigste Teil: das Kneten.
Am Anfang wirkt der Teig oft noch etwas klebrig und unförmig, aber genau da darf man nicht sofort zusätzlich Mehl hineinkippen. Nach ein paar Minuten wird der Teig plötzlich weich und elastisch.
Ich knete meistens ungefähr acht bis zehn Minuten.
Danach forme ich den Teig zu einer Kugel und decke die Schüssel mit einem Küchentuch ab.
Jetzt braucht der Teig Ruhe.
Ungefähr eine Stunde lasse ich ihn an einem warmen Ort gehen. Manchmal stelle ich die Schüssel einfach in den leicht warmen Backofen mit ausgeschaltetem Licht. Danach ist der Teig meistens doppelt so groß.
Und ehrlich gesagt liebe ich genau diesen Moment immer total.
Weil man plötzlich merkt:
„Okay, das wird wirklich was.“
Danach wird der Teig nochmal kurz durchgeknetet und in gleich große Stücke geteilt.
Aus jedem Stück forme ich kleine Kugeln.
Die kommen dicht nebeneinander in eine gefettete Form oder auf ein Backblech.
Dann dürfen die Brötchen nochmal ungefähr 30 Minuten ruhen.
Währenddessen verrühre ich Eigelb und Milch.
Damit werden die Brötchen vorsichtig bestrichen, damit sie später diese wunderschöne goldene Farbe bekommen.
Wer mag, kann jetzt noch etwas Sesam oder Hagelzucker darüberstreuen.
Gebacken werden die Brioche-Brötchen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze ungefähr 20 bis 25 Minuten.
Sobald sie goldbraun sind und die Küche unglaublich gut riecht, sind sie fertig.
Und jetzt kommt ehrlich gesagt der schwierigste Teil:
Warten.
Denn eigentlich sollte man sie kurz auskühlen lassen.
Aber bei uns klappt das fast nie.
Irgendjemand zieht immer schon vorher eins auseinander.
Und sobald man die weiche, dampfende Mitte sieht, ist sowieso alles vorbei.
Besonders lecker schmecken sie übrigens mit:
Butter und Erdbeermarmelade
Honig
Nutella
Frischkäse
Käse und Schinken
oder einfach pur
Manchmal friere ich sogar welche ein. Kurz aufgebacken schmecken sie fast wieder wie frisch gemacht.
Was ich an diesem Rezept außerdem liebe: Es macht einfach gute Stimmung.
Vielleicht klingt das komisch, aber frisches Gebäck verändert irgendwie sofort die Atmosphäre zuhause. Alles wirkt gemütlicher. Ruhiger. Wärmer.
Gerade in stressigen Zeiten finde ich solche kleinen Rituale unglaublich schön.
Nicht wegen Perfektion.
Sondern einfach wegen dieses Gefühls von Zuhause.
Und genau deshalb wird dieses Rezept bei uns wahrscheinlich noch sehr lange gebacken werden.
