Die Schinken- und Eierbecher sind nicht nur lecker, sondern auch praktisch. Sie lassen sich vorbereiten und kurz vor dem Servieren in den Ofen schieben. Wenn Besuch kommt, spare ich dadurch Zeit und kann mich ganz entspannt um meine Gäste kümmern. Und wenn etwas übrig bleibt – was selten vorkommt –, schmecken sie auch kalt am nächsten Tag. Ich packe sie manchmal meinem Mann mit ins Büro, und er freut sich immer, wenn er in der Mittagspause etwas anderes als ein langweiliges Butterbrot vorfindet.
Noch ein Tipp von mir: Wer auf Kalorien achten möchte, kann das Rezept auch leichter gestalten. Statt normalem Sandwichbrot kann man Vollkornbrot verwenden, statt Kalbsschinken Putenbrust, und beim Käse auf eine fettreduzierte Variante zurückgreifen. Selbst die Eier kann man teilweise durch Eiweiß ersetzen, wenn man möchte. So werden die Becher noch figurfreundlicher, ohne dass der Geschmack leidet.
Für Kinderpartys habe ich einmal eine Mini-Version gemacht. Dazu habe ich eine kleinere Muffinform verwendet und Wachteleier statt Hühnereier hineingeschlagen. Die kleinen Becher sahen so niedlich aus, dass sie im Nu verschwunden waren. Auch zu Ostern sind sie eine tolle Idee, gerade weil Eier da sowieso im Mittelpunkt stehen.
Natürlich sind Schinken- und Eierbecher auch nicht ganz ohne kleine Tücken. Einmal habe ich sie zu lange im Ofen gelassen, weil ich abgelenkt war – das Ergebnis war ein hartes, trockenes Ei, das niemand mochte. Seitdem stelle ich mir immer einen Timer. Ein anderes Mal habe ich zu wenig Öl in die Form gegeben, und das Herauslösen war ein kleines Desaster. Deshalb rate ich unbedingt, entweder eine Silikonform zu verwenden oder großzügig einzufetten.
Für die Präsentation empfehle ich, die Becher nach dem Backen mit etwas frischem Grün zu bestreuen. Ein paar Schnittlauchröllchen oder Petersilienblätter wirken Wunder. Und wenn man es richtig elegant haben möchte, kann man die Becher auf einem Holzbrett anrichten, dazu ein paar Cherry-Tomaten und kleine Gurkenscheiben – fertig ist eine Vorspeisenplatte, die aussieht, als käme sie aus einem Bistro.
Je mehr ich über dieses Rezept schreibe, desto mehr fällt mir auf, wie sehr es meine Kochphilosophie widerspiegelt: Einfach, aber mit Liebe gemacht. Es braucht keine teuren Zutaten, keine komplizierte Technik. Alles, was man braucht, ist ein wenig Kreativität und Freude am Ausprobieren. Genau das macht das Kochen für mich so erfüllend.
Ich habe die Schinken- und Eierbecher inzwischen bestimmt schon hundertmal gemacht, und jedes Mal finde ich eine kleine Nuance, die sie besonders macht. Mal ein anderer Käse, mal ein anderes Brot, mal eine Gewürzmischung. Einmal habe ich sogar eine mediterrane Version ausprobiert: Brot mit Olivenöl beträufelt, dann Schinken, Ei, etwas Feta und Oregano darüber – ein Hauch von Urlaub im Süden.
Und weißt du was? Selbst meine Schwiegermutter, die sehr kritisch ist, wenn es ums Essen geht, war begeistert. Sie meinte: „Das sieht nicht nur hübsch aus, das schmeckt auch wunderbar.“ Und wenn ich das Lob von ihr bekomme, dann weiß ich, dass ich etwas richtig gemacht habe.
So könnte ich noch ewig weiterschreiben, aber am Ende bleibt die Quintessenz: Dieses Rezept ist ein kleiner Schatz. Es zeigt, dass man mit einfachen Mitteln Großes erreichen kann. Es passt zu jeder Gelegenheit, es ist kinderfreundlich, erwachsenentauglich, schnell, lecker und wandelbar. Ob Frühstück, Brunch, Vorspeise oder Snack – Schinken- und Eierbecher sind immer eine gute Idee.
