Saftiger Schokoladen Buttermilch Kuchen – 5 geniale Tipps
Vorgeschichte:
Ich erinnere mich noch genau an den Tag, an dem ich dieses Rezept entdeckt habe. Es war ein ganz gewöhnlicher Nachmittag, an dem ich eigentlich nur nach einer schnellen Süßigkeit für den Nachmittagskaffee gesucht habe. Meine Kinder hatten sich etwas Schokoladiges gewünscht, aber ich wollte nicht den üblichen Schokokuchen backen, denn der war schon so oft auf dem Tisch gewesen, und mein Vorrat an wirklich guten Rezepten war begrenzt. Ich durchstöberte eine alte Rezeptmappe, die ich vor Jahren von einer lieben Nachbarin bekommen hatte. Zwischen den vergilbten Blättern und handschriftlichen Notizen fiel mir ein Rezept ins Auge: ein Schokoladenkuchen mit Buttermilch. Der Titel versprach “saftig” – und das war genau das Wort, das mich neugierig machte. Denn ich wusste, wie schnell Schokoladenkuchen trocken werden können und war gespannt, ob dieser Kuchen tatsächlich so lecker und saftig wird, wie es versprochen wurde.
Am Wochenende habe ich mir dann endlich Zeit genommen, das Rezept auszuprobieren. Schon beim Backen durchströmte die Wohnung ein herrlicher Duft, der nach intensiver Schokolade und einem Hauch von Butter und Vanille roch. Das macht irgendwie sofort gute Laune, da fühle ich mich immer ein bisschen wie in der Backstube meiner Großmutter, wo solche Düfte an der Tagesordnung waren. Die Konsistenz des Teiges war schön cremig und eben nicht zu schwer, was mir gut gefiel. Als der Kuchen fertig war, haben wir ihn warm probiert – und ich kann euch sagen, das war wirklich ein kleines Geschmackserlebnis: so weich, so saftig und dabei nicht zu süß. Meine Familie war sofort begeistert, besonders die Kinder wollten direkt Nachschlag. Seit diesem Tag gehört dieser Kuchen bei uns einfach zum Repertoire. Wenn sich spontan Freunde ankündigen oder wir an besonderen Tagen einfach Lust auf etwas Süßes haben, ist der Schokoladen Buttermilch Kuchen meine Geheimwaffe.
Wie oft ich den schon gebacken habe, kann ich gar nicht mehr zählen. Und jedes Mal nehme ich mir vor, die fünf kleinen Tricks, die ich dabei gelernt habe, auch wirklich zu beherzigen – denn die machen den Unterschied! Deshalb wollte ich heute genau dieses Rezept mit euch teilen, damit ihr auch in den Genuss dieses Kuchenglücks kommt.
Zutaten:
200 Gramm Zartbitterschokolade (mindestens 70 % Kakaoanteil)
250 Gramm Butter (zimmerwarm)
200 Gramm Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
3 Eier (Größe M)
300 Gramm Mehl (Type 405)
1 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
250 ml Buttermilch
2 Esslöffel Kakaopulver (ungesüßt)
Zubereitung:
Zuerst heize ich den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vor. Falls du Umluft benutzt, sind 160 Grad ideal. Beim Backen von Schokoladenkuchen solltest du die Temperatur im Auge behalten, denn der Kuchen soll außen nicht zu schnell dunkel werden, dafür innen schön saftig bleiben.
Als Erstes schmilzt du die Schokolade zusammen mit der Butter in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze oder über einem Wasserbad. Dabei ist wichtig, dass du wirklich sanft vorgehst, damit dir die Schokolade nicht anbrennt oder klumpig wird. Ich rühre währenddessen immer vorsichtig um, bis sich eine cremige, glänzende Masse gebildet hat. Das ist schon der erste Schritt, der die saftige Konsistenz später maßgeblich beeinflusst. Wenn die Schoko-Butter-Mischung fertig ist, stelle ich sie kurz zum Abkühlen beiseite, damit sie nicht zu warm ist, wenn die Eier dazu kommen. Sonst könnten sie gerinnen.
In der Zwischenzeit schlägst du die Eier zusammen mit Zucker und Vanillezucker richtig schaumig. Dazu nimmt man am besten eine Rührschüssel und einen Handmixer oder eine Küchenmaschine. Es dauert ungefähr fünf bis acht Minuten, bis die Masse hell und dicklich ist. Das sorgt später für eine schöne Bindung im Teig und macht den Kuchen locker.
Wenn die Eier-Zucker-Mischung fertig ist, gibst du die etwas abgekühlte Schoko-Butter-Masse langsam dazu und rührst alles gut untereinander. Das sollte jetzt schon eine wunderbar samtige Teigbasis ergeben.
Dann mischst du Mehl, Backpulver, Kakaopulver und Salz in einer separaten Schüssel. Trockene Zutaten immer am besten erst sieben, so vermeidest du Klümpchen im Kuchen. Danach siebst du die Mehlmischung Schritt für Schritt vorsichtig unter die Schoko-Ei-Masse. Das kannst du mit einem Holzlöffel oder einem Handrührgerät auf niedriger Stufe machen – je weniger du mixst, desto zarter wird der Kuchen.
Als letztes hebt du die Buttermilch unter den Teig. Sie sorgt nicht nur für die typische Lockerheit, sondern macht ihn eben besonders saftig und frisch. Ich benutze immer Vollfettbuttermilch, das klappt am besten. Wichtig ist, dass du die Buttermilch wirklich vorsichtig unterhebst und den Teig nicht zu lange rührst.
Jetzt füllst du den fertigen Teig in eine gefettete und mit Mehl bestäubte Springform (etwa 26 cm Durchmesser). Wenn du keine Springform hast, geht auch eine normale Kuchenform, nur achte auf die Backzeit, die kann sich dann etwas verändern. Der Teig sollte gleichmäßig verteilt werden und die Oberfläche kannst du noch glatt streichen – ich nehme dazu immer einen angefeuchteten Teigschaber, so gelingt das prima.
Der Kuchen kommt jetzt für ungefähr 45 bis 50 Minuten in den Ofen. Die genaue Zeit hängt ein bisschen von deinem Ofen ab. Mach am besten die Stäbchenprobe: ein dünner Holzstab oder Metallspieß kommt in die Mitte des Kuchens. Wenn kein Teig daran kleben bleibt, ist der Kuchen fertig. Der Kuchen ist dann außen leicht fest, aber innen schön weich und saftig.
Nach dem Backen lasse ich den Kuchen ungefähr 15 Minuten in der Form abkühlen und löse ihn dann vorsichtig. Das ist wichtig, damit er nicht bricht. An einem Gitter ausgekühlt bleibt die Kruste knusprig, während innen alles schön fluffig bleibt.
Der Duft, der dabei in der Küche hängt, ist einfach himmlisch. Die Kombination aus Schokolade und Butter, verbunden mit einem Hauch Vanille, macht den Kuchen unwiderstehlich. Wenn meine Kinder nach Hause kommen, stehen sie meistens sofort in der Tür und fragen, wann sie endlich ein Stück abbekommen. Das ist für mich das größte Kompliment.
Tipps und Varianten:
1. Die Schokolade: Du kannst die Zartbitterschokolade auch durch Vollmilch- oder eine Mischung aus Zartbitter und Milchschokolade ersetzen. Für den besonderen Geschmack empfehle ich, immer hochwertige Schokolade zu verwenden, da sie den Ton im Kuchen angibt. Wenn du es etwas herber magst, nimm mehr Zartbitter, für eine zartschmelzende Süße kannst du Vollmilch schmelzen.
2. Buttermilch ist der Schlüssel zum saftigen Kuchen. Falls du keine Buttermilch zur Hand hast, kannst du sie mit Milch und einem Spritzer Zitronensaft oder Essig selber herstellen. 250 ml Milch mit 1 Esslöffel Zitronensaft verrühren und 5 Minuten stehen lassen, das funktioniert ziemlich gut. Aber am besten ist die original Buttermilch, weil sie auch den Kuchen schön locker macht.
3. Backform: Wenn du eine Kastenform benutzen möchtest, verlängert sich die Backzeit etwas – rechne mit etwa 55 bis 60 Minuten. Ein Kuchen in der Kastenform sieht toll aus und lässt sich prima in Scheiben schneiden.
4. Wer mag, kann den Kuchen noch mit einer Schokoladenglasur oder Puderzucker verzieren. Eine Glasur aus Zartbitterschokolade und Sahne macht den Kuchen noch unwiderstehlicher, ist aber kein Muss. Auch frische Beeren oder ein Klecks Sahne sind eine schöne Ergänzung.
5. Aufbewahrung und Haltbarkeit: Der Kuchen bleibt mindestens drei Tage locker und saftig, wenn du ihn gut abdeckst – entweder mit Frischhaltefolie oder in einer Kuchenbox. Am zweiten oder dritten Tag schmeckt der Kuchen oft sogar noch besser, weil die Aromen noch durchgezogen sind. Vor dem Servieren kannst du ihn kurz bei Raumtemperatur stehen lassen oder ganz leicht in der Mikrowelle erwärmen.
Fehler, die man vermeiden sollte, sind vor allem zu hohe Backtemperaturen, denn der Kuchen kann dann trocken werden oder an der Oberfläche zu dunkel. Auch zu langes oder zu intensives Rühren nach dem Mehl unterheben macht den Kuchen schnell fest statt locker.
Anlässe: Dieses Rezept eignet sich wunderbar für viele Gelegenheiten. Egal, ob du deine Familie am Wochenende überraschen möchtest, Freunde beim Kaffee einlädst oder einfach einen unkomplizierten Geburtstagskuchen brauchst – der Schokoladen Buttermilchkuchen ist immer eine gute Wahl. Besonders wenn es mal etwas schneller gehen soll, denn das Rezept ist unkompliziert und erfordert keine ausgefallenen Zutaten. Auch Kindergeburtstage sind ideal, weil der Kuchen sehr beliebt und reichhaltig ist.
Ich wünsche viel Freude beim Nachbacken und noch mehr Genuss beim Verzehr! Es macht einfach Spaß, mit so einem unkomplizierten, aber köstlichen Rezept zu arbeiten, das immer ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Einfach, lecker, saftig – genau das Richtige, wenn man einen richtig guten Schokoladenkuchen haben möchte. Guten Appetit!
