Viele Menschen kennen das Problem: Beim Kauf ist die Orchidee voller wunderschöner Blüten. Doch nach einigen Wochen fallen die Blüten ab, die Stängel werden kahl und plötzlich scheint die Pflanze nicht mehr wachsen zu wollen. Dabei liegt das Problem häufig nicht an der Orchidee selbst, sondern an einem kleinen Fehler, den viele Pflanzenliebhaber beim Gießen machen.
Besonders interessant ist, dass Orchideen keineswegs so empfindlich sind, wie häufig angenommen wird. Mit der richtigen Pflege können sie viele Jahre leben und immer wieder neue Blüten entwickeln. Entscheidend ist allerdings, wie viel Wasser sie bekommen, wann sie gegossen werden und was anschließend mit dem überschüssigen Wasser passiert.
Ein weitverbreiteter Haushaltstipp empfiehlt sogar, Orchideen mit Milch oder einer Mischung aus Wasser und Milch zu versorgen. Doch funktioniert das tatsächlich? Und welche Methode hilft wirklich dabei, die Pflanzen gesund zu halten?
Warum Orchideen anders gegossen werden müssen als gewöhnliche Zimmerpflanzen
Die meisten Orchideen, die wir in Supermärkten und Gartencentern kaufen, gehören zur Gattung Phalaenopsis. In ihrer natürlichen Umgebung wachsen viele dieser Orchideen nicht direkt in gewöhnlicher Gartenerde, sondern auf Bäumen.
Ihre Wurzeln sind daran angepasst, Feuchtigkeit aus der Umgebung aufzunehmen und gleichzeitig ausreichend Luft zu bekommen.
Genau deshalb stehen Orchideen häufig in speziellen Pflanzgefäßen mit grober Rinde. Dieses Substrat sorgt dafür, dass Wasser ablaufen kann und die Wurzeln nicht dauerhaft nass bleiben.
Wer eine Orchidee wie eine gewöhnliche Zimmerpflanze behandelt und täglich ein wenig Wasser hinzugibt, riskiert deshalb ein ernstes Problem: Die Wurzeln können faulen.
Und das Tückische daran ist, dass die ersten Anzeichen häufig erst sichtbar werden, wenn die Pflanze bereits geschwächt ist.
Der wichtigste Trick: Schauen Sie auf die Wurzeln, bevor Sie gießen
