Zubereitung
Zuerst heize ich den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vor, damit er schon die richtige Temperatur hat, wenn der Teig fertig ist. Danach bereite ich direkt die Form vor. Dafür nehme ich am liebsten eine runde Form mit etwa 22 bis 24 Zentimetern Durchmesser, aber auch eine kleine Kastenform funktioniert wunderbar. Ich fette sie sorgfältig mit Butter ein und bestäube sie ganz leicht mit Mehl. Das dauert nur einen Moment und sorgt später dafür, dass sich der Kuchen schön lösen lässt.
Dann beginne ich mit den Eiern, dem Zucker und dem Vanillezucker. Diese drei Zutaten kommen zusammen in eine große Schüssel und werden einige Minuten lang aufgeschlagen, bis die Masse hell, luftig und cremig geworden ist. Ich nehme mir dafür wirklich ein wenig Zeit, denn dieser Schritt macht viel für die spätere Konsistenz aus. Je schöner die Eiermasse aufgeschlagen ist, desto lockerer wird der Kuchen. Wenn die Mischung fast schon ein wenig dicklich wirkt und hell schimmert, weiß ich, dass sie genau richtig ist.
Nun kommt das Vanilleextrakt dazu. Wenn ich gerade eine Vanilleschote im Haus habe, kratze ich auch gern das Mark einer halben Schote heraus und gebe es hinein. Das macht das Aroma noch feiner und etwas natürlicher. Danach gieße ich das Öl langsam dazu und rühre es gleichmäßig unter. Ich verwende hier am liebsten ein neutrales Öl, damit der Geschmack der Vanille und der Mandeln schön im Vordergrund bleibt. Anschließend kommt die Milch dazu, die dem Teig zusätzlich Saftigkeit schenkt und alles wunderbar verbindet.
In einer zweiten Schüssel vermische ich das Mehl mit dem Backpulver, dem Salz und den gemahlenen Mandeln. Diese Mischung gebe ich nun portionsweise zur Eiermasse. Dabei rühre ich nicht hektisch, sondern eher ruhig und gleichmäßig, nur so lange, bis ein glatter Teig entstanden ist. Gerade bei einfachen Rührkuchen finde ich es wichtig, nicht zu viel zu rühren, damit sie später weich und locker bleiben. Der fertige Teig ist cremig, geschmeidig und duftet schon jetzt ganz sanft nach Vanille.
Jetzt fülle ich den Teig in die vorbereitete Form und streiche die Oberfläche etwas glatt. Wenn ich möchte, streue ich noch ein paar gehobelte Mandeln darüber. Das ist kein Muss, aber ich mag es sehr, weil die Oberfläche dadurch später etwas hübscher aussieht und beim Backen eine feine, leicht geröstete Mandelnote bekommt.
Dann wandert der Kuchen auf die mittlere Schiene in den vorgeheizten Ofen. Die Backzeit liegt bei etwa 30 bis 40 Minuten, je nach Form und Ofen. Ich schaue gegen Ende immer etwas genauer hin, denn jeder Ofen backt anders. Wenn die Oberfläche goldgelb geworden ist und herrlich duftet, mache ich die Stäbchenprobe. Kommt das Holzstäbchen sauber oder nur mit ein paar feinen Krümeln wieder heraus, ist der Kuchen fertig.
Sobald er aus dem Ofen kommt, lasse ich ihn zuerst noch 10 bis 15 Minuten in der Form ruhen. Danach löse ich ihn vorsichtig heraus und lasse ihn auf einem Kuchengitter auskühlen. Wenn es schnell gehen soll oder der Kaffee schon bereitsteht, wird er bei uns manchmal auch noch leicht warm angeschnitten. Gerade dann ist er besonders weich und verführerisch.
Vor dem Servieren bestäube ich ihn gern mit etwas Puderzucker. Mehr braucht dieser Kuchen eigentlich nicht. Er schmeckt wunderbar pur, aber natürlich passt auch ein Klecks Schlagsahne dazu, wenn man mag. Ich finde allerdings, dass seine größte Stärke gerade in seiner Schlichtheit liegt. Ein ehrlicher, saftiger Kuchen mit Vanille und Mandeln – nicht mehr, aber auch ganz sicher nicht weniger.
