Während die Hefe arbeitet, schmelze ich die Butter langsam in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle und lasse sie danach kurz abkühlen. In einer großen Schüssel vermische ich das Mehl mit dem Salz. Dann gebe ich den Hüttenkäse, das Ei und die geschmolzene Butter dazu. Zum Schluss kommt die Hefemilch hinein.
Jetzt wird alles zu einem weichen, leicht klebrigen Teig verknetet. Ich mache das meist mit den Händen, weil man so ein gutes Gefühl für den Teig bekommt. Er sollte weich sein, aber sich gut vom Schüsselrand lösen. Falls er zu klebrig ist, kann man ein wenig Mehl hinzufügen, aber wirklich nur wenig.
Den fertigen Teig forme ich zu einer Kugel, lege ihn zurück in die Schüssel und decke ihn mit einem sauberen Küchentuch ab. Dann darf er an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen, bis sich sein Volumen deutlich vergrößert hat.
Nach der Gehzeit knete ich den Teig noch einmal kurz durch und forme ihn entweder zu einem Brotlaib oder zu mehreren kleinen Brötchen. Diese lege ich auf ein mit Backpapier belegtes Blech. Dann decke ich sie noch einmal ab und lasse sie weitere 15–20 Minuten ruhen.
In der Zwischenzeit heize ich den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor. Vor dem Backen bestreiche ich das Brot oder die Brötchen mit dem verquirlten Ei. Das sorgt für eine schöne, goldene Oberfläche.
Das Brot backe ich etwa 30–35 Minuten, Brötchen entsprechend etwas kürzer. Wenn die Oberfläche goldbraun ist und das Brot beim Klopfen hohl klingt, ist es fertig. Danach lasse ich es auf einem Gitter auskühlen – so schwer das auch fällt.
? Tipps, Varianten & Erfahrungen aus dem Alltag
Dieses Wolkenbrot ist unglaublich vielseitig. Zum Frühstück schmeckt es mit Butter und Marmelade, am Abend mit Käse oder Aufschnitt. Auch als Sandwichbrot ist es hervorragend geeignet. Wer mag, kann dem Teig Kräuter, etwas Knoblauch oder geriebenen Käse hinzufügen und daraus eine herzhafte Variante machen.
Das Brot lässt sich wunderbar einfrieren. Ich schneide es oft in Scheiben, friere sie portionsweise ein und kann so jederzeit frisches Brot auftoasten. Auch Brötchen lassen sich gut auf Vorrat backen.
Wenn du das Brot besonders weich magst, kannst du es nach dem Backen mit einem Tuch abdecken. So bleibt die Kruste zarter. Für eine knusprigere Oberfläche lässt man es einfach offen auskühlen.
Für mich ist dieses Rezept mehr als nur Brot. Es ist ein Stück Erinnerung, ein Stück Alltag und ein kleines Ritual. Und genau deshalb bin ich mir sicher: Wer dieses Brot einmal gebacken hat, greift im Laden nur noch selten zum Brotregal.
