13.10.2026

Meine Geranien blühen jedes Jahr üppig – Die einfachen Pflegetipps, die ich erst viel zu spät entdeckt habe

Seitdem beschäftige ich mich intensiver mit der Pflege meiner Balkonpflanzen. Dabei habe ich festgestellt, dass oft gar nicht die teuersten Produkte die besten Ergebnisse liefern. Viel wichtiger sind regelmäßige Pflege, der richtige Standort, ausreichend Wasser und eine ausgewogene Nährstoffversorgung.

Geranien gehören zu den Pflanzen, die während ihrer langen Blütezeit besonders viele Nährstoffe verbrauchen. Wer sich einmal vorstellt, wie viele Blüten eine einzige Pflanze zwischen Mai und Oktober hervorbringen kann, versteht schnell, warum irgendwann zusätzliche Nährstoffe notwendig werden. Die Erde im Balkonkasten liefert diese nämlich nur für begrenzte Zeit.

Früher dachte ich außerdem, je mehr Dünger, desto besser. Auch das war ein Irrtum. Eine Überdüngung kann Pflanzen genauso schaden wie ein Mangel. Deshalb versuche ich heute lieber regelmäßig kleinere Mengen zu verwenden und beobachte genau, wie meine Pflanzen darauf reagieren.

Ein weiterer Fehler, den ich viele Jahre gemacht habe, war das unregelmäßige Gießen. Manchmal bekamen meine Geranien mehrere Tage kaum Wasser und anschließend eine große Menge auf einmal. Heute weiß ich, dass gleichmäßige Feuchtigkeit wesentlich wichtiger ist. Staunässe sollte allerdings unbedingt vermieden werden, denn dauerhaft nasse Wurzeln mögen Geranien überhaupt nicht.

Auch das regelmäßige Entfernen verblühter Blüten hat einen größeren Einfluss, als ich früher gedacht hätte. Anfangs ließ ich die alten Blütenstände einfach hängen. Inzwischen entferne ich Verblühtes konsequent. Dadurch steckt die Pflanze ihre Kraft viel schneller in neue Knospen statt in die Samenbildung.

Viele fragen mich inzwischen, welche Hausmittel ich persönlich am liebsten verwende. Ehrlich gesagt gibt es nicht das eine Wundermittel. Vielmehr hat sich für mich eine Kombination verschiedener kleiner Maßnahmen bewährt.

Ein Tipp, den ich von meiner Nachbarin übernommen habe, ist die sehr sparsame Verwendung einer verdünnten Jodlösung. Wichtig ist dabei allerdings, äußerst vorsichtig zu dosieren. Bereits kleinste Mengen reichen vollkommen aus. Wer deutlich mehr verwendet, riskiert Schäden an den Pflanzen. Deshalb halte ich mich immer exakt an geringe Dosierungen und verwende diese Methode nur gelegentlich während der Wachstumsphase.

Ähnlich vorsichtig gehe ich mit Wasserstoffperoxid um. Manche Hobbygärtner setzen stark verdünnte Lösungen zur Pflege oder Reinigung von Pflanzgefäßen ein. Auch hier gilt jedoch: Weniger ist oft mehr. Ich sehe solche Mittel eher als gelegentliche Ergänzung und keinesfalls als Ersatz für eine gute Grundpflege.

Viel häufiger greife ich inzwischen zu deutlich einfacheren Maßnahmen.

Besonders gut hat sich bei mir beispielsweise Kompost bewährt. Schon eine kleine Menge hochwertiger Kompost verbessert die Bodenstruktur und versorgt die Pflanzen nach und nach mit wichtigen Nährstoffen. Wer keinen eigenen Kompost besitzt, findet inzwischen auch fertigen Kompost oder organische Pflanzenerde im Handel.

Ebenso verwende ich gerne etwas verdünnte Brennnesseljauche. Der Geruch ist zwar nicht gerade angenehm, doch viele Pflanzen profitieren von den enthaltenen Nährstoffen. Wichtig ist auch hier eine starke Verdünnung und eine maßvolle Anwendung.

Holzasche aus unbehandeltem Holz nutze ich ebenfalls gelegentlich in sehr kleinen Mengen. Sie enthält unter anderem Kalium, das für viele Blühpflanzen wichtig ist. Allerdings streue ich immer nur sehr wenig davon auf die Erde, da zu große Mengen den Boden ungünstig verändern können.

Auch Kaffeesatz wird häufig als Hausmittel empfohlen. Ich lasse ihn zunächst vollständig trocknen und mische anschließend kleine Mengen unter die oberste Erdschicht. Dabei achte ich darauf, ihn nicht zu dick aufzutragen. Eine dünne Schicht reicht völlig aus.