Spaghettieis Kuchen mit Paradiescreme I Beste Erdbeerkuchen Rezepte 2024
Vorgeschichte:
Manchmal entdeckt man die tollsten Rezepte ganz unverhofft, wenn man eigentlich nur nach etwas Einfachem sucht, das der ganzen Familie schmeckt und gut anzurichten ist. So ging es mir mit dem Spaghettieis Kuchen mit Paradiescreme. Eigentlich wollte ich an einem lange erwarteten Sonntag einfach nur einen frischen Erdbeerkuchen backen, der nicht zu kompliziert ist, aber dennoch etwas Besonderes auf dem Tisch zaubert. Beim Blättern durch eine alte Rezeptmappe, die ich von meiner Mutter geerbt habe, stieß ich auf eine handgeschriebene Notiz zu einem „Erdbeerkuchen mit einer cremigen Überraschung“. So ähnlich stand es da. Neugierig geworden machte ich mich ans Werk, doch das Ergebnis sollte viel mehr werden, als nur ein gewöhnlicher Erdbeerkuchen.
Der Duft in der Küche, während der Kuchen im Ofen stand, war einfach herrlich – frisch, süß und leicht nach Vanille, dabei aber nicht zu aufdringlich. Der Boden des Kuchens ist ein lockerer, feiner Biskuit, der schon allein zum Reinbeißen verführt. Doch das wahre Highlight kam erst mit dem Anschneiden: die Paradiescreme, die in der Mitte verborgene, zarte Vanillecreme, erinnerte tatsächlich an das beliebte Spaghettieis, das ich aus Kindertagen kenne. Auf der Oberfläche durfte natürlich die frische Erdbeerschicht nicht fehlen, die mit ihrer leuchtenden Farbe sofort Lust auf den ersten Bissen macht.
Als die Familie endlich zusammensaß und wir den Kuchen probierten, gab es strahlende Gesichter. Besonders die Kinder waren begeistert – der Kuchen schmeckte nicht nur lecker, er sah auch so aus, als wäre er aus einer Konditorei. Seitdem habe ich dieses Rezept unzählige Male gebacken, sei es für die Kaffeetafel am Sonntag oder für Geburtstage und kleine Familienfeste. Die Kombination aus fluffigem Biskuit, der süßen Paradiescreme und den frischen Erdbeeren ist einfach unschlagbar. Dieses Rezept hat sich in meinem Zuhause einen festen Platz erobert und ich freue mich immer wieder, wenn es den Tisch verschönert.
Zutaten:
Für den Biskuitboden:
4 Eier (Größe M)
150 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
120 g Mehl
30 g Speisestärke
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
Für die Paradiescreme:
1 Päckchen Paradiescreme Vanille
500 ml Milch
100 g Zucker
200 g Schlagsahne
Für den Belag:
500 g Erdbeeren
2 EL Zucker
Saft einer halben Zitrone
Zum Verzieren:
Weiße Schokolade (optional)
Einige frische Minzblätter (optional)
Zubereitung:
Bevor wir loslegen, wichtig: ich empfehle alle Zutaten rechtzeitig aus dem Kühlschrank zu nehmen, sodass sie Zimmertemperatur erreichen. Das macht nicht nur das Verarbeiten leichter, sondern auch die Konsistenzen werden gleichmäßiger.
Zuerst bereiten wir den Biskuitboden zu, denn der benötigt als Grundlage die meiste Zeit im Backofen. Den Ofen heizen wir auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vor. In einer großen Rührschüssel werden die Eier zusammen mit dem Zucker und Vanillezucker mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine etwa fünf bis sieben Minuten geschlagen, bis die Masse richtig luftig und hellgelb ist. Es ist wichtig, hier geduldig zu sein, denn nur durch das lange Schlagen bekommt der Biskuit die notwendige Leichtigkeit.
In einer separaten Schüssel vermischen wir Mehl, Speisestärke, Backpulver und die Prise Salz sorgfältig miteinander. Das Mehlgemisch wird nun vorsichtig mit einem großen Löffel oder Teigspatel unter die Eiermasse gehoben. Dabei unbedingt behutsam arbeiten, um die Luftigkeit nicht zu verlieren. Der fertige Teig wird in eine mit Backpapier ausgelegte Springform (26 cm Durchmesser) gefüllt und glatt gestrichen.
Der Biskuitbackt nun im vorgeheizten Ofen für etwa 25 bis 30 Minuten. Gegen Ende der Backzeit empfehle ich die Stäbchenprobe: mit einem Holzstäbchen in die Mitte des Kuchens pieksen. Wenn kein Teig mehr daran kleben bleibt, ist der Biskuit fertig. Nach dem Backen den Biskuitboden auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
Während der Kuchen im Ofen ist, können wir schon die Paradiescreme vorbereiten. Die Zubereitung ist ganz unkompliziert: Die Milch wird in einem Topf leicht erwärmt, aber nicht zum Kochen gebracht, dann rührt man die Paradiescreme-Pulver zusammen mit dem Zucker vorsichtig ein. Damit sich keine Klümpchen bilden, ist es am besten, das Pulver nach und nach einzustreuen und dabei mit einem Schneebesen langsam zu rühren. Die Creme sollte eindicken, wenn sie leicht köchelt, bevor der Topf vom Herd genommen wird. Anschließend lassen wir die Paradiescreme vollständig abkühlen.
Wenn die Creme vollständig ausgekühlt ist, schlagen wir die kalte Sahne steif und heben sie vorsichtig unter die Creme. Die fertige Paradiescreme kommt für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank, damit sie schön fest wird und sich gut auf dem Biskuitboden verteilen lässt.
Nun kümmern wir uns um die Erdbeeren. Die Erdbeeren werden gewaschen, geputzt und in dünne Scheiben geschnitten. Mit dem Zucker und dem Zitronensaft vermengen wir die Erdbeeren und lassen sie für circa 15 Minuten ziehen. So verstärkt sich ihr Aroma, und sie geben etwas Saft frei, der später toll auf dem Kuchen wirkt.
Sobald der Biskuit vollständig abgekühlt ist, schneiden wir ihn horizontal vorsichtig in zwei Hälften. Die untere Hälfte des Bodens wird mit der Paradiescreme gleichmäßig bestrichen – das ist der Moment, in dem der Kuchen wirklich zum Spaghettieis wird. Die Creme sollte schön dick aufgetragen werden, damit es später beim Schneiden des Kuchens sichtbar bleibt.
Jetzt geben wir die marinierten Erdbeeren auf die Creme, verteilen sie gleichmäßig und legen anschließend die zweite Bodenhälfte als Deckel darauf. Um die Oberfläche des Kuchens noch ansprechender zu machen, kann man sie leicht mit Puderzucker bestäuben oder weiße Schokoladenspäne darüber streuen, die man einfach mit einem Sparschäler von einer weißen Schokoladentafel abträgt.
Den fertigen Kuchen am besten für mindestens zwei Stunden, besser über Nacht, kalt stellen. So verbinden sich alle Aromen und die Paradiescreme wird schön fest. Beim Servieren werden kleine Stücke des Kuchens geschnitten, die Optik erinnert dabei tatsächlich an das sommerliche Eisgericht Spaghettieis – daher auch der Name.
Tipps und Varianten:
Dieses Rezept ist wunderbar wandelbar und lässt sich bestens auf unterschiedliche Anlässe und Geschmäcker anpassen. Wer beispielsweise eine leichtere Variante bevorzugt, kann die Sahne in der Paradiescreme durch fettärmere Variante ersetzen oder den Zuckeranteil etwas reduzieren. Wichtig ist, dass die Konsistenz der Creme samtig und dennoch stabil bleibt, damit der Kuchen locker und gleichzeitig cremig schmeckt.
Wer keine Paradiescreme zur Hand hat, kann auch Vanillepuddingpulver benutzen. In dem Fall nimmt man etwas weniger Zucker und bereitet den Pudding etwas fester zu als gewohnt. Dann ebenfalls unter die aufgeschlagene Sahne heben und auf dem Biskuit verteilen. Das Ergebnis ist zwar nicht ganz identisch, aber genauso lecker und perfekt zum Nachmachen.
Für den Erdbeerbelag eignen sich natürlich auch andere frische Früchte wie Himbeeren, Blaubeeren oder sogar geschnittene Kiwis. Besonders schön wird es, wenn verschiedene Früchte bunt kombiniert werden – so entsteht ein besonders frischer, farbenfroher Kuchen, der optisch einen tollen Akzent auf jeder Kaffeetafel setzt.
Die Aufbewahrung des Kuchens ist unkompliziert, da sich die Paradiescreme und die Früchte im Kühlschrank hervorragend frisch halten. Abgedeckt lässt sich der Kuchen zwei bis drei Tage lagern. Am Tag des Verzehrs schmeckt er natürlich am besten, da dann die Sahnecreme noch ihre sahnig-frische Textur besitzt.
Wenn der Kuchen mal etwas schneller zubereitet werden soll, kann man den Biskuitboden bereits am Vortag backen. Wer es besonders eilig hat, ersetzt den Biskuit durch fertigen Biskuitboden aus dem Supermarkt, allerdings verliert man sich damit etwas vom frischen selbstgemachten Charakter.
Serviert wird dieser Kuchen wunderbar zu Nachmittagskaffee oder auch als reizvolle süße Überraschung bei Familienfeiern, Geburtstagen oder einfach zum Verwöhnen der Lieben am Wochenende. Kinder und Erwachsene lieben ihn gleichermaßen, denn er verbindet die Frische von Erdbeeren, die Cremigkeit der Paradiescreme und den fluffigen Biskuit in einem.
Auch kleine Patzer während der Zubereitung sind nicht dramatisch – sollte der Biskuit mal nicht ganz so fluffig geraten sein, sorgt die frische Creme für die nötige Leichtigkeit. Wichtig ist allerdings, den Kuchen rechtzeitig zu kühlen; sonst läuft die Paradiescreme leicht zu sehr auseinander und der schöne Effekt geht verloren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieser Spaghettieis Kuchen mit Paradiescreme zu Recht zu einem meiner Lieblingsrezepte geworden ist. Er zeigt, wie man mit wenigen Zutaten und etwas Geduld einen besonderen Kuchen schaffen kann, der auf jeder Kaffeetafel gut ankommt und nach dem zweiten Stück direkt nach mehr verlangt. Ob für die Familie, als Mitbringsel oder einfach zum selber Genießen – dieses Rezept wird Sie nicht enttäuschen. Einfach ausprobieren und genießen!
